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bola

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Reclaim The Game!

Was ist für ein Wochentag?Samstag 29.03.2008 04:24 AM

Diese verdammte Frage stelle ich mir nun schon sehr oft in der Woche. Meistens kann mir mein PC da weiter helfen. Notfalls tut es auch das Handy.
Samstags ist es also. "Wieder mal nen Wochenende verschenkt" kann ich jetzt schon sagen.
Spass wird klein geschrieben. Stress, Schlaf, Trauer und sehr viel Hass baute sich in den letzten Tagen auf.
Ich danke mittlerweile schon jeder Person, die sich bei mir meldet, damit ich noch ein wenig weiß, dass es da draußen noch reales Leben gibt. Oder: Hurra, ich existiere noch!
Verloren ist nichts. Denn es gibt ja noch ordentliche Auswärtsfahrten, die man sich gelegentlich mal leisten muss, um nicht ganz im Sumpf der Ödniss zu verschwinden.
So kann man einfach mal alles vergessen, abschalten.
So nun auch am Samstag. Ein Drei-Mann-Mob machte sich auf nach Wolfsburg, um mal wieder was zu erleben.
Die letzte gemeinsame Tour lag nun schon weit zurück. 01.12.07 - Bremen - Nordderby - 100 Festnahmen!
Am Bahnhof Ilsenburg wartete ich nun ein paar Minuten, nachdem ich im Lidl ernsthaft nach einem Ausweis für Kippen gefragt worde. Ein leichtes Ausrasten zeigte mir bereits, dass ich in Form bin und Bock habe.
Morgens 9:40 trudelte der Zug aus Halberstadt am Ilsenburger Bahnhof ein. Insassen: 2 verdächtige Berliner Fussballliebhaber. HSV-Fanatics. Erlebnisorientiert der anderen Art(was jetzt nicht auf die C´er-Szene zu beziehen ist).
2 Umarmungen, Durst und enorme Müdigkeit meinerseits. Grausame Halbschlaf-Träume hielten mich vom Schlaf ab, obwohl ich vorher schon weit über 24 Stunden wach war.
An der Tankstelle in Vienenburg, unserer ersten Station, wurde demnach fleißig Holsten aus der Dose gekauft. Guten Morgen, guten Durst!
Ab ging es nach Braunschweig. Dort machten wir sofort lautstark auf uns aufmerksam, so dass wir auch schon den ersten Bullereikontakt pflegen durften.
Jedoch einen freundlichen, denn nachdem wir im "Ihr Platz" Bambule machten, kamen die Herren in grün an und wiesen uns freundlich darauf hin, dass wir in geschlossenen Räumen nicht so dolle machen sollen und dass Gesänge ja dazu gehören. Das sahen die Kollegen in Wolfsburg nicht so. Aber dazu später mehr.
Erste Wolfsburger! Es worden bereits jetzt schon die ersten Fights provoziert. Jedoch waren, wie sollte man es auch anders erwarten, nur Luschen unter den Wolfsburgern, die außer Sprüche nichts drauf hatten.
Ein Blick in die Augen des Bahnhof-Personals verriet, dass diese jetzt mit dem schlimmsten rechneten.
Die beiden Bullenten blieben weiterhin ruhig. Was sollten sie auch machen? Ihre Kollegen waren ja in Wolfsburg.
Die Lage beruhigte sich, bis der Zug eingenommen wurde.
Ausnahmesituation! Ein Schaffner kontrollierte grad das Klo, als er das Grauen schon auf sich zukommen sah. Circa 20 Hamburger nahmen das Abteil ein, begleitet von der neuen Abschlach-CD "Freunde". "Kniet nieder, ihr Bauern" schallte es regelmäßig aus dem stehenden Zug auf, zum Zug gehende Wolfsburger ein. Auf Gegenreaktionen stürzten ebenso regelmäßig 5-8 Hamburger raus, um den Mut der Wolfsburger auf die Probe zu stellen. Schneller weg, als man gucken kann...
Die Fahrt wurde nun zur Party.
Oberkörper frei, auf den Sitzen tanzend, jodelnd, hüpfend, rauchend, saufend. Auswärtsfahrt, wie sie sein muss.
In Wolfsburg begrüßte uns dann auch gleich die Staatsmacht, wie man sie in Wolfsburg kennt.
Das arroganteste Bullenpack Niedersachsens zusammen getrommelt wollte wieder einmal, innerhalb nicht mal eines Monats, uns den Tag versauen. Wer sang, bekam Platzverweise. Und so ging es dann weiter.
Bis es soweit kam, dass man im Schwitzkasten aufs Bahnhofsrevier gezerrt wurde, um anschließend mit Würgegriff dazu aufgefordert wurde, die Personalien raus zu geben. Warum? Weil man erstmal den Ausweis des Herren in grün sehen wollte.
Gute Nacht Deutschland!
Wenig später flogen am Stadion Bierflaschen und Dosen auf die Bullen, bevor die Wolfsburger Seite gestürmt werden sollte.
Was ich leider nicht mitbekam, da wir auf unsere Karten warten mussten.
Wie es nun weiter ging, ist auf www.cfhh.net zu lesen. Ich will da nicht weiter auf die restlichen Aktionen eingehen. Was da zu lesen ist, nennt man Zusammenhalt und man ist stolz drauf.
So verging der Samstag mit einem völlig eingeschneiten Ilsenburg und einem 1:1 im Dorf, nähe Fallersleben.

Allerdings holte mich der Alltag sehr schnell wieder ein und es durfte, wie ich es ja gerne mache, nachgedacht werden.
Hört denn dieser Scheiss nie auf? Ich habe keine Lust mehr drauf. Es macht krank!

PS: Fahrt mal nach Wolfsburg. Ihr wollt schnell wieder weg

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