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__viviAn

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adios amigos.

Liebe auf den ersten BlickDienstag 28.04.2009 06:10 PM

Wir stehen jetzt schon seit Stunden in dieser Küche des unbekannten Gastgebers. Die Rede ist von mir- Benni - und meinen beiden Freunden Meti und Alex, die mich auf diese HipHop-Sturmfrei-Party mitgeschleift haben. Wir passen hier überhaupt nicht rein. Die anderen Gäste wirken siel älter und selbstbewusster in ihren coolen HipHop-Klamotten, und keiner von ihnen scheint überhaupt Notiz von uns genommen zu haben. Mein Kumpel Ales läuft wie ein Tiger im Zoo auf und ab, Meti schaut auf den Boden und ich beobachte neidisch den Star des Abends, den bekannten ,,DJ P." und seine Crew. Wir geben schon eine ganz schöner Loser-Clique ab. Alex mit seiner hohen Stimme. Meti, der noch nie ein Mädchen geküsst hat. Und ich, der sich nicht traut, Girls anzusprechen. ,,Lass uns fahre", sagt Alex plötzlich, ,,der Abend ist gelaufen!" ,,Warscheinlich besser so!", antworte ich frustriert. Wir drängeln und in Richtung Tür und sind schon im Vorraum, als mein Name gerufen wird: ,,Benni?" Ich drehe mich um und blicke in die schönsten Husky-Augen, die ich jemals gesehen habe. Sie gehören einem wunderschönen Girl. Ihre blonden, verwuschelten Haare fallen ihr ins Gesicht und ihr freches Lächeln erzeugt zwei süße Grübchen auf ihren zarten Wangen. ,,Ich bin Susi!, stellt sich das Mädchen vor, streckt mir ihre Hand entgegen und meint: ,,Ich kenn dich übrigens schon!" Mir bleibt fast das Herz stehen, denn im selben Moment wird mir bewusst, dass die Leute, die um Susi herumstehen und mich kritisch betrachten, DJ P. und seine Kumpels sind. ,,J-j-jaaa, a-a-ach, wü-wü-wirklich, Anna?", frage ich stotternd zurück. ,,Ja!", sagt Susi, und zeigt mit den Fingern auf meinen Kumpel Alex und erklärt: ,,Auf der Party von dem da, vor einem Monat, habe ich dich gesehen. Ich heiße übrigens Susi, nicht Anna." Wie peinlich, habe ich sie gerade Anna genannt? ,,Oh, oh, äh, Entschuldigung, Sarah", stammle ich - schon wieder voll daneben! Mein zweiter Fehler wird mir erst bewusst, als sich die komplette DJ P.-Crew über mich kaputtlacht. ,,Sie heißt SUSI, du Spast", faucht mich Meti von der Seite an. Mein Kopf droht zu explodieren, so sehr schäme ich mich jetzt. Susi scheint das nicht zu stören, sie mustert mich lächelnd. ,,Sorry, ist heute nicht mein Tag", murmelte ich - mehr fällt mir nicht ein. Ich lasse Susi einfach stehen, öffne die Tür und gehe als Erster in die Dunkelheit. Schweigend folgen mir Alex und Meti. ,,Wir mussten los, damit wir die U-Bahn noch erwischen...", verteidige ich mich, obwohl niemand etwas gesagt hat. ,,Du bist echt ein Idiot!", antwortete Alex. Und damit hat er recht. Ich kann fast die ganze Nacht nicht schlafen. Meine Gedanken drehen sich um Susi, ihr Lächeln, ihr hübsches Gesicht, und ständig stell ich mir die Frage: Warum spricht mich so ein super Girl überhaupt an? Bin ich wirklich auf Alex' Party aufgefallen? Ich wälze mich in meinem Bett hin und her. mein Herz denkt immer wieder den selben Satz: ,,Ich muss dich wiedersehen, ich muss dir zeigen, wer ich wirklich bin." Die Erinnerung an Susi lässt meine Seele brennen und treibt mir tränen der Sehnsucht in die Augen. Ich muss ihre Telefonnummer herausfinden. Ich muss sie anrufen! Draußen bricht der neue Tag an. Es ist zwar erst sechs Uhr morgens, aber ich wähle trotzdem Alex' Nummer. ,,Spinnst du?", ächzt er verschlafen, ,,Weißt du, wie früh es ist? Was willst du denn, verdammt