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.Mittwoch 16.09.2009 06:15 PM

Alles ist weich und wir schwimmen nebeneinander, hören die anderen ein ganzes Stück weit hinter uns lachen, die Geräusche des Wassers sind schön. Ich muss tief seufzen, so gut fühle ich mich, gut, und das Meer ist so riesig und weit und wir sind drin, schwimmen einfach weiter geradeaus, Richtung Horizont,wo das Meer so schön glitzert und die Sonne mir warm ins Gesicht brennt. Bei jedem Zug kühlt das Wasser mich ab, das salzige Wasser, das gut tut und viele Meter tief reicht, nur Angst haben darf man hier nicht. Die erste will ich auch nicht sein die umkehrt, wir schwimmen immer noch nebeneinander her.''Weiter?'', frage ich, weil ich nicht genug davon haben kann, hier draußen zu sein, man ist ganz für sich, keiner kommt und holt einen ein. Sie guckt nur und sagt:''Schwimmen wir wieder zurück, ja? Es ist noch ein ganzes Stück und zwischendurch festhalten kann man sich nicht.'' Ich protestiere nicht. Ehrlich gesagt merke ich auch, wie meine Züge langsamer werden. Zurück spürt man die Strömung noch mehr. Fast kommt es mir vor, als kämen wir nicht von der Stelle. Vielleicht zieht das Meer uns auch raus. Bis zum Strand ist es weit. Man sieht ihn nicht. Hört nur was. ''Schwimm!'', ruft sie.''Oder schaffst du es nicht?'' ''Doch, doch!'' Ich lache. Dabei bin ich nicht mehr ganz frisch. Und irgendwie braucht man jetzt die doppelte Kraft. Hoffentlich reicht sie noch bis wir an Land sind. Wenn die Strömung nur nicht so stark und weniger anstrengend wäre, würde ich es fast schön finden, aber die Arme sind schon ganz schwer, die Beine, und ich will lieber nicht daran denken, was man macht, wenn man nicht mehr kann. Die Angst ist wahrscheinlich das Schlimmste. Wenn sie erst kommt und man nicht mehr weiß, wie man es schaffen soll.

Wasser! Nur Wasser um mich. Hilfe! Wie schwach meine Stimme ist, gegen das Meer kommt sie nicht an, das stark ist, stark. Und ich bin ganz klein. Schwimmen, nur nicht aufhören damit, auch wenn das Wasser mich zieht, es verschluckt mich ja noch. Das Wasser zieht an mir und die Wellen schwappen mir ins Gesicht. Dabei muss ich nur schwimmen, dann passiert mir nichts und weit hinten ist Land. Ich habe noch Kraft, weil ich mein Leben behalten will, es gehört mir doch. Nur nicht weinen. Das Meer zieht mich weg, schaukelt und schwappt. Ich schwimme. Und schwimme. Der Meeresgrund ist tief unter mir, ich will nicht hin und für immer da unten liegen. Wie weit weg das Land immer noch ist. Sie werden mich doch vermissen und meine Stimme nicht hören, nie mehr, wenn ich es nicht schaffe. Niemand weiß, was mit mir ist, wenn man tot ist, schweigt man für immer. Ich schwimme, schlucke, verschlucke mich, huste.Wie ein Hund strampele ich und fühle, wie die Kraft mich verlässt und ich nun doch weinen muss.

Doch auf einmal wird alles weich und einfach.

Irgendwann liege ich da, fühle meine Brust, die auf und ab geht, fester Boden ist unter mir, der mich hält und nicht schwankt. Alles an mir ist nass und so kalt. Ich bin da.

Wellen über mir greifen nach uns voller Gier.

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