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floridarolf1234

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Der Goldene Schuss
Seit Freitag wusste ich, dass ich zum Abschuss freigeben war. Ich sollte erschossen werden weil, ich mich mit den Dealern am Berliner Kaiserin-Augusta-Platz angelegt habe.

Ich lief nachhause um mich auf meinen eventuellen Tod vorzubereiten und nach und nach begriff ich das ich den Dienstag wahrscheinlich nicht mehr erleben könnte. Bevor die Polizei kam musste ich unbedingt eine Masse an beweisen vernichten um eventuelle Antworten zu vertuschen.

Entspannt aber noch unter Schock ging ich nachhause um mehrere Aktenordner, Kontoauszüge, Rauschgift und Unterlagen zu verbrennen und mein Zimmer sauber zu machen. Ich versuchte auch meine nunmehr 18000 ¤ Schwarzgeld zu verstecken. Auf was für Ideen die Bullen kommen, wenn sie 18000 ¤ in den Räumen eines 19 Jährigen finden wollte ich mir nicht vorstellen. Auch schrieb ich einen letzten Gruß an meine Freundin auf Papier. Dies zusammen mit Ihren Fotos wollte ich in der linken Sakkotasche an meinem Herz tragen. Als es schon Sonntag war ich weiß nicht warum habe ich Muffins für meine Familie und Freunde aus der Verzweiflung heraus gebacken. Etwa für 2 Stunden vergaß ich, dass ich morgen nacht erschossen oder verletzt auf der Aussichtsplattform eines in Berlin befindlichen Hochhaus befinden könnte.

Am Montag nahm ich meine große Reisetasche mit um die Muffins für meine Freunde zu verstauen. An diesem Morgen war es still einfach nur still in meinem Kopf. Sieben stunden lang saß ich auf meinem Arbeitsplatz da und dachte nichts weil ich vor angst wie gelähmt war. Diesen Gefühlszustand habe ich schon einmal erlebt als ich im Dezember'05 eine Walther an meiner Stirn hatte. Es stimmt und es ist in vielen Filmen richtig dargestellt. Man ist wie gelähmt. Man kann nichts sagen. Man kann sich nicht bewegen. Und ein unheimlich starker Adrenalinstoß dringt bis in die letzten Ecken des Körpers ein und dein ganzes Leben zieht wie in einem Film automatisch vorbei. Die Lehrer und meine Freunde merkten, dass ich schon den ganzen Tag sehr Verzweifelt war. Doch setzte ich mein ständigen "alles OK" Gesichtsausdruck auf das ich immer benutzte wenn ich wiedereinmal meine Freunde anlog. Ein paar mal habe ich dann noch versucht das Unheil von der Schule aus per Telefon abzuwenden doch im letzten Block lief ich aufs Klo und und musste heulen.

Als nun die Schule zuende war, war es schon dunkel und ich hatte noch 30 Minuten Zeit zur Fahrschule noch eine Stunde zu nehmen. Ich war immer noch so gelähmt, dass ich kaum richtig die Pedale drücken konnte. Doch trotzdem habe ich gehofft die Fahrstunde würde nie enden weil ich in diesem Auto sicher war. Als wir zurückfuhren und ich einparken musste lief ich noch ins Sekretariat um zu sagen, dass ich morgen wahrscheinlich nicht mehr kommen werde. Und das sie meine in der letzten Woche gezahlten 1000 ¤ auf mein Konto überweisen sollen falls ich mich nicht mehr melde.


Josephine hieß diese süße Abiturientin die den Sekretärinnenjob nebenberuflich machte. Mir war sie von vornherein durch ihre offene Art Sympathisch. Mir war alles egal und ich frage sie ob, sie mit mir was essen wolle da ich schon letzte Woche angekündigt habe Dienstag nicht mehr in Berlin zu sein. Unerwarteter Weise willigte sie ein. Ich war für einen Moment überglücklich. Als wir nun beide Schluss hatten verließen wir die Fahrschule um zu McDonalds zu gehen. Auf dem Weg dort hin habe ich erfahren, dass sie mit kleinen Kindern in einer Musikstunde im Kindergarten arbeitet. Als wir uns hinsetzten um zu essen fragte sie mich womit sie das verdient habe und ich antwortete: "Ich möchte dir keine Angst machen, aber es kann sein das ich morgen nicht mehr lebe. Deshalb die Muffins." Ich erzählte Ihr meine ganze Geschichte. Sie glaubte mir hatte aber selber keine angst. Nur angst um mich. So etwas kannte ich nicht, dass ein Mädchen Angst um mich hat weil es bei mir sonst immer nur um Partys und das eine ging.

In meinem Rucksack waren drei am Freitag gekaufte Flaschen Edelwodka um die Dealerschaft doch noch bei Ihrem antreffen zu besänftigen. Ich sollte die Sache mit Ihnen auf einer Aussichtsplattform auf einem Hochhaus in der Gropiusstadt klären. Das essen war aufgegessen wir hatten nichts mehr zu sagen, sie machte sich immer noch sorgen und meine ich solle dort nicht hingehen. Ich sagte darauf: "Kopf oder Zahl" sie wusste wofür und diese Zahl und mit dem was später folgte hat sie mir wahrscheinlich - mein leben gerettet. -

Wir gingen und ich trank noch ein Schluck Wodka. Sie folgte mir bis zum Bahnsteig in der Ich den Zug dorthin oder nachhause nehmen konnte. Ich nahm den Zug ins ungewisse und sie sagte: "Ich hoffe ich du weißt was du tust". Die Türen gingen zu und ich fuhr 2 Stationen Stadtauswärts. Mir war alles egal und ich nahm im Wagon die morgens eingepackten Schmerzmittel zusammen mit dem Alkohol. Und als ich dort angekommen war fuhr angekommen die Rolltreppe hoch.

Mit Blaulicht und 2 Einsatzwagen wurde ich 500 Meter weiter verhaftet. Gott beschütze sie, sie hatte die Polizei gerufen. Ich war erleichtert. In meiner Tasche waren noch ein paar Tüten Rauschgift, Messer, Munition und Glasschneider die heute bei Staatsanwalt liegen. In der Gefangenensammelstelle der Polizei Direktion 56 wurde mir alles bis auf meine Anziehsachen weggenommen. Schnürsenkel Gürtel und Rasierklingen nahmen sie mir ab. Endlich hatte ich ruhe

Bis etwa 10 Uhr am nächsten Tag schlief ich auf der Holzbank. Ich schaffte es mit meiner Fahrschulkarte den diensthabenden Oberwachtmeister davon zu überzeugen dass ich meine Aussage später machen wolle und jetzt unbedingt zur Fahrschule müsse.

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