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PAUZ

PAUZ

so take me as i am.

V E R T R A U E N.Mittwoch 26.09.2007 07:23 PM

--- "Ich will … nur dich."

Ein zärtlicher Hauch in meinem Ohr. Gänsehaut, die sich über meinen ganzen Körper verteilt, als deine Finger über meinen Rücken huschen. Verspielt knabberst du an meinem Ohr, verteilst Küsse über Hals und Nacken. Ein genießerisches Seufzen verlässt meinen Mund und ich kann nicht anders, als mir auf die Unterlippe zu beißen. Das ist einfach zu schön um wahr zu sein, zu irreal. Wie ein Traum.
Federleichte Küsse lassen mich auf Wolken schweben und deine Berührungen machen mich schier verrückt.
Ein Pieksen in die Seite, ein Quietschen meinerseits und ein freches Grinsen nur wenige Zentimeter von mir entfernt. Verträumt in deine graublauen Augen versinkend, ziehe ich dich ungeniert so nah es geht an mich heran. Süffisant brummend lässt du mich auf deinem Schoß Platz nehmen, wobei deine Hände sachte an meiner Seite herunterfahren und fahrige Striemen hinterlassen.
Unsere Lippen finden sich und es entbrennt ein stürmisches Zungenduell. Weder du noch ich können genug voneinander kriegen.
Mit einem Satz drückst du mich nach hinten. Verhalten keuche ich in unseren Kuss, während deine Fingernägel Kreise auf meiner Haut ziehen.
Spüre deinen Atem über meine Haut ziehen, als sich deine Zunge wieder auf Wanderschaft begibt. ---

[ … ]

Sekündlich brennen die Tränen in meinen Augen. Ich kämpfe dagegen an, möchte ihnen Einhalt gebieten, aber es geht nicht. Es ging nie. Unaufhörlich suchen sie sich ihren Weg über meine eiskalten Wangen. Wie lange ich wohl schon hier sitze?
Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung ..
Es kommt mir wie ein schlechter Film vor, den man schnell hinter sich bringen möchte. Leider Gottes zieht dieser sich lang wie Kaugummi. Ich muss weiter weinen, leiden, innerlich zerrissen sein und mich fragen, was ich falsch gemacht habe.
Ich schaffe es immer wieder mich noch weiter in den Sog der Traurigkeit zu ziehen. Kontinuierlich helfe ich mit melancholischen Liedern nach, die mich nur noch mehr an dich erinnern. Die mich an die wunderschöne Zeit mit dir denken lassen.
Es ist komisch, dass ich es erst so spät gemerkt habe. Wie blind einen die Liebe doch machen kann. Vor lauter rosa Blüten und singender Vögel hatte ich den Gestank, der sich unergründlich verbreitete, nicht registriert.
Ich wollte es einfach nicht wahrhaben, wollte nicht hören, was in der einen Nacht geschah.
Mein Kopf ist schwer, ich sehne mich nach Ruhe, seelischer Ruhe, Abstand von all meinen Gefühlen.
Der Wind pfeift mir gefährlich um die Ohren. Meine Finger graben sich in das taunasse Gras. Alle paar Minuten versuche ich alles – die Gefühle, den Schmerz, die Erinnerungen – runterzuschlucken. Eine Gänsehaut zieht sich langsam über meinen Körper. Ich friere, zittere am ganzen Leib. Der blasse Mond, welcher stumm mir entgegen scheint, verschwindet langsam aber stetig hinter dunkelgrauen Wolken.
Wie das Vertrauen, das Vertrauen zu dir.

[ende.]


©PAUZ.

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