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StGermain

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Gregory Party KAPITEL IISamstag 07.07.2012 06:01 AM

Kapitel II - - Der Eingang

Ein eisiger Wind wehte. Trotz des Fellmantels war ihm schweinekalt. Er trieb den Hundeschlitten und die 8 Husky´s liefen wie besessen. Er war in der Todeszone. In der Todeszone funktioniert keine Elektrik mehr, alle benzinbetriebenen Autos starben einfach ab, sobald man die Abgrenzung überfuhr. Lediglich Dieselautos gingen weiter, da sie Selbstzünder waren.
Aber Licht, Heizung und Radio konnte man grade mal vergessen.
Greg war sich sicher, wenn er den Mörder von Isaak finden wollte, musste er seinen Aufzeichnungen folgen. Es war eine Polarstation, ein Stück nördlich außerhalb der Todeszone.
Der Inuit, von dem er den Hundeschlitten bekam, hatte ganz schön erstaunt durch seinen Pelzmantel gesehen, als Greg in seiner Sprache die 8 Hunde und den Schlitten kaufte. Er hatte sogar einen kleinen Rabatt bekommen. Für den Führerhund wollte er kein Geld. Auf die Frage, warum, sagte der Eskimo: "Den Führer du kannst nicht kaufen mit Geld. Entweder er dabei oder nicht. Wenn nicht, dann nützen andere Hunde auch nix.
Nicht alles Geld der Welt du kaufen Führer."
Großes Fragezeichen.
Aber Greg war klar, wenn er diese Regeln nicht einhielt, konnte schnell etwas Schlimmes passieren.
Eskimo´s sind ein kleines bißchen abergläubig.
Er sah auf seinen Kompass, der seit zwei Stunden von seiner Anzeige nicht mehr abwich. Er mußte noch ca drei und einhalb Stunden Richtung Nordpol bei 360 oder 0, je nachdem von welcher Seite man es betrachtete. Dann ca 1 Stunde auf 65 Nordost und er würde eine kleine Polarstation finden. So hatte es sein Freund in seinem Tagebuch beschrieben. Greg heizte die Hunde weiter an und die verstanden, wie wichtig es war, dorthin zu kommen, wo er hinwollte. Besser gesagt, der Leithund Sunny verstand ihn. Mit seinem kurzen, scharfen Bellen trieb er seine Mitstreiter an und die Gruppe legte ein scharfes Tempo durch die Nacht vor. Er war jetzt bereits kurz hinter dem 83 Breitengrad. Drei Stunden Fahrt noch vor ihm. Bei dieser Kälte. Er hatte zu lange an der Wüste gewohnt. Kälte war nicht so sein Ding. Aber der einzige Hinweis führte zu dieser Polarstation. Manchmal, so auch jetzt murmelte Greg Sachen vor sich hin.
Er war in letzter Zeit oft allein und dann redete er mit sich selbst.
Er dachte lautstark über das nach was er jetzt tun wollte. Auf der Route der Franklin Expedition. Die sind alle nur an Bleivergiftung draufgegangen, dachte er. Nur weil die beschissenen Dosen mit Blei verlötet worden waren.
Kleinere Fehlgriffe in der Industrie. Ein kleiner Fehler war das Ende, das Ende einer lang geplanten Geschichte. Diese Leute haben Karten gewälzt, Routen ausbaldowert, Ausrüstung besorgt. Und damals war die Sache schon ein bisschen schwieriger. Als er den Kopf gegen den Wind hochhielt, sah er etwas interessantes. Der Schnee wurde farbig. Gerade liefen die Hunde über einen Braunton, der langsam über in einen Rot - Ton wechselte. Der Leithund zog ein klein wenig nach rechts hinüber, ein Blick auf den Kompass, ein Zug an der Leine und Greg war wieder auf Kurs. Das Schneetreiben hatte nachgelassen, die Sicht war nun völlig klar.
Wie bei einer Zwiebel, je mehr Häute man abschält, desto stärker muß man heulen, dachte er. Wenn man mal eine Sache aufdeckt, dann sieht man, wie die Geschichte immer verwirrender wird. Er kannte einen Kumpel von der Major K-Squad von New York. Die hatten einen Massenmörder auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet, aber das Morden ging weiter. Anfangs hatte Michael gedacht, das wäre einer der Nachahmer, die von einem Fall in der Zeitung lesen und dann ihre Morde exakt nachkonstruieren. irgendwann wurde ihm dann klar, das er gegen einen Dämonen kämpfte. Und den Kampf verlor. Mike wurde gnadenlos hingerichtet. Die Polizisten, die den Fall aufklärten, fanden seine Leiche in Teilen auf einer Waldfläche von einem Quadratkilometer außerhalb der Stadt.
Der Dämon hieß A z a z e l.
(Übrigens der Kater aus den Schlümpfen heisst Azrael, aber der ist wohl zu dumm, als das sich diese Geschichte hier wohl aufhalten würde.) Azazel aber konnte kein Mensch besiegen. Die Zeitungen schwiegen sich aus über die Geschichte. Es war nur eine kleine Anzeige von einem Todesfall eines Polizisten in der New York Times.
(Ca 1983 passierte auch ein Unglück in Deutschland nähe Ludwigsburg, ein Gleisarbeiter war auf den Gleisen einer Hochgeschwindigkeitsstrecke mitten im Bahnhof und machte Kreidestriche. Da kam eine Durchsage aus den Lautsprechern der Bahnhofsstation.
„Vorsicht, durchfahrender Zug auf Gleis 1.“
Der Zug kam mit ca 110 Sundenkilometern.
