IRC-Galerie

Wuap_Wuap

Wuap_Wuap

http://www.youtube.com/watch?v=UGIi3QxlyJ8&feature=related // Ich liebe dich <3

Sylwanin Teil 2Samstag 19.06.2010 02:33 AM

In blindem Hass sprang Sylwanin auf und wollte Grace die Atemmaske vom Gesicht reißen. Sie wusste: Ohne ihre Exopacks konnten die Menschen auf Pandora nicht überleben.
Obwohl Sylwanin noch fast ein Kind war brauchte es drei Männer um sie davon abzuhalten Grace zu töten. Denn selbst ein Na’vi Kind ist einem Menschen körperlich weit überlegen.
Als die Männer das zappelnde Mädchen zu dritt festhielten versuchte Grace sie zu beruhigen: „Du kannst wieder zurück zu deinem Clan wenn du willst! Beruhig dich, wenn du ausrastest machst du alles noch schlimmer Sylwanin!“
Doch für solche Worte war es lange zu spät. In Sylwanin brannte ein glühender Hass, genährt von der Grausamkeit der Menschen.
Sylwanin schüttelte erst den Kopf.
Sie schrie auf Na’vi, denn die Menschensprache war unter ihrer Würde:„Nein! Ich kann zwar zurück, aber was ist mit den anderen? Sollen wir etwa für immer in der Knechtschaft der Himmelsmenschen leben? Wenn dies unser Schicksal ist, so sterbe ich lieber!“
„Sag das nicht Sylwanin!“, antwortete Grace, nun auch auf Na’vi, „die anderen können doch auch zurück.
„Lieber sterbe ich!“, wiederholte Sylwanin mit ernster Stimme, „Ihr werdet unser Land stehlen, unsere Flüsse vergiften und unsere Kinder verderben bis sie sind wie ihr! Es gibt kein Zurück für uns!“
Sie brachte noch einmal alle Kraft auf, riss sich von den Männern los und rannte auf den Ausgang der Schule zu.
Neytiri stellte sich ihr in den Weg. „Wo willst du hin Schwester? Beruhige dich, Grace will uns bloß helfen!“, redete Neytiri beruhigend auf ihre Schwester ein, doch sie sah Neytiri nur enttäuscht an.
„Verstehst du nicht Schwester? Kein Mensch kann uns helfen! Sie werden uns vernichten! Halte du mich nicht auf Neytiri!“, zischte sie wütend und mit angelegten Ohren.
Neytiri wich zurück. Sie wich entsetzt zurück vor der jungen wütenden Frau, die aus ihrer süßen kleinen Schwester geworden war. Sie wich vor all der Bitterkeit und der Trauer zurück. Und sie ließ Sylwanin gehen. Niemand hielt das Mädchen zurück.
Sylwanin rannte. Im Rennen warf sie die Menschenkleider fort und schwor Rache für die unterdrückten Kinder in der Schule. Sie rannte und rannte bis sie den Heimatbaum der Omaticaya erreichte.
Einigen jungen Kriegern erzählte sie was in der Schule geschehen war und auch diese wurden wütend. Der Schmerz und der Hass in den Augen des Mädchens verstörte sie und sie fragten sich wer ihr das angetan hatte. Sie stimmten ihr sofort zu als sie vorschlug gegen die Himmelsmenschen zu kämpfen, damit sie den Wald nicht mehr abholzen konnten.
Ohne sich mit ihren Eltern abzusprechen beschlossen Sylwanin und die jungen Jäger in die Siedlung der Himmelsmenschen zu gehen und die Maschinen zu zerstören, mit denen sie den Wald rodeten und die Erde aufrissen.
Schon einen Tag später erschien Sylwanin und die anderen Jäger am Zaun zu Hells Gate, der Menschenstadt. Auf ihren Gesichtern glänzten die Farben des Krieges, in ihren Fäusten hielten sie Dolche und auf ihren Rücken hatten sie starke Bögen geschnallt. Die Spitzen der Pfeile waren in tödliches Nervengift getaucht.
