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Albträume (2)Sonntag 15.05.2011 12:54 PM

Der Wald zu beiden Seiten der Straße ist dunkel.
Geflüster im Schatten. Ein Ast bricht knackend.
Ich bleibe stehen, seh mich um, aber das ist nur die
Dunkelheit die die Welt gefangen hält.
War das ein Schatten? Da zwischen den Bäumen? ..
Ich habe das Gefühl beobachtet zu werden aber..
da ist doch nichts..
Angst. Ich habe Angst.
Ich laufe weiter. Wohin? Ich weiß es nicht.
Es ist mir egal, nur weg von hier.
Weißt Du noch? Es war mir egal wohin ich lief, weil ich
wusste es ist egal solange Du bei mir bist..
Aber Du bist nicht da.
Wieso? ..

Weiß nicht wo ich bin, fühle mich klein und allein.
Die Zweige streichen mit ihren dünnen Fingern über mein Gesicht
als ich mich zwischen die eng stehenden Bäume hocke.
Lehne mich an den Stamm, eng zusammengekauert.
Kalt. Mir ist so kalt.
Ich zittere.
Ich wünsche mir Du könntest hier sein.
Bei Dir war mir nie kalt.
Aber Du bist nicht hier..
Würdest Du kommen wenn Du wüsstest wo ich bin?
.. ich weiß es nicht.
Tränen auf meinem Gesicht. Schmerz in meinem Herzen.
Was ist passiert das ich jetzt hier allein in der Dunkelheit
sitze? .. der Dunkelheit vor der ich mich schon immer
gefürchtet habe..
...
...
Die Scheinwerfer blenden mich.
Ich weiß nicht wie ich
hierhin gekommen bin. Ich bin
gelaufen, weit gelaufen..
Mit der Angst im Herzen.
"Steig ein, ich bring Dich nach
Hause."
Die Frau hat eine angenehmen
Stimme.. etwas ängstlich oder
verwirrt aber es beruhigt
zu wissen nicht allein zu sein..
..nicht ganz ..
Im Auto ist es warm. Ich sehe
aus dem Fenster in den
dunklen Wald dem ich entkommen
bin. Und erst jetzt spüre ich
den brennenden Schmerz der
durch meine Beine rennt.
Blut.
Meine Beine sind voller Blut.
Die Dornen haben die Haut
aufgerissen.
Meine Arme sind zerkratzt.
Mein ganzer Körper tut weh,
wie weit bin ich gelaufen?
Ich weiß es nicht, will
es nicht wissen..
Bald bin ich zu Hause..

Ich drehe mich zu der Frau,
will mich bei ihr bedanken,
aber sie ist nicht da..
auf dem Fahrersitz sitzt
Du...
Du siehst mich an.
Regunslos. Kalt.
Mein Herz setzt einen
Moment lang aus.
Dann drehst Du Dich um und gehst weg ..
und ich sehe mich allein auf dem Hügel sitzen
auf dem ich Dich
das letzte mal gesehen habe..
Schmerz
Ich wache auf. Es ist dunkel,
die Nacht noch nicht vorbei.
es war bloß ein Traum,
bloß ein Traum
Sophie..
Doch das schmerzhafte Brennen das
ich anstelle meiner Beine spüre
zeigt mir, das in jedem Traum
auch Wahrheit steckt..
Wenn ich weine, dann nicht wegen den Verletzungen die
jeden Tag von den Leuten begafft werden
nein, ich weine weil die Verletzung in meinem Herzen
so unbeschreiblich groß ist..


"Ich habe Angst einzuschlafen. Angst vor den Albträumen
die jede Nacht kommen"

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