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Nikushimi

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Evilicious ♥// I wanna be reborn // Hokori ken Higami // Leck mir die Stiefel// Necromancer

Reborn - Curse of necromancer ~Kapitel 1~Sonntag 29.05.2011 08:17 PM

- Kapitel 1-

Langsam lies sie sich in das warme Wasser nieder. Sie strich sich ihre Haare aus dem Nacken und legte sie über ihre Schulter auf die Brust. Als sie ihren Kopf nach hinten legte, schnurrte sie wohlig auf. Es war mindestens schon einen Monat her, das sie sich warm baden durfte. Die ölige Spielunke in der ihr Meister, sie und Dorian gelandet waren, war herruntergekommen und nicht gerade nobel, aber es hatte warmes Wasser. Das reichte ihr vollkommen. Der Schmutz von einigen Tagen musste ersteinmal einweichen, bemerkte sie, als sie sich gedankenverloren über den Arm gekratzt hatte. Der Dreck bröckelte fröhlich ins warme Wasser und sank hinab.
Ihr Körper war jedes Mal unterkühlt, sie fror sich nachts zu Tode, weil sie auf den Boden schlafen musste. Necromancer waren Nomaden, Menschen ohne festen Wohnsitz, deswegen waren nicht viele Möglichkeiten zur Übernachtung zur Auswahl. Aber sie hatte die letzten fünfzehn Jahre überlebt und sie würde auch noch fünfzehn weitere überleben. Sie setzte sich etwas in der Wanne vor, hielt sich die Nase zu und tauchte mit den Kopf rückwärts ins Wasser. Sie genoss die stille unter dem Wasser und nahm die Hand von der Nase. Sie tauchte wieder auf und tastete nach der Seife, die neben der Wanne lag.
Sie schäumte ihr Haare ein und wusch sich dann auch den lösbaren Dreck von ihrem Körper. Ihre Haut wurde gleich etliche Nuancen heller und ihr Haar war nach dem ausspülen auch wieder weiß. Es war angenehm, nach all dem Schweiß, Dreck und Blut sauber zu sein. Sie setzte sich auf den Wannenrand um sich ihre Füße zu waschen, als Jemand heftig auf die hölzerne Badezimmertür einkloppte und sie rückwärts auf den Boden krachte. "Onyx! Mach auf!" Sie fluchte wortlos, versuchte sich aufzurichten und die Kopfschmerzen, die Aufgrund des Abstürzes anfingen, zu ignorieren. "Ich bin mich am waschen." antwortete sie ruhig und stand auf.
"Sie wissen es!" Ihr Kopf ruckte von dem Boden zur geschlossenen Tür. "Wie bitte?". Sie ließ Badewanne Badewanne sein und riss die Tür auf. "Sie wissen es?" fragte sie und ihre pechschwarzen Augen bohrten sich in die bernsteinfarbigen Augen Dorians. "Hab ich doch grade eben gesagt!" Sie suchte in seinen Augen nach einem Funkeln, das seinen Gag verriet, aber sie fand keinen. "Mist!" spie sie aus, drehte sich um und sammelte ihre Klamotten ein. Dorian legte seine Hand auf sein knallrotes Gesicht, damit er sie nicht anstarrte. Auch wenn er sie seit sie vier Jahre alt war kannte und sie seine kleine Schwester wurde, ändere es nichts daran, das sie jetzt eine neunzehnjährige junge Frau, mit weiblichem Körper war. Und er war dreißig.
"Was tuen sie den gerade?" fragte sie ihn, als sie sich in ihr Oberteil quetschte. "Sie beraten sich noch, was sie tun sollen." Onyx nickte und ihre nassen Haare flogen bei ihrem gehampel in alle Richtungen. "Wo ist Rasputin?"fragte sie ebenfalls und nahm sich ihre Metallmanschetten. "Noch unterwegs, er müsste aber bald wieder da sein." Sie nickte. Beim anziehen ihrer Hose und ihres Gürtels, kam Dorian ganz ins Badezimmer, schloss die Tür und packte Onyx fest an den Schultern. Er drückte sie bis zur Wand und sie starrte ihn aus Schock geweiteten Augen an. "Was ist los?" Er zischte ihr zu, was sie so deutete, dass sie die Klappe halten sollte.
