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Das Groß-Fuß-MonsterFreitag 16.09.2011 12:33 AM

Das Groß-Fuß-Monster versteckte sich.
Das war sein Job, wie es der Job aller Monster war. Dadurch verdienten sie sich ihr Fressen und das Verstecken machte ihnen Spaß.
Darüber unterhielten sie sich und darüber lachten sie.
Sie verbringen die meiste Zeit damit, sich zu verstecken, um die Kinder dann nachts zu erschrecken und ihnen Albträume zu bereiten.
Tagsüber schmiedeten sie Pläne, erzählten sich die Erfolge und nachts lehrten sie den Kleinen das Fürchten. Sie waren der Grund, warum Eltern ihre Kinder nicht ernst nahmen, da die Väter vergeblich die Zimmer durchsuchten.
Also versteckte sich das Groß-Fuß-Monster in Hannas Zimmer. Es war Abend, es dämmerte und es war Zeit sich ein Plätzchen zu suchen. Es versteckte sich im Schrank und obwohl dieser sehr groß war, klappte es nicht.
(Bild: Großer Schrank, einen Spalt geöffnet, Füße des Monsters ragen heraus)
Die Füße des Groß-Fuß-Monsters passten nicht hinein. „Ärgerlich! Ärgerlich!“, schnaubte es, schüttelte sein blaues Fell und schniefte mit seiner großen Schweinenase. Seine großen, löffelartigen Ohren steckte er zuerst aus dem Schrank, als er mit seinen Krallenfingern dessen Türen öffnete.
(Bild: geöffneter Schrank, Monster kommt heraus)
„Da muss ich mir etwas Anderes einfallen lassen“, murmelte es, aber das Monster wusste, dass das schwierig werden würde. Wie jeden Abend schüttelte es traurig den Kopf, viele Erfolge konnte er den anderen Monstern nicht erzählen und so verspotteten sie ihn.
Einmal versuchte es sich unter einem Bett zu verstecken, doch seine Füße lugten darunter hervor.
(Bild: seitliches Bett; große Füße, welche darunter hervorlugen)
Als das kleine Mädchen ihn dann sah, erschreckte es sich nicht, sondern lachte ihn aus.
(Bild: schräg vorne ein lachendes, zeigendes Mädchen; schräg hinten dasselbe Bett, vorne große Füße, hinten missmutiges Gesicht des Monsters)
„Ich hasse meine Füße!“, fluchte das Monster, es war ganz betrübt.
Als Hanna nun mit ihrem Teddy im Arm das Zimmer betrat, fand sie das blaue Groß-Fuß-Monster kopfschüttelnd auf ihrem bunten Kinderstuhl.
(Bild: Mädchen in Nachtkleid und mit Teddy, Ansicht von hinten; Groß-Fuß-Monster auf Kinderstuhl, ihr zugewandt, hängender Kopf)
„Was bedrückt dich?“, fragte sie besorgt, „Und wer bist du überhaupt?“.
„Hach“, seufzte es, „Ich bin das Groß-Fuß-Monster. Meine Füße sind so groß, dass ich mich nirgends verstecken kann. Dabei wollte ich doch nachts aus deinem Schrank kriechen und dich erschrecken! Aber ich passe nicht hinein. Die anderen Monster spotten schon über mich“ Und das Groß-Fuß-Monster wurde noch betrübter, da bereits kleine, süße Mädchen mit ihm Mitleid hatten.
Hanna aber rief hocherfreut: „Ich habe eine Idee!“, und flüsterte ihm etwas in sein Ohr.
(Bild: Hanna hält sein Ohr fest und flüstert hinein)

Die Sonne ging auf, sie nahm ihren Lauf.
Als sie nun aber langsam schwand, da wurde ein teuflischer Plan ausgeführt.
Schließlich war es dunkel in dem Zimmerchen von Rosa.
Sie trat ein.
Auf einmal, uaaaaaaaaaargh, ein fürchterliches Geräusch! Ein Brüllen, dass einem die Zähne klapperten!!! „Papaaaaaaaa“, schrie das Mädchen voller Furcht, ja am ganzen Leibe zitterte sie. Und Papa eilte.
Gehört hatte er nichts und als das Licht anging, da verschwand das Monster blitzschnell durchs Fenster hinaus.
Das Monster hatte sich zuvor Kleber unter die Füße geschmiert, als es noch dämmerte, und es war die Wand hochgeklettert. Als Rosa kam, da grölte es von der Decke hinab.
(Bild: Monster erschreckt Rosa)
Am nächsten Tag wollten ihm die Anderen kaum glauben, das Monster bewies es ihnen aber die folgende Nacht. Und die Folgende, und die Folgende.
Die Monster wisperten fortan von der Legende des Groß-Fuß-Monsters und der kleinen Rosa, die Geschichte verbreitete sich über die ganze Welt. In allen Sprachen wurde sie erzählt und es wurde gemunkelt, wie viele Tausende das fürchterliche Monster schon erschreckt hatte.
Schließlich gab es einen Bücher Liebenden in Deutschland, der sah nicht ein nur zu reden und schrieb die Geschicht’ hernieder. Wie viele nun unter des Monsters Brüllen litten, das steht auch hier nicht geschrieben.

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