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Red-bullboy

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16.12.2008 =) <3Dienstag 15.12.2009 10:56 PM

Und so begann alles

Ich trat aus der Dusche, nahm ein Handtuch und trocknete mich ab. Ich begutachtete im Spiegel meinen Adonis Köper. Ich war zufrieden mit mir selbst. Einige andere Jungs in meinem Alter waren weniger gut durchtrainiert als ich. Nachdem ich mich abgetrocknet hatte, föhnte ich mir die Haare. Ich entschied mich dafür, sie runter zu lassen. Meiner bescheidenen Meinung nach, hätte ich sie ebenso gut hoch gelen können, aber letzendlich war mir das auch egal. Es geht heute ja lediglich um einen Theater besuch. Wir besuchen in unserem Stadttheater die Blues Brothers. Unser Musiklehrer hat ein paar Karten günstig erstanden und will nun mit uns dahin. Ich seufzte und schaute in den Spiegel. Ich fand, dass ich gut aussah. Ich bin knapp 1.74 cm groß, habe blaue Augen und braune Haare. Langsam zog ich meinen Anzug an und ging die Treppen hinunter zu meiner Mutter, die darauf wartete mich endlich losfahren zu dürfen. Warum ich einen Anzug an diesem Tag trug, weiß ich nicht mehr so genau. Ich vermute einfach mal, dass ich in der edlen Kulisse unseres schönen Theaters ebenfalls einen eleganten Eindruck machen wollte. Lustlos setzte ich mich in den Wagen und grummelte. Ich hatte weitaus besseres an meinen freien Abenden zu tun, als ins Theater zu gehen.
Blues Brothers. Von denen hatte ich zwar schon gehört, aber ich muss gestehen, dass ich in diesem Umfeld nicht besonders bewandert bin. Ich konnte mir auch nicht vorstellen, was so toll an dieser Show werden würde. Meine Mutter meinte, dass die Blues Brothers sehr gut sein sollen und das ich ihr hinterher alles haargenau erzählen soll. Ich schmunzelte nur.
Im Theater angekommen, sah ich schon zwei meiner Freunde auf mich warten. Sie standen in der Vorhalle zur Theaterlobby. Ein kleiner Abschiedsgruß an meine Mutter und schon stand ich neben ihnen.
Jonas schaute mich nur komisch an, als er sah, dass ich einen Anzug trug. Stefan grinste mich an.
"Hast dich ja heute mal schick gemacht." meinte er.
Ich lächelte ihm nur müde zu, denn ich verspürte keinerlei Interesse an einer derartigen Kommunikation teilzunehmen.
Unser Musiklehrer kam auf uns zu und drückte uns unsere Eintrittskarte in die Hand. Wir hatten Stehplätze.
Ich lachte innerlich auf. Deswegen hat er die Karten so günstig bekommen. Wir gingen an der Frau am Empfang vorbei, die unsere Karten überprüfte und betraten die Lobby.
Mein Blick schweifte umher. Auch wenn das jetzt möglicherweise etwas abwertend klingen wird, aber die Blues Brothers scheinen nur etwas für das reifere Alter zu sein. Es waren lediglich ältere Leute anwesend.
Ich seufzte. Das wird ja sehr interessant werden.
Schweigend setzten meine Freunde und ich uns auf eine kleine Bank inmitten der Lobby.
Plötzlich bemerkte ich einen erhöhten Lärmpegel. Ich schaute zum Eingang.
Eine andere Schulklasse war gerade dabei, dass Theater zu betreten.
Ich sprang auf der Stelle auf und meinte spaßeshalber, das wir mal schauen sollen, was wir heute aufreißen.
Mein Blick wanderte über die Mädchen der fremden Klasse. Langes Haar, ein Schwarzes Kleid und ein erlesenes Gesicht. Ich war wie gebannt. Die Eine. Die eine Einzige. Ein Mädchen, von so einer Schönheit, wie ich sie selten zu Gesicht bekam. Ich war wie gefesselt von ihr. Ich kann nicht genau beschreiben, was mich so gebannt hat. Es war einfach ihr Anblick. Sie hatte etwas, was sie für mich interessant machte. Sie hatte etwas, was mich nervös machte.
Sie brachte mein Herz zum schneller schlagen. Sie brachte mich dazu, dass meine Beine zitterten.
Ich fühle so ein Stechen im Bauch. Nein. Das war kein Stechen. Es war etwas anderes. Es fühlte sich ... schön an. Was war los mit mir?
Im nächsten Augenblick spürte ich einen Schlag in meinem Gesicht und schaute auf.
Jonas hatte mir eine Ohrfeige verpasst.
"Was ist los? Du hörst mir überhaupt nicht zu?!"
Ich hörte zwar was er sagte, aber realisierte es nicht.
"Hast du die gesehen?" fragte ich und versuchte sie wieder zu erblicken.
"Wen?" fragte er.
Ich spähte durch die Menge. Die Klasse hatte sich im Theater aufgeteilt. Es war schwer jemanden ausfindig zu machen. Aber dennoch erspähte ich sie wieder.
"Sie!" sagte ich und zeigte auf sie.
Jonas guckte ein wenig. Dann sah er sie auch.
"Ja und?" meinte er nur dazu.
