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Hirntot RecordsMontag 19.04.2010 02:55 AM

Sämtliche Interpreten des Labels bedienen sich gewalttätiger Texte, die von Splatterfilmen beeinflusst wurden. Auf den Alben wird meist der Bezug zu Horrorfilmen hergestellt. Auch wird oft der Schusswaffengebrauch verherrlicht.....
Am Donnerstag, dem 5. Juli 2007 wurden drei Wohnungen in Düsseldorf, Köln und Berlin durchsucht. Die Wohnungen sollen den Betreibern des Labels gehören. Hintergrund war eine Morddrohung an die Politikerin Monika Griefahn, die wiederholt Texte deutscher Rapper kritisiert hatte[1], und die Veröffentlichung der CD 1. Mai EP: Steinschlag, auf dem zur Gewalt gegen Polizisten aufgerufen werde. Auf einem Song hatten die Rapper Griefahn beleidigt und mit dem Tode gedroht. Die Polizei beschlagnahmte mehrere Waffen und diverse Tonträger des Labels. Unter den Waffen befand sich unter anderem eine Luger M-11 und eine AK-47 mit verschlossenem Lauf. Auch etwa 200 Gewehrpatronen wurden von den Beamten sichergestellt. Der AK-47 hatten Uzi und Blokkmonsta das Lied „Meine AK“ gewidmet. [2] 3sat berichtete in der Kulturzeit über Hirntot Records. Der zuständige Staatsanwalt bezeichnete das Label als gefährlich und sprach von einer neuen Qualität, was die Geschmacklosigkeit und Gewalttätigkeit der Texte angehe. [3] Bereits im Vorfeld berichteten Fernsehsendungen, unter anderem Focus TV, über das Label.

Hirntot Records veröffentlichten eine Stellungnahme, in der sie bekannt gaben, dass es sich um die Privatwohnungen von Blokkmonsta, Uzi und Schwartz handelte. Um das laufende Gerichtsverfahren nicht zu gefährden, machen sie keine weiteren Angaben zur Sache. In der weiteren Stellungnahme zur Berichterstattung in der Presse weisen sie den Vorwurf, dass die Band durch das Gewaltpotential ihrer Musik „für die rechte Szene“ interessant sei, von sich. Des Weiteren erwarten sie eine „keine wohlwollende“, aber eine faire Berichterstattung der Presse. [4]

Zwischenzeitlich wurde die CD 1. Mai EP: Steinschlag von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert (Liste B) und nach § 131 StGB von dem Amtsgericht Tiergarten bundesweit beschlagnahmt. Ebenfalls beschlagnahmt wurde der Track „Meine AK“ und das Promo-Video zu Schlachthof, welches von den Medien als das „Meine AK-47-Video“ bezeichnet wurde. Die Leiterin der BPjM stellte Strafanzeige gegen Uzi, da dieser in dem Freetrack „Fick die BPJM“ zu Gewalttaten gegenüber Ihr und der Behörde aufgerufen habe.[5]

In der Anklageschrift wirft die Staatsanwaltschaft den Beschuldigten Schwartz, Blokkmonsta und Uzi Verstoß gegen §111 (Öffentliche Aufforderung zu Straftaten), §126 (Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten), §131 (Gewaltdarstellung), §185 (Beleidigung), §241 (Bedrohung) und §130 StGB (Volksverhetzung) vor. [6] Die Angeklagten sind die ersten Musiker einer Subkultur außerhalb des Rechtsrocks, die sich mit einer Anklage wegen Volksverhetzung konfrontiert sehen. [7]

Bei einer erneuten Hausdurchsuchung wurden am 9. Juni 2008, gegen 6:00 Uhr, durch unter anderem Einsatzkräfte des SEK, auf Grund eines Beschlusses durch das Amtsgericht Tiergarten, folgende CDs beschlagnahmt: Uzi, Blokkmonsta & SDBY - In drei Teufels Namen 1 und 2 (CD 1 und 2) , sowie Hirntot Records - Greatest Hits.[8]

Am 10. Juni 2008 wurden 3 Mitglieder des Labels vom Amtsgericht Tiergarten verurteilt. Das Gericht sprach die Angeklagten der Gewaltdarstellung, Volksverhetzung, Beleidigung und der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten für schuldig. Der 24-Jährige Tomasz M. alias Uzi erhielt eine sechsmonatige Bewährungsstrafe nach Jugendstrafrecht und muss zudem an einem Antigewaltseminar teilnehmen und 40 gemeinnützige Arbeitsstunden leisten.

Der 24-jährige Björn D. alias Blokkmonsta wurde zu zehn Monaten Haft auf Bewährung verurteilt, als Produzent des Labels muss er 2000 Euro Geldbuße zahlen. Der Prozess ergab, dass der 24-jährige Produzent mit einem weiteren Ermittlungsverfahren rechnen muss. Seine Wohnung wurde am Vortag der Gerichtsverhandlung durchsucht. Dabei wurden einschlägige CDs beschlagnahmt. Der 26-jähriger Raphael B. alias Schwartz kam mit einer Geldstrafe in Höhe von 1350 Euro davon. Er war nur an einem von insgesamt drei der inkriminierten Songs beteiligt gewesen. In dem Urteil hieß es: „Diese Art von Musik sei Futter für Amokläufer die in ihren Gewaltfantasien angestachelt werden.“ [9]

Im Dezember 2009 wurde das Label erneut durchsucht. Betroffen war auch der Versandhandel Distributionz, der Tonträger des Versandhandels im Angebot hatte. Anlass der Hausdurchsuchung war eine Beschlagnahme des Albums Friss oder stirb von Blokkmonsta und Schwartz. Das Album wurde wegen „Gewaltverherrlichung und Volksverhetzung“ eingezogen.


so ein schwachsinn!



so is das ;-)

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