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Ewig.Donnerstag 19.11.2009 10:44 PM

Schon im Bette drängen sich die Ideen zu Dir meine Unsterbliche Geliebte,
hier und da freudig, dann wieder traurig,
vom Schicksale abwartend,
ob es uns erhört.
Leben kann ich entweder nur ganz mit Dir oder gar nicht,
ja ich habe beschlossen in der Ferne so lange herum zu irren,
bis ich in Deine Arme fliegen kann,
meine Seele von dir umgeben ins Reich der Geister schicken kann.
Ja, leider muss es sein,
du wirst dich fassen,
um so mehr da du meine Treue gegen dich kennst,
nie eine andere kann mein Herz besitzen nie,
nie, oh Gott warum sich entfernen müssen, was man so liebt,
und doch ist mein Leben in W. so wie jetzt ein kümmerliches Leben.
Deine Liebe macht mich zum glücklichsten
und zum unglücklichsten zugleich,
in meinen Jahren jetzt bedürfte ich einiger Einförmigkeit
Gleichheit des Lebens,
kann diese bei unserm Verhältnisse bestehn!
Engel,
eben erfahre ich,
dass die Post alle Tage abgeht
und ich muss daher schließen,
damit Du den B. gleich erhältst,
sei ruhig, nur durch ruhiges beschauen unsres Daseins
können wir unsern Zweck zusammen zu leben erreichen.
Sei ruhig, liebe mich, heute, gestern,
welche Sehnsucht mit Tränen nach dir, dir,
dir mein Leben, mein alles.
Leb wohl, oh liebe mich fort,
vergesse nie das treuste Herz Deines Geliebten.

Ewig dein
Ewig mein
Ewig uns.

(Liebesbrief, Beethoven 1814)

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