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FUN FACTORYDienstag 13.10.2009 05:08 PM

Es war einer dieser Samstage, an denen man Zuhause sitzt und trotz sorgfältiger Planung nicht weiß, was man machen soll. Zum “Glück” rief mich eine Freundin an, um zu fragen, ob ich nicht den Fahrer spielen würde. Es sollte in die Fun Factory nach Wildeshausen gehen. Ich hatte sofort das Bild von hunderten betrunkenen Idioten im Kopf, die zu schlechter Musik krampfhafte Bewegungen auf einer schlecht klimatisierten Tanzfläche vorführen. Sagte demnach natürlich sofort zu.
Ich machte mich fertig, - kein besonders hoher Dresscode, da ich davon ausging, dass mir sowieso irgendjemand seine Weinbrand-Cola auf’s Shirt schüttet, - holte die Mädels ab und befuhr die geplante Route.
Ich kam an:

Es sah aus wie eine Modenschau jugendlicher Schwerbehinderter, unterstützt von H&M.

Überall Polohemden. Überall Muskelbarbies. Überall Alkohol und Huren, die hätten meine Töchter sein können. So jung und so willig. Ich blieb unbeeindruckt. Bezahlte die lächerlichen 4 Euro Eintritt, bekam Großraumdisco-typisch meine Verzehrkarte und fing an, mich umzuschauen. Es sah scheiße aus. Unpersönlich Metrosexuell. Alles sehr kalt eingerichtet. Oberflächliches Feeling. Hallo - Hübsche Augen. Gay.
Ich fand es so dermaßen scheiße, und das schon nach wenigen Minuten, dass ich meine Vorsätze bezüglich Alkohol und Auto fahren über den Haufen warf und nur noch Bock auf eins hatte. Alkohol. Und das in nicht geringen Mengen. Also ab an die Theke.
Ich stand also da. Stocknüchtern. Wollte einen Wodka. Wartete gefühlte 90 Minuten darauf, dass sich endlich der Kellner, gefangen im Körper einer Kellnerin, zu mir wendete und mich fragte: “Ja?”
Naja, legen wir heute mal keinen Wert auf Freundlichkeit. Ich nannte ihm meinen Wunsch und bekam ein relativ erstauntes: “Du hast ja wohl schon genug!” zurück, worauf er sich auch abwendete. Ich war geladen. Stieß einige Flaschen um und marschierte wutentbrannt in Richtung Restaurant. Ich wollte irgendwo hin, wo ich mich, ohne niveaulose Gesellschaft, bis zum Rand zuschütten konnte.
Das Restaurant war recht leer. Ich bestellte mir gleich vier Wodka mit Red Bull und beobachtete haargenau, wie die etwas entstellt-aussehende Dame, mir meine Longdrinks mixte.
Eine ordentliche 60:5-Mischung. Ich war bedient, versuchte es aber dann mal auf die freundliche Tour und fragte, ob sie nicht ein wenig mehr Wodka in den Longdrink füllen könnte. Keine unübliche Frage in einer solchen Zappelbude. Dachte ich. Dem schien wohl nicht so.
Das schließe ich daraus, da sie mir erst für einen kurzen Moment einen erstaunten Blick entgegen warf, dem allerdings ein Rumgeschnautze a la

“WAS? Hast du ein Problem mit unseren Ausschanksvereinbarungen? Wenn dir unsere Getränke nicht passen, kannst du auch gehen. So etwas habe ich ja noch nie gehört. Das ist eine Frechheit. Ich glaube, ich hole den Geschäftsführer […]”

folgte.
Ich grinste sie an und sagte rechte freundlich, dass es mir leid täte und ich die Drinks auch gerne so nehme, wie sie sind. Dachte aber an die Erkenntnis, die mir beim ersten Anblick dieser Dame kam:

Hässliche Frauen sind doppelt geschädigt. Sie sind hässlich, was dazu führt, dass sie zudem auch nicht gefickt werden.

- und amüsierte mich prächtig darüber. Innerlich.
Ich wollte weiter. Kippte mir drei der vier Energydrinks im Gedrängel durch Schwule und Huren die Kehle runter, um, bei der Tanzfläche angekommen, das letzte Glas zu entleeren. In die Menge der Leute. Das Glas flog hinterher. Ich hatte für einen kurzen Moment Spaß. Wollte aber nun endlich meinen Alkohol.
Also wieder an eine Bar, die ich nach langem kämpfen auch endlich erreichte.
Ich stand zwischen zwei Typen. Sie sahen aus wie Holzfäller und waren stark alkoholisiert. Ihre Ärsche verschlungen ihre Hosen, die wiederum die karierten Baumwollhemden verschlungen, die wiederum bis zum Kragen zugeknüpft waren.
Ich wollte etwas zu Trinken und beachtete sie demnach nicht weiter. Plötzlich aber spürte ich Toto und Harri links und rechts von mir kräftig drücken. Man merkte, wie sie versuchten, mich wieder von der Theke zu verdrängen. Aus “Platzmangel”, versteht sich. Ich stieß recht provokant dem einen meinen Ellenbogen in die Seite, worauf, in der Landwirtschaft typisch, sofort ein Gebrüll begann, ob ich ein Problem hätte und ob ich auf die “Schnauze” wolle etc. Natürlich ging ich drauf ein, denn ich hatte ja nichts zu verlieren. Der Abend konnte eh nur besser werden. Also schrie ich rum, dass wir nach Draußen gehen könnten, dass ich ihnen zeige, wo es lang geht und wer von uns dreien wohl auf die Schnauze bekommen würde.
Es schien, als hätten diese beiden Kampfbullen, die mich problemlos in den Boden gerammt hätten, die Hosen voll gehabt. Denn der eine sagte plötzlich, dass die keinen Ärger, sondern nur etwas feiern wollten. Hurensöhne. Ich hasste sie. Beide. Alle.
Ich fuhr kurz darauf alleine und nüchtern nach Hause. Bekam irgendwann noch einen Anruf von den Mädels, wo ich denn sei, dem ich nur ein trockenes “fickt euch, nehmt euch ein Taxi” entgegenbrachte, das Handy ausschaltete und mich auf mein Bett freute.

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