Der Mann auf dem Gleis wurde auseinandergefetzt wie ein Müllsack. Er hatté einen blauen Anzug.
Und es war Fasching. Der Zug kam ca. 2 km später zum stehen. Es war so ein alter IC mit Faschingsgästen darin. Mein Kumpel lief hin.
„ey ihr habts gerade einen Typen überfahren. Und die Leute so:
Du willst uns wohl verarschen.
Der Lokführer ist immer noch im Irrenhaus.)
Noch eine halbe Stunde und er würde die Richtung um 65 Grad ändern. So langsam war er gespannt, was ihn da erwartete. Er konnte an nichts anderes mehr denken. Die Farben waren immer noch im Schnee, und die dauerhafte Dämmerung, die das Land in tiefes Rot tauchte, hob den farbigen Schnee zauberhaft hervor.
Dämonen sind mindestens so um die 1200 Jahre alt.
So mal nebenbei.
Die haben ein bißchen mehr Lebenserfahrung als wir.
Natürlich ist das nichts im Vergleich, mal den Dalai Lama anzusehen. Der dürfte so um die 30 000 Jahre alt sein.
Greg dachte so nach, er hatte immer längere Zeit mal die Augen zu.
"Mann kriegt ein Gefühl, wie wenn einem die Augäpfel fest frieren, würde man zu lange die Lider offen halten.Er sah kaum die Hand vor den Augen. Der eisige Wind hatte sich langsam in einen Sturm verwandelt. Die andauernde Dämmerung war nun nicht mehr zu erkennen. Sein Navigationsgerät fing an zu brummen. Es war ein umgebauter Chronometer, den Isaak ihm von einer seiner Reisen von seiner Heimat mitgebracht hatte. Er funktionierte mechanisch. Alle Elektronik-Teile hätten ihm in dieser Region nichts gebracht.
Die Magnetströme waren in dieser Gegend so stark, das alles, was mit Strom gespeist wurde, nicht mehr lief. Aber seine umgebaute Uhr mußte man aufziehen. Er hatte sie so eingestellt, daß wenn der Wecker klingelte; mußte er die Richtung ändern.
Er zog an der Leine, hielt die Hunde an. Der Schneesturm war inzwischen ohrenbetäubend geworden. Aber er erkannte die grüne Phosphorschrift genau, hielt den Kompass in die Höhe. Er lockte den Leithund nach links und stellte die neue Spur ein. Dann zog er ein trockenes Stück Fleisch aus einer seiner Taschen und trieb die Hunde an, weiter in die Nacht hinein.
Die Farben im Schnee waren nun nicht mehr zu sehen.
Von der Ferne kam ein Knacken durch das Eis. Ein großer Abriss trieb sich genau auf die Stelle zu, an der Greg und seine Hunde sich den Weg bahnten. Greg dachte nur im Moment, er wollte doch.
Die Hunde peilten die Lage und rannten los. Genau nach Kompass. Wie wenn da so ein Gott wäre, der zuschaut. Und mitmischt.
Der Riss krachte rechts hinter dem Schlitten durch, aber Greg schaffte es irgendwie. Mehr Glück als Verstand in so einer Situation, da klafft hinter dir eine Lücke von gut 200 Metern, aber das stresst ja kein großen Geist, nicht, ne.
Wir schalten ob des fehlenden Filmmaterials jetzt 20 Minuten in die Zukunft. Greg kämpft sich immer noch mit seinen 7 Husky´s durch den Schnee. Der Leithund fängt an zu bellen, treibt die anderen mit scharfen Lauten an noch schneller zu laufen.
Er zieht an der Leine, ruft ihm einen scharfen Leitbefehl. Sunny wird sofort langsamer.
Vor ihm taucht die Eisstation auf.
Mitten im Schneegestöber.
Zuerst nur ein paar graue Umrisse, und nun steht Greg vor Ihnen.
Der Sturm legt sich und es kommt eine Dämmerung wie gestern.
Das Eis glüht rot.
Es blendet in den Augen und Greg sieht den Schnee golden glitzern. Was für eine Wahnsinnswelt, dachte er sich. Es gibt Momente, die hören nicht auf.
Da vergisst du die Zeit. So manches mal tönt eine große Glocke auf. Und es ist wie im Urlaub damals. Wo man noch ein Kind war. Jedes Jahr Urlaub in den Bergen. In einem Dorf, in dem das Hotel direkt neben der Kirche lag. Und alle Stunde war das Geläute. irgendwann gewöhnt man sich dran. Und manches mal kommt so ein Gefühl von damals wieder hoch, grade dann, wenn man die Glocke hört, die ungefähr denselben Ton hat.
Greg klopfte zuerst an der Tür der Station, und als keiner antwortete, öffnete er vorsichtig die Tür. Es war relativ klein, nur ein paar Ablagen an den Wänden und ein eiserner Tisch stand in der Mitte. Von draußen leuchtete das Licht durch das Fenster und tauchte alles in ein wunderbares Rot.
Die Farbe der Dämmerung. Und diese dauerte jetzt schon 12 Tage an.
Morgen war der 13. Tag, seit er von USA aus losgeflogen war und Greg beschloss es sich in der Hütte ein bisschen bequem zu machen. Die Rollläden runter. Als er sich eine Weile im Raum umsah, fiel ihm auf, das die Kaffeetasse genau in der Mitte des Tisches stand. Und die Tasse dampfte.
Nicht so richtig. Aber eine Dunstwolke bewegte sich zur Lampe hin, die ungefähr einen Meter über dem Tisch schwebte.
"Das ist ja merkwürdig." Es fuhr ihm laut heraus und sofort bellte sein Leithund zweimal. "Ach herrje, die Hunde hätte ich jetzt fast vergessen."

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