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Alles was wir tun ist umsonstDonnerstag 08.04.2010 10:40 PM

"Alles was wir tun ist umsonst – das ist die Grundvergeblichkeit des Lebens."
Elke Heidenreich

I Worte, sicherlich keine um eine Haltung daraus zu schöpfen und wenn doch landet man am Ende seines Lebens dort wo eigentlich alle Nihilisten und ihre Mudda regelmäßig landen, nämlich nicht im Glück (eher im Wahnsinn). Also zu einer Haltung taugen diese Worte wirklich nicht. Pessimismus und Haltung erscheinen schon umgangssprachlich wie grundsätzlich nicht kombinierbar. Gelingt es jemandem sie zu vereinen und verpasst er den richtigen Moment sie zurück in die Düsterkeit zu verbannen, der er sie entwunden hat, erschafft er etwas, das Frankensteins Monster nicht unähnlich ist. Etwas das eigentlich nicht existieren dürfte, über das er keine Kontrolle besitzen kann, eine Frage ohne Antwort, einen kranken Hybriden, den man zu früheren Zeiten einen 'Dämon' genannt hätte. Aber es gibt einen gewaltigen Unterschied zwischen diesem 'Dämon' und Frankensteins Monster, nämlich diesen: Frankensteins Monster hat keine Menschen gefressen.
Die Geschichte endet jedenfalls so, dass die kalte Logik der Evolution ein nächstes Exempel statuiert und dann geht es wie gewohnt weiter.

II Aber das Zitat allein auf diese Weise zu betrachten wäre dermaßen typisch, dass ein solches Vorgehen für sich alleine stehend gar nicht 'richtig' sein kann, denn andererseits haben die obigen Worte auch die Macht einem mit Bewusstsein gesegnetem Wesen Erleichterung zu verschaffen. Sie sind wahr; manchmal mehr, manchmal weniger. Nahezu unendlich groß ist die Relativität, die wir die meiste Zeit des Tages vergessen (müssen), obwohl sie uns umgibt. Sie ist für uns verschwommen-graue Hypothese - Abstraktion und wir kommen nicht auf die Idee ein Gefühl für sie zu entwickeln, finden keine passende Schublade. Tatsächlich stellt die Relativität unserer Existenz, die gleichsam ein Wunder ist, eines der sichersten Dinge überhaupt dar. Aus der Perspektive der Zeit ist der Geltungsdrang - der Machtdrang - des Menschen ein entsetzlicher Trugschluss. Aus der Perspektive des Menschen macht er Sinn, ist er die einzige Lösung eines großen Problems. Damit wird aus ihm aber längst keine Wahrheit.
An dem Ende, welches ich für das bessere halte, offenbart uns die einzig zählende Wahrheit, die in diesem Dilemma steckt, eine andere Art Macht: Demütiges Gelassen-Sein.


* Ich erhebe keinen alleinigen Anspruch auf diese Gedanken, wie könnte ich auch. Ganz sicher wurden und werden sie schon von vielen Menschen vor mir und nach mir so oder ähnlich gedacht. Durch mein Vorgehen bei ihrer vermeintlichen Entschlüsselung, machen sie für mich bloß am meisten Sinn und vielleicht bin ich nicht der Einzige dem es so geht.

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