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Gedanken aus vergangenen Tagen.Montag 22.06.2009 01:21 AM

Gerade gestern hatte ich das Gefühl, dich endlich loslassen zu können. Ich habe mich gefragt, ob man sich einige Dinge einfach nur einredet. Natürlich hab ich mir nicht eingeredet, ich würde dich lieben, nein, dafür war die Zeit viel zu lang und mein Herz viel zu ehrlich. Aber ich habe mir gedacht, vielleicht steigert man sich manchmal einfach zu sehr in etwas hinein. Ohne dich wollte ich nicht, konnte ich nicht, wollte auch niemanden finden und mich neu verlieben. Das will ich noch immer nicht, bin noch nicht bereit, mich für jemand anderen zu öffnen, schließlich kann man das nicht erzwingen. Eigentlich will ich nur frei sein, frei von dir und dem Menschen, den du aus mir gemacht hast. Ich möchte wieder ich selber sein, möchte mein Herz zurück, so, wie es fühlte, liebte, so, wie es war, bevor ich mich in dich verliebte. Ich möchte wieder zurück in das Leben, das ich führte, bevor ich mich dir so übertrieben hingab, dass ich mich selbst nicht genug lieben konnte, weil du alles warst und ich jedes Mal an mir zweifelte, wenn du gegangen bist. Vergessen werde ich dich nicht, würde mich auch mittlerweile nicht mehr wagen, es überhaupt zu versuchen, denn im Endeffekt will ich dich gar nicht vergessen, ich will dich nur als Freund sehen können, als einen Freund, zu dem ich flüchten kann, wenn es mir schlecht geht, dem ich meine Probleme anvertrauen kann und der mir zuhört. Momentan ist das noch unmöglich, weil ich mich ja schlecht bei dir wegen dir ausheulen kann. Bald, vielleicht können wir bald irgendwann so gut befreundet sein, wie wir es mit jedem anderen unserer Freunde sind. Irgendwann, wenn ich nicht mehr das Gefühl von Hassliebe (ich kann es nicht anders nennen) habe, wenn ich dich sehe. Dann, wenn du mir von deiner Freundin erzählen kannst, ohne ein schlechtes Gewissen dabei zu haben und ich mich für dich freuen kann. Dann, wenn ich dir nicht mehr das Gefühl gebe, dich zu lieben oder ich jedenfalls nicht mehr so tun muss, als würde ich es nicht tun, weil ich dich dann eben nicht mehr liebe. Doch jetzt gerade noch denke ich viel zu oft an dich, noch immer bist du der, von dem ich dachte, er sei perfekt für mich und zu oft noch erwische ich mich dabei, wie ich mir unsere gemeinsame Zukunft ausmale, die es nie geben wird, und wenn doch, dann nur als Freunde. Wieder dieses Wort, allein schon dieses Wort, wie es sich schon anhört, so unwirklich. Du bist ein "Freund" und oft finde ich das sogar besser, als wäre es immer so weitergegangen, dieses Fastzusammenkommen, um dann das Ende im Streit zu finden. Ja, eigentlich ist Freunde sein besser, weil wir uns dann nicht mehr so leicht streiten können, nicht wegen den Dingen, um die es bisher immer ging. Es ist nur so schwer, wenn man akzeptieren muss, dass man für den Einen, den man liebt, nie mehr sein kann, als ein guter Freund. Mittlerweile könnte ich jedenfalls nicht mehr erwarten oder verlangen. Ich muss mich damit zufrieden geben, weil ich dich nicht mehr verloren habe, wie sonst immer, und noch mit dir reden kann, manchmal bei dir sein kann, wenn ich stark genug bin. Das ist besser, als überhaupt nichts, weil mich das auf eine abscheuliche Art des Nichts-tun-könnens-aber-nicht-aufgeben- wollen fertig machen würde. Und tief in mir weiß ich, dass du Recht hast: Das mit uns hätte vielleicht wirklich nicht funktioniert, nicht auf Dauer. Aber du hast es uns auch nie herausfinden lassen.. Nur geküsst hast du mich immer wieder, auch dann, wenn wir uns schon darauf einigten, einfach nur Freunde zu sein. Ich hoffe, wir bekommen es irgendwann hin. Freunde sein. Nicht mehr und nicht weniger. Noch mehr hin und her könnte und will ich einfach nicht mehr, nicht wieder ertragen.

Ich danke dir für all die Gefühle, die du mir gegeben hast, die für Momente meine kleine Welt retten konnten, die, die ich nicht mehr fühle, fühlen darf. Und nicht für die, die ich jetzt oder wieder fühlen muss, die, die mich kaputt machen, wenn ich zu sehr nachdenke.

Und das kann ich nur zu gut, das weißt du ja. Nachdenken. Immer nachdenken, viel zu viel und viel zu oft tu ich das, meintest du. Ich kann nicht anders, denn gerne würde ich mich nicht mit all diesen Dingen befassen müssen, die du mir unabsichtlich antust und angetan hast, manchmal vielleicht sogar zurecht, aber zu kalt.

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