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komischer weise bin ich immer betrunken wenn ich mich hier einlogge #nostalgie






Auseinandersetzung mit den gegebenen Themen

Die Aufgabe, zu den Themen „Wasserzeichen“ oder „Lichtgestalt“ ein Bild oder eine Bilderserie anzufertigen lässt einem viel Freiraum für kreative Einfälle.
So begann ich vorerst damit, die beiden Begriffe umzustellen: aus „Lichtgestalt“ wurde zum Beispiel „das Gestalten mit Licht“, „die Gestalt im Licht“, oder „das Licht in Form einer Gestalt“. Auch das Antonym, die Schattengestalt kam in meiner kreativen Phase zum Zug . „Wasserzeichen“ formte ich zu „das Zeichen im Wasser“ und „das Zeichen aus Wasser“ um.
Durch diese kleinen Wortspiele kamen mir schnell konkretere Ideen und fertige Bilder in den Kopf. Beim „Gestalten mit Licht“ dachte ich an Lightpainting, spannende Langzeitbelichtungen und Feuerwerke, während ich bei „der Gestalt im Licht“ sofort auf Bühnenkünstler und dunkle, bedrückende Räume mit einer einzigen Lichquelle kam.
Dem Thema „Wasserzeichen“ konnte ich mich nicht wirklich annähern, obwohl mich anfangs die Technik der Mehrfachbelichtung sehr gereizt hatte.


Konkrete Ideenfindung

Nachdem ich mich darauf festgelegt hatte, zum Thema „Lichtgestalt“ zu arbeiten, spielte ich in Gedanken mehrere umsetzbare Bildszenarien durch. Dabei entwickelten sich zwei Ideen zu eindeutigen Favoriten.
Erste war die Darstellung einer Person in einem dunklen Raum, auf deren Körper verschiedene Texturen mit Hilfe eines Overheadprojektors projeziert werden. Dieser Entwurf scheiterte in der Planungsphase, da es mir nicht gestattet wurde, in der Schule solche Ideen umzusetzen.
Mein zweiter Gedanke war, eine Person die im Rampenlicht steht, also metaphorisch gesehen eine „Lichtgestalt“ ist, in ihrer Umgebung authentisch in Szene zu setzen. Dabei ging es mir nicht darum, eine Berühmtheit auf der Bühne fotografisch festzuhalten, sondern die Emotionen der Künstler einzufangen.
Ich entschied mich dafür, eine Tanzveranstaltung zu besuchen, da ich mir dort viele Emotionen seitens der Tänzer und viel Bewegung auf der Bühne erhoffte, welche es zu dokumentieren galt.


Planung und Organisation

Die Planung gestaltete sich sehr einfach. Durch die Teilnahme an einem Fotoworkshop der Movimentos Akademie in Wolfsburg hatte ich kurz zuvor eine Gruppe von Tänzern während der Proben begleitet. Durch diesen Workshop kam ich auch in Kontakt zu Personen die im Theater Wolfsburg arbeiten. Mir wurde gestattet, mich während einer Generalprobe frei im Theatersaal des Theaters zu bewegen und im Rahmen meiner Hausaufgabe zu fotografieren.


Technische Umsetzung

Im Theatersaal wurde ich mit einer Menge ungewohnter Probleme konfrontiert. So herrschten zum Beipsiel widrige Lichtverhältnisse, und die unvorhersehbaren Bewegungen der mir gänzlich unbekannten Aufführung machten es mir nicht sehr leicht, ein anspruchsvolles Foto zu schießen. Des Weiteren hatte ich natürlich auch keine Möglichkeit den Tänzern auf der Bühne Anweisungen zu geben, oder das Licht zu verändern. Demnach musste ich mich stetig auf mehrere Sachen gleichzeitig konzentrieren: die Belichtung den aktuellen Lichtverhältnissen anpassen, den Schärfepunkt richtig setzen, das gesamte Bühnengeschehen beobachten, Situationen abschätzen und letztendlich im richtigen Moment auf den Auslöser drücken. Natürlich geschahen viele dieser Handlungen mehr oder weniger unterbewusst und intuitiv, aber es war trotzdem eine kleine Herausforderung.
Das schwierigste war jedoch, den Ausschuss von verwackelten Bildern zu minimieren ohne die Bewegungen der Tänzer komplett einzufrieren. Ich behalf mir dabei durch das heraufsetzen des ISO-Wertes auf 1000, was bei meiner Kamera (Nikon D300s) noch für gute Ergebnisse ausreicht. Zusätzlich dazu fotografierte ich mit maximaler Blendenöffnung.. Indem ich mich an Wänden und Stühlen abstützte, konnte ich trotz des fehlendem Bildstabilisators und den leichten Telebrennweiten bei Belichtungszeiten von 1/30s bis 1/60s meist scharfe Bilder liefern. Für weitere Reserven in der Nachbearbeitung fotografierte ich im Rohdatenformat. Die konkreten Bilddaten lauten: 125mm \ 1/30s \ f4 \ iso1000.


Zum Foto

Das Foto, aufgenommen im 3:2 Format, zeigt einen jungen Mann, vermutlich einen Tänzer, barfuß in einem großen Raum vor einer teilweise blau angestrahlten Wand stehend, welche sich teilweise im schwarz verliert. Ein starker Strahler scheint von links oben auf die Person und verursacht einen Schlagschatten im Gesicht des Tänzers. Die Person lehnt sich auf Zehenspitzen stehend nach hinten und greift sich mit der rechten Hand an den Rücken, während sie den linken Arm von sich streckt. In dieser Bewegung rutscht das getragene Sweatshirt etwas nach oben, sodass ein Teil vom Oberkörpers des Mannes zum Vorschein kommt. Der Kopf des Tänzers geht über die linke Schulter und ist leicht gesenkt. Seine Augen sind geschlossen und der Mund leicht geöffnet. Insgesamt wirkt die Haltung des Tänzers angespannt und in Trance zugleich.
Während Oberkörper und Gesicht vollständig scharf abgebildet sind, findet man von den Knien abwärts eine leichte Bewegungsunschärfe vor.
Trotz der Tatsache, dass es sich um eine Ganzkörperaufnahme handelt, sind kleinste Deatils am Körper und insbesondere im Gesicht des Mannes zu erkennnen.
Der Tänzer ist mittig im Bild platziert, wobei der Kopf schon fast im goldenen Schnitt liegt und somit sofort die Augen des Betrachters auf sich zieht.
Bei dem Foto wurde die Color-Key-Technik auf anderem Wege als üblich angewandt. Während das Hauptmotiv in Grautönen abgebildet ist, wird der Hintergrund durch einen dunkelen Blauton akzentuiert. Dies bildet eine Art Gegenpol zu den harten schwarz/weiß-Kontrasten des Tänzers.


Nachbearbeitung

Ich begann die Bearbeitung mit der Anpassung der Belichtung, des Weißabgleiches, der Klarheit und des Reperaturtools in Camera Raw 5.5.
In Photoshop entrauschte ich zunächst das Foto ein wenig, um es dann mit dem Unscharf maskieren Filter und dem Hochpassfilter selektiv zu schärfen und stärkere Kontraste herauszuarbeiten. Nachfolgend entsättigte ich alle Farben bis auf das blau, wendete einige verschiedene Ebenenfüllmodi an, änderte den Farbton ein wenig und schnitt das Bild etwas zu. Zum Schluss stempelte ich noch einige Unreinheiten, die sich auf dem Bühnenboden befanden weg.

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