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Yuku

Yuku

inaktiv. ♥

Leere.Montag 29.03.2010 07:16 PM



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Leere. Es ist viel zu leer ohne dich.
Es bleibt so viel Platz für Gedanken.
Für Gedanken, die ich nicht sortiere.
Die ich nicht vorhabe zu sortieren.
Die du aber lesen darfst. Die ich dir zu lesen geben möchte.
Ob du es tust, ist deine freie Entscheidung.
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Es ist schwer zu reden, wenn einem die Worte fehlen.
Es ist schwer nicht zu urteilen.
Mich selbst zu verurteilen ist leicht.

Dich verurteilen ist schwer.

Ist der Schmerz Schmerz, weil er böswillig ist?
Ich glaube nicht.
Ich glaube, Schmerz ist nicht bösartig.
Schmerz ist Schutz.
Schmerz lässt uns lernen... zumindest versucht er es.

Wenn man ins Leben stürzt, dann lässt es sich nicht verhindern, dass man fällt.
Dass man sich vermutlich derartig aufmauelt,
dass einem die Milchzähne spätestens in der 3. Klasse rausfallen
und man macht trotzdem einen Schritt nach vorn.

Eine Hand zögerlich zu ergreifen, wenn sie eng am Besitzer liegt...
Ist das leichter, als wenn sie dir entgegen gestreckt wird?
Ich weiß es nicht.

Eine Hand zu ergreifen, die einem entzogen wird, das ist schwer.
Schmerzen nicht zu verurteilen ist schwer.
Mich selbst nicht zu verurteilen ist schwer.

Bin ich selbst der Schmerz?

Rührt uns die Angst zu Tränen...?
Ist es der Schmerz. Der Schmerz an den Gedanken, was geschehen wird? Was geschehen kann?
Dass man Angst hat.
Tut das weh? Tut es weh Angst zu haben?
Oder hat man Angst davor Schmerzen zu haben?

Ich denke, die Angst ist größer.
Die Angst verführt dich zu Dingen, die du nicht tust.
Die du selbst nie tuen würdest.
Die Angst davor, dein Leben zu beschweren.
Mit meinen eigenen Gedanken.
Beginnt man zu lügen, wenn man etwas verhindern will?
Ich denke schon.
Man tut etwas, weil man etwas Schmerzhaftes zu verhindern glaubt...
Aber im Grunde, ist das Mittel noch schlimmer.
Ob es wirklich schmerzhaft ist, was man versucht abzulenken...
Das weiß man nicht sicher, dass wird man nie erfahren.
Aber man weiß ganz genau, dass das Mittel zum Abwenden das Schlimmste von allen ist.

Lügt man jemanden an, weil man glaubt ihn so zu schützen...?
Ich habe es gemacht.
Vielleicht auch, um mich selbst zu schützen. Vor der Angst.
Vor dem, was gekommen wäre. Dabei kannte ich es nicht.
Angst davor, dir zu missfallen. Angst davor, Dinge zu tun, die du nicht willst. Angst davor, dir das Leben schwer zu machen. Angst davor, dass es dir schlecht geht.
Doch durch die Lügen... wird nichts gut.
Ganz und gar nicht.

Das wissen wir beide.
Und ich hab es ständig getan. Weil ich mich dazu verpflichtet fühlte.
Weil ich glaubte, zu wissen, dass ich etwas weitaus schlimmeres abwende... Ob ich das geschafft habe.
Ich zweifle daran.
Wir hätten diese Dinge sicher durchgestanden und nun muss ich darum bangen, dass ich jemals wieder die Chance habe, diese Hand ergreifen zu können. Wenn sie mir entgegengestreckt wird.

Zeit.
Lass sie dir.
Nimm dir so viel Zeit du brauchst.
Diese kann dir keiner nehmen.
Es wird Zeit, dass ich Geduld zeige.
Zeige, dass ich ehrlich sein will.
Dass ich ehrlich war. Weil es seltsam ist, das zu behaupten, wenn man nicht die Wahrheit erzählt hat.

Verzeihen.
Ist ein großer Schritt.
Mit großem Herzen. Es ist schwer.
Aber ich weiß, dass man es kann.
Wenn man sich selbst einen Ruck gibt.
Wenn man verzeihen will. Wenn man daran glaubt.
An sich selbst glaubt.
Um anderen verzeihen zu können, muss man sich selbst verzeihen können... und manchmal ist das viel, viel schwieriger.
Dann verzeiht dir auch ein anderer.

Liebe.
Ist es nicht auffällig, dass es nur dieses eine Wort dafür gibt...?
Obwohl wir meinen, es so variabel abzustufen.
Wir tun so, als ob.
Aber im Grunde ist dieser eine Begriff das gleiche.
Immer und immer wieder.
Man liebt einen Freund, mit der selben Liebe, wie jemanden Geliebtes.
Man liebt seine Familie mit der selben Liebe.
Man liebt sich selbst, mit dieser einen Liebe.
Vielleicht ist es eine Frage,
was wir wahrnehmen... oder was wir wahrnehmen wollen.
Aber ich glaube, dass es nur dieses eine Wort dafür gibt, weil es immer das gleiche Gefühl bleiben wird und ist.
Auch wenn es uns anders vorkommt.

Liebt man sich selbst, wird man geliebt.
Oder anders: Warum sollte jemand anders dich lieben, wenn du dich nicht einmal selbst magst?
Sich selbst zu lieben hat nichts mit Selbstliebe oder Hochmut zu tun.
Und selbst Stolz darf sich jeder erlauben.
Wenn er mit sich zufrieden ist. Wenn er mit bestem Gewissen behaupten kann, der zu sein, der er sein will.

Wir formen uns doch selbst.
Wir formen unser Leben, unsere Wünsche, unsere Träume.
Wir mache das alles selbst.
Wir suchen uns die Herausforderungen.
Die Dinge, an denen wir scheitern. Die Dinge, die uns brechen.
Weil wir an ihnen und mit ihnen wachsen.
Weil wir wieder aufstehen.
Weil wir es versuchen sollten.


Streck mir die Hand entgegen, wenn du glaubst, dass du es kannst.
Wenn du dich traust.
Wenn du dir traust.
Wenn du deinem Leben traust und an uns glaubst.
Wenn du mir glaubst, dass man fällt um wieder aufzustehen.
Ich reiche dir meine Hand.
Jederzeit.
Weil ich mit dir zusammen fallen möchte.
Weil ich mit dir zusammen wieder aufstehen möchte.
Weil man ein Leben nie allein ist.
Weil ich mit dir in meinem Leben sein will.
Weil man sich keine andere beste Freundin wünschen kann.
Weil ich mein Leben liebe, weil du ein Teil davon bist.

Ich liebe mein Leben.
Obwohl es gemein zu mir ist.
Obwohl es mich zu heulen und schreien bringt.
Auch wenn es mir zeitweilen Weis machen will,
dass es nicht lebenswert ist.
Dass ich kein guter Mensch bin und es viel zu viele wunderbare Menschen in meinem Leben gibt.
Ich liebe mein Leben, weil es mich fordert.
Weil du darin vorkommst.
Weil ich es forme und weil ich es lebe.

Es ist richtig, die Wahrheit zu sagen.
Es ist falsch, solange damit zu warten.
Es tut mir Leid.


Ich glaube, ich würde beginnen mein Leben zu hassen,
wenn du fort gehst.
Ich glaube an dich.
Und ich glaube an uns.
Ich weiß, dass wir Wir bleiben.
Dass dieses Wir bleibt.
Ich liebe dich, Freundschaft.

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