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[Kein Thema]Montag 24.03.2008 08:32 PM

Schützt uns vor der Randale!
Von ARNO GEHRING Der öffentliche Alkoholkonsum auf dem Burgplatz. Pöbeleien, Schlägereien, Beschwerden von Anwohnern und Gästen. Der Versuch, den Platz zum Alkohol-Sperrbezirk zu machen, wurde von SPD, Grünen und FDP abgeschmettert (EXPRESS berichtete).
› Ausgestanden ist das Thema aber nicht: Jetzt gab es wieder Randale rund um den Schlossturm. Und wieder gehen die Wirte auf die Barrikaden.

Einer von ihnen ist Robert Ritschel, Betriebsleiter des Eiscafés Shopoint. „Fünfmal“ musste er die Polizei rufen, weil rund 150 Punks vor dem Café ein Gelage veranstalteten. Ritschel: „Die hatten reichlich Bierkästen angeschleppt. Mit steigendem Alkoholkonsum stieg ihre Aggressivität. Gäste und Passanten wurden angepöbelt, Flaschen flogen. Als die Polizei eintraf, wurde ich gefragt, ob die Flaschen gezielt geworfen wurden.“

Ritschel verneinte dies, da zogen die Beamten wieder ab. Der Betriebsleiter: „Kaum waren sie weg, ging‘s wieder los.“

Um sich und seine Gäste zu schützen, rief er immer wieder die Polizei an. Ritschel: „Bis man mir dort erklärte, dass ich bei weiteren Anrufen wegen ,Missbrauchs des Notruftelefons‘ Ärger bekommen würde.“ Ritschels Chef, der Brasilianer Altamir Rocco-Lisboa: „Wir haben uns schließlich dem Pöbel gebeugt. Die Terrasse vorm Café, für die wir übrigens bei der Stadt richtig Geld bezahlen müssen, haben wir abgebaut. Kunden trauten sich eh nicht mehr, dort ein Eis zu essen.“

Dem Gastro-Team im „Alten Schlossturm“ nebenan erging‘s nicht anders. Barmann Mario: „Die Punks spielten mit leeren Bierkästen vor unserem Lokal Fußball. Grölten torkelnd die Passanten an: ,Hier marschiert der asoziale Widerstand‘. In unser Lokal hat sich kein Gast mehr gewagt. Der Burgplatz ist einer der schönsten Plätze in Düsseldorf. Aber Gastronomie kann so hier nicht überleben. Wir fordern die Politik auf, uns endlich zu schützen!“

OB Joachim Erwin, oberster Verfechter des (vorerst gescheiterten) Alkoholverbots, dazu: „Beschweren können sich die betroffenen Wirte ja bei der FDP-Fraktionschefin Strack-Zimmermann. Sie und ihr Fraktions-Kollege Neuenhaus haben viel dazu beigetragen, dass das Verbot verhindert wurde!“

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