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Albträume (1)Sonntag 15.05.2011 12:21 PM

Ich lieg unter der Decke, hab die Welt nach draußen gesperrt.
Schließ die Augen und will vergessen, nur für einen Moment
vergessen was passiert ist.
Der leise Hauch des Windes streicht durch das
lange Graß zu beiden Seiten des Weges.
Ich bleibe stehen. Weiß nicht wo ich bin,
wie ich hierher gekommen bin.
Ich will nach Hause. Dort unten ist ein Haus.
Ein Hund schlägt an, ein Mann erscheint am Fenster
und schreit ihn an.
Angst. Ich hab Angst.
Ganz flach lege ich mich auf den Feldweg, sie sollen
mich nicht sehen und schließe die Augen.
Das bellen und rufen verklingt.. Sind sie weg?
Vorsichtig stehe ich auf, sehe mich um. Kein Hund
kein Mensch in Sicht. Aber eine Straße auf der anderen Seite
des Tals. Ich laufe los. Über die Wiese den Hang hinunter.
Plötzlich ist es wieder da.
Hundegebell.
Das wütende, betrunkene Rufen des Mannes.
Angst. Ich habe Angst.
Sehe nach hinten. Die Hunde sind frei.
Sie kommen rasch näher, knurrend und bellend.
Ich renne schneller, so schnell ich kann. Hinter mir
der schnelle Rythmus ihrer Pfoten auf dem Boden.
Will mich nicht unmdrehen, nicht sehen wie sie die Zähne fletschen..
Die Wiese endet. Ich springe die Böschung hinab, lande
in einem Bach, das Wasser spritzt. Schnell auf die andere Seite.
Dornengebüsch. Ich bleibe stehen.
Die Hunde stehen bellend am Wasser.
Werden sie kommen?
Ich hab Angst, schließe kurz die Augen und wünsche mir,
dass Du hier bist, mir hilfst. Doch als ich sie wieder öffne,
...bin ich allein. Die Hunde knurrend am anderen Ufer.
Die Stimme wird lauter. Er kommt.. Wird er die Hunde
weiter auf mich hetzen?
Ich warte nicht. Drehe mich um. Renne los.
Ich bin langsam. Dornen reißen an meiner Kleidung
und greifen mit spitzen Fingern nach meinem Haar..
Eine Ranke verfängt sich um mein Bein, ich stolpere, falle.
Blut. Doch es kümmert mich nicht.
Die Angst treibt mich weiter, Tränen verschleiern meine Sicht.
Mein Ärmel bleibt hängen. "Bitte nicht". Ich reiße,
komme frei. Stolpere weiter..
Die Straße ist erreicht. Ich bleibe stehen, atme durch..
Als ich zurücksehe, kommt der Mann gerade bei seinen
Hunden an. Er sieht mich an, schreit etwas.
Die Hunde sprigen durch den Bach!
Weg hier! Ich Renne los, in welche Richtung der Straße
weiß ich nicht. Hauptsache weg.
Meine Schritte knallen laut auf den Boden, hallen durch den Wald.
Ich kann nicht mehr.. keine Kraft.. wie lange laufe ich?
Sind sie noch hinter mir her? Ich dreh mich um.
Niemand da..
Ich bleibe stehen, atme durch.. meine Lunge brennt wie Feuer.

Und dann... ist es still.
Sehr still..
Ich höre nur meinen eigenen lauten Atem und das rasende
klopfen meines Herzens..
Es ist dunkel geworden.. Ich habe Angst.

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