Er packte sie mit der einen Hand an der Taille und mit der anderen an ihren Kiefer, sodass sie ihm in die Augen sehen musste. Sie starrten sich sekundenlang ohne eine Bewegung an. Nur ihre Augen brachten einander um. "Lass mich." knurrte sie ihn an. Sie hasste so etwas. Sie war nicht sonderlich stark, wenn es um Muskelkraft ging, Dorian hingegen, auch wenn er nicht danach aussah, um einiges mehr. Seien Augen lagen ruhig auf ihren und seine schwarzen Haare, kitzelten sie an der Nase. Als er seinen Kopf ein Stück nach vorne bewegte, trat sie ihn auf den Fuß. Er schien nichts davon zu spüren, aber sie schlug ihn so stark sie konnte gegen die Brust. Er reagierte nicht darauf und die wurde panisch.
Wann hatte das nur angefangen. Er probierte öfters sie zu küssen, auch wenn sie wusste, das er nicht mehr als Geschwistergefühle für sie fühlte. Sie beiden wussten das. Er keuchte auf, als sich etwas um seine Hand wand. Die schwarzen Schlingen grollten und zischten vor sich hin und er zog blitzartig seine Hand von ihr weg. Sie blutete und Onyx war von den besagten Schlingen umhüllt. Die Todesmagie zu beherrschen war lediglich ihr Privileg und da machte ihre fehlende Körperkraft auch nichts.
"Wenn du notgeil bist, such dir etwas anderes. Mich bekommst du nicht, du bist mein Bruder." erklärte sie ihm mit belegter Stimme. Sie kämpfte den Kloß in ihrem Hals runter. Er sah zur Seite, seine Hand blutete stark, Tropfen für Tropfen plitschte es auf den Boden. Aber nur spärlich schloss sich die Wunde wieder. Die Necromancer bezogen Energie vom Tod um sich zu heilen. Es erstaunte sie immer noch. "Du weißt dass das nicht geht." "Und du weißt, das du es mit mir auch nicht darfst." Sie starrten sich erneut an. Dann schnaubte Dorian, schloss die Tür wieder auf und ging in sein Zimmer.
Sie würden warten müssen, bist Rasputin wieder da war, damit sie den weiteren Verlauf planen konnten. Sie zog sich zu Ende an und ging dann in ihr Zimmer. Sie hoffe nur, das sie nicht wieder fliehen mussten. Sie kam sich dabei immer wie ein aufgeschrecktes Huhn vor. In ihrem Zimmer schmiss sie sich aufs Bett und starrte an die Decke. Sie würde diesen Weg, den Weg eines Necromancers, aber immer wieder nehmen, wenn sie es noch einmal entscheiden müsste. Sie konnte sich kaum an die Zeit vor Rasputin und den Nercomancern erinnern, nur wage an einzelne Bruchstücke, die in ihr nur ein deprimierendes Gefühl auslösten.
Es klackte Etwas an ihrem Fenster und ihre Miene erhellte sich wieder. Sie sprang auf, tappte die sechs Schritte zum Fenster und riss es auf. Sofort flatterte die Krähe herein und sprang von der Fensterbank. Kurz über dem Boden, wandelte es sich in einen Mann, dessen Körper mit mehreren Gewändern bedeckt war und allesamt Schwarz. Das schwarze Haar was unter der Kapuze, die tief ins Gesicht gezogen war, hervorlugte, hing ihm auch mitten im Gesicht und machte es so schwer, seine Züge zu erkennen. "Meister!" freute sich Onyx aus tiefsten Herzen und umarmte ihn.