Wollte er mich ärgern? Sie war kein "Ja und" sie war es nicht Wert sich nur mit zwei kleinen Wörtern zu befriedigen.
Jonas und ich kennen uns gut. Wir kennen uns sehr gut. Wir verstehen uns ohne Worte. Und er bemerkte sofort, dass es ein einfaches "Ja und" nicht dazu passte.
Er bemerkte sofort, dass ich etwas hatte.
Er bemerkte, bevor ich es selber wusste, dass ich mich verliebt hatte.
"Soll ich sie ansprechen?" fragte ich und schaute ihn Erwartungsvoll an.
Jonas war mir schon immer eine große Hilfe gewesen, wenn es ums Thema Mädchen ging.
Er legte seine Arme hinter den Kopf und überlegte.
"Nein, warte lieber noch ein wenig. Überstürze nichts. Bleib einfach locker und schau sie dir aus der nähe an."
Er hatte recht. Wie immer. Ich sollte versuchen locker zu bleiben.
Wir behielten sie im Auge, aber ich kam nie wirklich nahe genug an sie heran. Dann ertönte auch schon die Theaterglocke. Es war soweit. Das Musical sollte beginnen.
Die Menschenmenge strömte in den Theatersaal und nahm Platz. Jonas und ich waren mit die ersten die reinströmten. Wir gingen zu den Stehplätzen. Von dort aus hatte man einen sehr guten überblick, wer gerade den Saal betrat.
Jonas tippte mir auf die Schulter.
"Das hast du ja gut gemacht." sagte er und grinste.
Ich schaute ihn verwundert an.
"Was meinst du denn jetzt?"
Er zeigte nach vorne.
Wir waren in der hintersten Reihe, die für Stehplätze diente. Vor uns war die letzte Sitzplatzreihe. Und ich hatte mich genau, ohne es auch nur zu bemerken, hinter sie gestellt.
Ich lachte.
"Scheint wohl Schicksal zu sein."
Jonas grinste und nickte mir zu.
Endlich konnte ich sie mir genau anschauen.
Sie war wirklich eine wahre Schönheit. Wenn ich heute darüber nachdenke, dann war es wirklich liebe auf den ersten Blick. Ich kann gar nicht erklären, wie eine fremde mich derartig faszinieren konnte, dass sie sich sofort in mein Herz einbrennen konnte.
Das Musical begann.
Im nachhinein hat es mich angenehm überrascht. Die Blues Brothers waren richtig toll. Ich hab zwar nicht all zuviel von dem Musical mitbekommen, da mein Blick immer wieder zu ihr huschte, aber das was ich gesehen hatte, fand ich einfach genial.
Bei dem letzten Lied des Abends, sind alle aufgestanden und haben mit geklatscht.
Auch sie. Sie und ihre Freunde standen alle. Aber das hat mir leider den Blick versperrt und so meinte ich, ob sie sich nicht hinsetzen könnten.
Sie meinte ganz keck: "Nö."
Das die erste "Unterhaltung" die ich mit ihr geführt hatte. Ich werde das nie vergessen.
Ich wollte sie noch ansprechen um sie nicht für immer aus den Augen zu verlieren.
Aber Jonas meinte, dass er eine aus ihrer Klasse kenne und er mir so am nächsten Tag sagen wird, auf welche Schule sie geht und in welche Klasse.
In einer Gesellschaft, die immer schneller wird und Zeit eine wichtige Rolle spielt, ist es ein Kinderspiel in wenigen Minuten jemanden im Internet ausfindig zu machen und Kontakt zu ihm aufzubauen.
Bei rausgehen versuchte ich sie noch ein letztes mal zu sehen, verlor sie dann aber leider doch aus den Augen.
Ich verabschiedete mich von meinen Freunden, als meine Mutter mit dem Wagen vorgefahren kam.
Ein letzter prüfender Blick zu dem Theatereingang und ich stieg ein. Im Auto berichtete ich meiner Mutter von dem Musical, an das woran ich mich noch entsinnen konnte.
Sie fuhr mit mir noch zu McDonalds. Ich erzählte ihr, dass ich ein Mädchen kennengelernt hatte. Mehr oder weniger.
Sie grinste mich nur an und meinte, dass es schon ist, verliebt zu sein.
Ich stimmte ihr zu.
Zu hause angekommen rannte ich mit meinem Essen hoch in mein Zimmer und machte sofort meinen Laptop an. Ich hatte gehofft, dass Jonas sich vielleicht noch heute erbarmt und sie für mich raussucht. Aber Fehlanzeige.
Mit gemischten Gefühlen ging ich ins Bett. Ich war verliebt, gestand ich mir ein. Verliebt in eine Fremde. Ein Mädchen, welches ich gar nicht kannte. Ein Mädchen, von dem ich nichts wusste.
Aber ich liebte sie.
Am darauffolgendem Tag konnte für mich die Schule nicht schnell genug vorbei gehen. Ich war erpicht darauf nach Hause zu kommen und mit ihr zu chatten. Und tatsächlich. Jonas fand für mich ihren Namen heraus, ihre Schule und ihre Klasse.
Ihr Name bedeutet Hoffnung, Natürlichkeit und Wahrheit.
Sie hieß Nadine.

Ich liebe dich über alles mein Engel. Diesen Tag werde ich wohl niemals vergessen können =)
Er veränderte mein Leben

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