noch mal?" Als ich ihm erklärt habe, dass ich wegen Susi die ganze Nacht nicht geschlafen habe und möchte, dass er mir ihre Telefonnummer besorgt, lacht Alex schrill auf: ,,Vergiss es, du hast dich so blamiert, die will nicht mit dir reden, die hält dich für oberpeinlich!" ,,Bitte, Alex...", flehe ich ihn an, ,,du kennst als Einziger von uns die Gastgeberin und die hat bestimmt die Nummer." Eine gefühlte Ewigkeit später, am Nachmittag, kommt sein Rückruf. ,,Du wirst es nicht glauben aber ich habe sie für dich herausgefunden, war gar nicht so leicht!", posaunt mir ein stolzer Alex entgegen und erklärt: ,,Jetzt bist du dran, besorg mir die Nummer von Britney Spears!" ,,Haha, wirklich lustig, Alex", denke ich mir. Mein Herz schlägt wilde Purzelbäume vor Aufregung. Ich nehme meinen Mut zusammen, wähle Susus Nummer, lege aber beim ersten Tuten wieder auf. Was soll ich ihr denn sagen? Was ist, wenn mir wieder nichts einfällt und ich dann nur peinliche Sachen sage? Ich drücke auf die Wahlwiederholungs-Taste - da muss ich jetzt durch! Es tutet einmal, zweimal und von Tut zu Tut wächst meine Anspannung, bis ich den Telefohnhörer fast zerquetsche. Nach dem elften Verbindungston meldet sich endlich jemand, eine Männerstimme: ,,Kandinsky?" Natürlich habe ich nicht daran gedacht, dass jemand anders ans Telefon gehen könnte. Aufgeregt nuschle ich in den Hörer: ,,Ich würde gern mit SUsi sprechen, sie kennt mich, ich bin der Benni von gestern, bitte!" So ein Mist, schon wieder habe ich's voll verkackt, ich bin einfach zu nervös. Die Männerstimme sagt: ,,Aha. Soll ich Susi sagen, dass sie dich zurückruft? Sie kommt erst heute Abend wieder, ich bin ihr Bruder." Ich antwortete erleichtert mit einem ,,Ja" und lege schnell auf. Die Stunden vergehen, ich weiche nicht vom Telefon. Aber es klingelt nicht. Draußen ist es schon wieder dunkel geworden undich bezweifle, dass Susi noch anruft. Plötzlich durchzuckt es mich wie ein Stromschlag. Ich Idiot! Ich habe ihrem Bruder gar nicht meine Nummer gegeben! Ich schaue auf die Uhr, es ist schon fast zehn. Kann ich jetzt noch anrufen? So eine Nacht wie die letzte stehe ich nicht noch mal durch. Das ist doch verrückt, ich kenne dieses Mädchen gar nicht. Wie kann ich da solche Gefühle haben? Mein Herz sagt: Trau dich, sie ist es wert, sie ist etwas ganz Besonderes. Ich schließe meine Zimmertür, greife nach dem Telefon und wähle Susis Nummer. Nach nur einem Klingeln wird abgehoben. Und da ist sie wieder, die freche Stimmer von gestern: ,,Susi Kandinsky?" ,,Hi, ich bin's!", sage ich. ,,Wer - ich?", fragt Susi verunsichert. ,,Benni! Du hast doch gestern auf der Party noch gesagt, du kennst mich!" ,,Ach, du bist es!", antwortet Susi leicht arrogant, ,,Ich war mir nicht wirklich sicher, ob es dich wirklich gibt oder ob du nicht ein Geist bist - so schnell, wie du gestern verschwunden warst..." ,,Kann es sein das du gerade mit mir flirtest?", frage ich. ,,Da hätte mein Freund DJ P. sicher was dagegen...", antwortet sie. Mist! Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Was bin ich schon im Vergleich zum großem DJ P.? Die ganze Coolness, die gerade noch da war, verschwindet. Jeder Tropfen meines Muts rinnt langsam an mir herunter. ,,Entschuldigung, ich wusste ja nicht, dass...", stammle ich. Susi unterbricht mich: ,,Aber warscheinlich wäre ihm das sowieso egal, so wie ihm sonst auch alles egal ist..." ,,Wie meinst du das?", fragte ich. Susi klingt müde, als sie antwortet: ,,Er versteht mich überhaupt nicht. Er weiß nichts von mir." Es kommt mir so vor, als ob