Er war für sie Meister, bester Freund und Vater zusammen. "Tochter." Seit sie bei ihm war, nannte er sie Tochter und es machte sie überglücklich. Er war immer für sie da gewesen und dafür liebte sie ihn sehr. "Was ist passiert?" fragte er und Onyx verstand erst nicht. Dann bemerkte sie den Blick von ihm und sie wusste, das sie etwas ausstrahlte, was ihn stutzig machte. Abstreiten oder lügen nützte nichts. Sie krallte sich in Rasputins Gewänder und drückte ihr Gesicht auf seine Brust. "Dorian..." Augenblicklich spannte sich der Körper von ihrem Meister an.
Sie atmete tief durch und schaute ihn an. "Er meinte, dass die Wirte wissen, wer wir sind! Aber ich will nicht wieder fliehen, Meister. Noch während ich mich gewaschen habe, hat Dorian es mir schon gesagt!" Sie sprach hektisch und ihre Augen huschten unschlüssig über sein Gesicht, ohne festen Blickpunkt. Sein Körper entspannte sich etwas und ein Lächeln stahl sich auf seine dünnen Lippen. Er legte die Hand auf ihre Wange und streichelte mit dem Daumen darüber.
"Es tut mir Leid, aber es sieht so aus als müssten wir genau dies tun. Verzeih mir, meine Tochter, aber ich kann es nicht ändern." Ihr Blick wanderte Richtung Boden und er legte den Kopf etwas schief, als würde er mit ihr fühlen. "Aber warum wussten sie es so schnell?" flüsterte sie und war echt niedergeschlagen. Sie hatte gehofft, dass sie wenigstens diese Nacht mal wieder in einem wirklichen Bett schlafen konnte. Sie seufzte. "Das liegt womöglich daran, das die Menschen merken, wenn man sie bespitzelt." Onyx sah vom Boden auf und Rasputins Daumen hatte aufgehört sie zu streicheln.
"Wie jetzt?" fragte sie nach. "Dorian sollte sie auf meinen Wunsch hin beschatten und feststellen ob sie etwas wissen, was nützlich sein könnte." Sie schon unsanft seien Hand beiseite und stemmte ihre Hände in die Seiten. "Und dann wunder ICH mich noch warum die Menschen es andauernd merken!" schnaubte sie und sah ihren Meister vorwurfsvoll an. "Warum schickst du den schlechtesten Spion von uns Drei zum spionieren?" Rasputin öffnete den Mund um ihr eine Antwort zu geben, als die Tür aufgerissen wurde. Die Köpfe der beiden Necromancern im Raum rückten blitzschnell zur Tür, in der Dorian stand.
"Willst du dich jetzt beschweren?" fragte sie mit arroganten Tonfall, aber Dorian beachtete sie nicht einmal eines Blickes und wandte sich gleich an seinen Meister. "Kopfgeldjäger." Schneller als Onyx es realisiert hatte, hatte Rasputin ihr einen seiner Umhänge umgeworfen, sie an der Taille gepackt und aus dem Fenster gestoßen. Das erschrockene Aufkeuchen blieb ihr im Halse stecken, als ihre schwarzen Schattenschlingen sich um sie wickelten und ihr so eine sanfte Landung verschafften.
"Manes wird dich begleiten." hörte sie Rasputins Stimme aus den Fenster und schon schwebte das weißleuchtende Wesen neben ihr. Der Seelensammler ihres Meisters. "Und nun: Lauf!" Sie lief. Wie ihr befohlen lief sie vom Gasthaus weg, in den Wald hinein. Manes, das schlangenähnliche Seelenwesen, schoss ungewohnt schnell durch das Geäst und Dickicht. Ein Knacken und ein wütendes Geschmatze ertönte unmittelbar hinter ihr. Die Bluthunde. Sie bekam Tränen in den Augen und rannte schneller. Sie hatte Angst.

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