Hinter dem Zaun, verborgen im Dickicht warteten Sylwanin und ihre Krieger auf die Wachablösung der Soldaten. Als die Wache verschwunden war und die Ablösung noch nicht da war, sprangen die Krieger über den Zaun und rannten auf den nächstbesten Bulldozer zu. Nun kam Sylwanin zu Gute, was sie in der Schule über die Maschinen der Himmelsmenschen gelernt hatte. Sie wies die anderen Jäger an das Benzin aus einem Treibstofflager auf dem geparkten Bulldozer zu verteilen. Dann stieß Sylwanin einen Kriegsschrei aus und schoss einen Brandpfeil auf den Bulldozer.
Innerhalb von Sekunden stand das Fahrzeug lichterloh in Flammen. Alarm wurden ausgelöst, Menschen rannten schreiend umher und Mariens brüllten Befehle.
Die Krieger waren gerade dabei einen zweiten Bullzozer mit Benzin zu überschütten als einer der Soldaten sie entdeckte und eine Tränengasgranate warf.
Noch einige Zeit verteidigten sich Sylwanin und ihre Krieger, doch schließlich unterlagen sie der Übermacht. Die Na’vi wurden gefangen genommen, in Hanschellen gelegt und mussten sich in die Schusslinie der Mariens stellen.
„Wer ist euer Anführer?“, fragte der Offizier der Soldaten.
Sylwanin trat vor und sagte mit fester Stimme: „Ich, bin es!“
Als die Soldaten weitere Fragen stellten weigerte sie sich zu sprechen.
Die Mariens wurden wütend, brüllten herum, riefen ihre Vorgesetzten her und berieten sich ratlos.
Schließlich wurde Sylwanin zum Schulgebäude hin abgeführt und die anderen Jäger jagte man zurück in den Wald.
An diesem Vormittag würde Neytiri ihre Schwester zum letzten mal sehen.
Sie sah wie einige Soldaten Sylwanin zur Schule führten. Ihre Hände waren gefesselt, ihre Wächter trugen Maschinengewehre.
Erschrocken rannte Neytiri zu ihrer Schwester doch die Mariens stießen sie grob zurück.
Sylwanins Augen waren stumpf. Sie wirkte seltsam teilnahmslos. Blut, Schweiß und die Farben der Kriegsbemalung hatten sich auf ihrer Haut vermischt. Tränenspuren glänzten im Licht des jungen Tages auf ihren Wangen.
Sylwanin wurde an den Türpfosten der Schule gestellt, mit dem Rücken zu den Soldaten. Einer der Himmelsmenschen schrie, sie solle die Hände an den Hinterkopf legen und sich nicht bewegen. Sie zuckte zusammen und gehorchte, obsie ahnte was sie erwartete?
Die Mariens luden ihre Maschiengewehre. Neytiri schrie auf, aber da brach Sylwanin schon getroffen zusammen. Die zweite Tochter des Eytukan starb im Hagel des Maschinengewehrfeuers. Als Märtyrerin für Eywa...

Einige Tage später wurden weitere Na’vi erschossen, die an dem Brandanschlag beteiligt waren. Mit einem Schlag verschlechterten sich die Beziehungen zwischen Menschen und Na’vi. Die Tipani kündigten alle Bündnisse zu den Himmelsmenschen und fortan wurden häufig Soldatenkonvois in den Wäldern vermisst. Der Tod kam von oben. Giftige Pfeile waren die Rache der Na’vi.
Eines Tages wachte Grace in ihrem Avatarkörper auf und ging in die Schule, doch keiner der Schüler war da. Die Kinder waren wieder bei ihren Clans und Krieg lag in der Luft. Die Schule wurde geschlossen....

Du bist noch kein Mitglied?

Jetzt kostenlos mitmachen!

Als registrierter Nutzer könntest du...

...Kommentare schreiben und lesen, was andere User geschrieben haben.