ich in diesem Moment der einzige Mensch auf der ganzen Welt bin, Susis Leuchten sehen kann. Der sie ganz uns gar versteht. Obwohl wir erst fünf Minuten sprechen, entfährt es mir: ,,Ich wünschte, ich könnte jetz bei dir sein, dann würde ich jede deiner verborgenen Tränen wegküssen." Ich flüsterte jetzt ins Telefon und dabei spüre ich, dass meine Augen feucht werden: ,,Ich habe deine Seele gestern Abend schon so intensiv gespürt, als würde ich dich schon immer kennen. Deshalb war ich auch so von der Rolle." Susi atmet tief ein. Wird sie jetzt auflegen? Was hab ich da nur gesagt, das klingt ja wie von einem totalen Psycho-Freak! Doch Susi erwidert: ,,Ich weiß, Benni, ich habe das gespürt und es ist noch viel schlimmer!" Was hat sie da eben gesagt? Ich traue meinen Ohren nicht! ,,Benni, ich verstehe, wenn du jetzt gleich auflegst - aber ich liebe dich! Das klingt total verrückt, aber ich habe den ganzen Tag an dich denken müssen und befürchtet, dass wir uns nie wieder sehen!" Es bricht aus mich heraus: ,,Susi, ich fühle genauso! Den ganzen Tag habe ich mich an deinen Geruch erinnert, an dein Lächeln, jede Pore deines Gesichts! Ich habe mir vorgestellt, wie es sich anfühlt, dich zu küssen, zu berühren, und es gibt nichts auf der Welt, was ich mir mehr wünsche. Meine Seele liebt dich jetzt schon so stark, dass ich sterben möchte, wenn ich dich nicht mehr sehen darf." ,,Es gab noch nie einen Jungen, der mich so erregt hat wie du...", flüsterte Susi. Während die das sagt, spüre ich, wie meine Leidenschaft zu kochen beginnt. Sekündlich verdoppelt sie sich, wird immer stärker. ,,Benni, ich berühre mich", durchbricht Susi meinen Gedanken, ,,Ich kann nicht anders, ich muss mich ausziehen." Ich stelle mir vor, wie sie ihr Top über den Kopf streift und ihre süßen Brüste, die ich gestern nur erahnen konnte, vollkommen entblößt. Meine Erregung wird immer stärker. Es ist, als wäre Susi hier bei mir, ich kann sie in diesem Moment wirklich riechen. Ihr süßes Parfum mit einer kleinen Note ihres Eigengeruchs bringt mich um den Verstand. ,,Du bist eine Göttin!", stöhnr ich in den Hörer. Ich kann sie durchs Telefon atmen hören und stelle mir vor, ihren Atem an meiner Haut zu spüren. ,,Ich berühre mich auch", hauche ich in den Hörer, ,,ich möchte jeden Zentimeter deiner schönen, weißen Haut erforchen und küssen." Susi stöhnt auf. ,,Ich bin jetzt ganz nackt...", flüstert sie zart. Meine Lust erfüllt sich ganz und gar, macht mich zu einem Teil von ihr. Ich habe es nicht gemerkt, aber mittlerweile liege auch ich nackt da. ,,Wenn ich mich berühren. fühlt es sich an, als ob du in mir wärst." Susi stöhnt diesen Satz beinahe, ,,und meine Brustwarzen sind so hart, als ob du sie gerade sanft mit deinem Mund berühren würdest." Wir liebkosen, küssen und streicheln uns in unserer Fantasie. Mal sitzt sie auf mir, mal liegen wir in unserer Vorstellung nebeneinander und ich streichle ihr zart mit einer Feder über den Körper. Als wir gemeinsam kommen, schluchzt Susi vor Sehnsucht und auch mir läuft eine Träne der Bedingungslosigkeit über die Wange. Minutenlang liegen wir schweigend da. ,,Ich will nicht auflegen!", flüsterte Susi schließlich. ,,Ich auch nicht!", erwidere ich. ,,Benni, kannst du mir versprechen, nicht aufzulegen, wenn ich einschlafe?", Susis Stimme wirkt fast bettelnd. ,,Ich kann mir nichts Schöneres vorstellen...", flüsterte ich ins Telefon und lege den Hörer so neben mich, dass er an meinem Ohr liegen bleibt. Wenig später sind wir beide eingeschlafen.

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