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princesNatty

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meine mädls sind nicht mal gold wert, sie sind U N B E Z A H L B A R ! ♥

[Kein Thema]Montag 21.06.2010 07:12 PM

90er Jahre:


Der Modemarkt erschloss die Jugend als gewinnbringendste Zielgruppe und baute den Markenkult aus. Die kleinen Schildchen im innern der Kleidung gewannen zunehmend an Bedeutung und fasst konnte man den Eindruck gewinnen sie seien wichtiger als das Design oder die Qualität der Kleidung selbst. Die Labels sollten dem Träger ein Gefühl von Exquisität vermitteln.

Weiterhin lässt sich der Einfluss von Musik auf Mode deutlich ablesen. So stehen z.B. synthetische Technobeats nicht nur in Verbindung mit synthetischen Drogen, sondern auch mit schrillen, neonfarbenen Synthetikoutfits. Die Loveparade wurde ins Leben gerufen und so treffen sich seit 1996 alljährlich technoide Raver auf der Straße des 17. Juni in Berlin um sich zu feiern. Obwohl sich beispielsweise auch die Junge Union in dem bunten Umzug wummernder Beats und schriller Kostüme postiert, kann wohl kaum von einer Politisierung gesprochen werden. Vielmehr scheint das Gegenteil der Fall zu sein. Politik wird wie vieles mehr zum "Techno" gemacht. Politik, Mode, Musik,... alles wird zur Ware in der Spaßgesellschaft, die Loveparade zu einer Art Werbekampagne.

Die Musik ist computergeneriert, durch das Pitchen der Stimme entstehen kindliche, schlumpfähnliche Laute. Diese künstliche Kindheit spiegelt sich im verspielten affektierten Girlie- Look ebenso wieder, wie in bunten Haaren und falschen Wimpern. Die Kleidung reflektiert durch ihre grellen Neonfarben und High-Tech-Fasern die Synthetik der Musik. Selbst Symbole der Natürlichkeit wie z.B. Blumen werden aus Kunstfasern nachgebildet und als Deko ins Dekollete gesteckt. Diese Geste wirkt besonders bizarr, wenn man sich an Flower-Power Bewegung der 60er Jahre zurück erinnert, wo putzige Blumenmädchen in Batikkleidern bekifft über Wiesen tanzten und sich echte Sonnenblumen ins Haar steckten.

Schrill oder Tarn waren die gegensätzlichen Modetrends der 90er Jahre. Während sich Rock, Pop, Techno und Hip-Hop als parallele Musik-Trends durchsetzten, konnte man auch in der Modewelt eine Vielzahl von Strömungen erkennen. So etablierte sich neben dem Synthetik- Neon- Style der Techno-Szene der Trend zum praktischen Military -Outfit. Diese Entwicklung ist sicherlich erst durch den weiten Abstand zu realem Kriegsgeschehen der sogenannten zweiten Generation nach dem Krieg möglich geworden und wurde nicht zuletzt durch diverse kriegsverherrlichende oder -neutralisierende Computerspiele gefördert.
Charts und Hits 1990-1999

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