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Milena JesenskáMontag 29.07.2013 04:37 AM

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"Du gehörst zu mir, selbst, wenn ich Dich nie mehr sehen würde."
An Milena, 12. Juni 1920

Ihr wurden die schönsten Liebesbriefe gewidmet. Durch Franz Kafkas "Briefe an Milena" blieb sie der Nachwelt vor allem als Freundin des großen Dichters in Erinnerung, ihr Lebenswerk verschwand im Schatten Kafkas. Zu unrecht, denn Milena Jesenská war eine hervorragende Journalistin, die in den 20er und 30er Jahren für die wichtigsten Prager Zeitungen schrieb.

"[...] Inzwischen strömten schon die vor den Nationalsozialisten fliehenden Emigranten nach Prag. Viele von ihnen versteckte Milena in ihrer Wohnung, besorgte ihnen Papiere und verhalf ihnen zur Flucht. Bald wird Milena der Gestapo verdächtig, auch ihr subversiver politischer Journalismus ist ihnen ein Dorn im Auge. 1939 wird sie von der Gestapo verhaftet, monatelang verhört und zur »Umerziehung« nach Ravensbrück gebracht.
Milena Jesenská starb einen langen schweren Tod. Die letzten vier Jahre ihres Lebens verbrachte sie als politische Gefangene im KZ Ravensbrück. Sie hungerte und fror und litt unter starken rheumatischen Schmerzen. Überlebende berichten, dass Milena den mitgefangenen Frauen Kraft gab durch ihre Unbeugsamkeit, ihren Lebenswillen, ihre Güte und ihren Stolz. Mit 48 Jahren stirbt Milena Jesenská im KZ an einem Nierenleiden.
Am 14. Dezember 1994 wurde Milena Jesenská von Yad Vashem zur »Gerechten unter den Völkern« ernannt."

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