IRC-Galerie

Es war gestern Mittag, als wir darüber scherzten, was es mit den farbeigen Punkten auf der Unterseite der Red Bull Dosen auf sich hat. Doch ich habe die Warnung nicht ernst genug genommen und wurde prompt dafür bestraft. Alles begann damit, dass ein Gast meinte, man solle sich von den Dosen mit dem schwarzen Punkt auf der Unterseite fernhalten. Tja, genau wie ich werdet ihr dem wohl keinen Glauben schenken. Im Verlaufe des Mittags, fanden wir dann heraus, dass dieser Gast wohl C. Blocher gewesen sein musste. Es fiel mir wie schuppen aus den Haaren, schwarzer Punkt, schwarzes Schaf, SVP Kampagne.... Oh mein Gott. Die würden doch nicht etwa.... doch anscheinend schon. Herr Blocher scheint tatsächlich so abgebrüht zu sein, dass er sich heimlich in Chatrooms schleicht und dort gegen die schwarzen Schafe vorgeht.

Naja alles in allem, verlief mein Tag, trotz der kompletten Einnahme, des schwarz gepunkteten Getränks relativ ruhig. Ich kam wie immer um ca. 24 Uhr nach Hause, schaute die Nachrichten und ging danach schlafen. Es kam mir noch nicht einmal verdächtig vor, als mein Fernseher, beim Ausschalten sich mit einem letzten aufleuchten, eines schwarzen Punktes verabschiedete. Ich hätte da schon merken sollen, dass der Fluch bereits auf mir lag.

Heute Morgen nahmen die Dinge ihren Lauf. Ich stand auf duschte und zottelte warm verpackt los. Mein Weg zur Bushaltestelle führt am Friedhof vorbei, welcher direkt vor unserem Haus liegt. Eigentlich nichts ungewöhnliches, doch es sollte noch alles anders kommen. Wie ich da so in Richtung Bus Haltestelle schlenderet sah ich ihn auf einmal. Stark, schwarz, ein toller Körperbau. Ein prachtsstückl von einem Traktor. Ihr kennt sicherlich diese kleinen Trucks, wo im Winter auch Schneepflüge montiert werden können. Sie gleichen den Rasenmähern zum draufsitzen nur halt ohne Rasenmähvorrichtung. Erst wollte ich weiterlaufen, doch dann packte es mich und ich schlich unauffällig über die Strasse um das gute Stück von nahem zu betrachten. Wiederum fiel mir nicht weiter auf, dass es schon wieder schwarz war. Als ich so um diesen kleinen Tracker rrumschlich sah ich auf einmal, dass der Schlüssel steckte. Oh wow, sollte ich.... neiiiin ich würde wieder Probleme bekommen. Aber es reizte mich sehr. Doch war der Reiz gross genug, meine Bewährungsstrafe auf Spiel zu setzen?

Was soll ich sagen, natürlich war der Reiz zu gross und dass der Truck noch einen 2 Meter langen Anhänger montiert hatte war mir zu dem Zeitpunkt auch egal. Ein letztes mal schaute ich mich um, bevor ich mich flink in auf den Sattel schwang und erstmal platz nahm. Die Instrumente schienen einfach. Gas, Bremse, paar Lichter etc. Na dann wollen wir mal. Ich meine, ich wollte nur ein kleine Runde auf dem Parplatz drehen und danach das gute Stück wieder so hinstellen wie er grad da stand. Keiner würde je davon Wind bekommen..... Sagte ich bereits, dass dieses Ding schwarz war? Ihr werdet gleich erfahren wieso dem so ist.

Ich drehte den Schlüssel um, der Motor brummte kräftig und aus dem Auspuff kam mächtig Dampf. Ich wollte grad gas geben, als ich im Rückspiegel eine person auf mich zurennen sah. Ach du scheisse, der Friedhofsgärtner. Nun was sollte ich tun. Stehen bleiben und es als Lausbubenstreich abtun, würde mir der überhaupt glauben, dass ich mir nur einen Kindheitstraum erfüllen wollte. Oder sollte ich einfach gas geben, davon fahren und das Ding eine Stunde später, wenn sich die Aufregung etwas gelegt hatte zurückbringen?

Scheisse hab ich das Pedal durchgetreten sage ich euch. Der Motor heulte auf und mit einem heftigen Ruck gings los. 15, 25, 40, wow dieses Ding war flott. Im Rückspiegel sah ich den Friedhofsgärtner immer kleiner werden. Ich fühlte mich wie Vin Diesel in the Fast and the Furious. Ok ich war definitiv der furiose, aber das war mir in dem Moment egal. Ich tuckerte auf die Hauptstrasse, da ich das Gefährt auf einem nahegelegen Parkplatz stehen lassen wollte. Konnte ich denn wissen, dass der Kerl schon lange die Polizei gerufen hatte?

Naja ich schaute jedenfalls nicht schlecht, als ich auf einmal blaulicht im Rückspiegel sah. Ich versuchte noch zu flüchten doch die drei Wagen der Schaffhauser Polizei hatten mich schnell zum stehen gebracht. Einen konnte ich noch rammen, doch danach ging meine Mühle aus. Ach du liebe Güte und das alles auf Bewährung, dachte ich. Doch es sollte noch viel viel schlimmer kommen. Ich setzte mein fröhlichstes Grinsen auf und wollte absteigen, da verspürte ich einen heftigen Schmerz im Nacken und ging zu Boden. Die Polizisten hatte mich mit einem Teaser (für Stifler: En Teaser isch.... nei ich weiss, dass das au en Filmtrailer cha sie aber.... STIF, etz loh mi usrede. En Teaser isch en Elektroshocker. Oah nei da isch kein usdruck gege Elektromusik, etz loh mi fertig verzelle!) niedergestreckt.

Ich lag auf dem Boden und war völlig verkrampft. Für ein paar Sekunden fühlte es sich an, als würde jeder meiner Muskeln explodieren. In dem Moment hatte ich auch schon das Knie, eines der 8 Polizisten im Rücken und mir wurden Handschellen angelegt. Ich fand die ganze Sache etwas übertrieben und fragte, ob das denn wirklich nötig sei. Die Antwort kam prompt und war genauso überraschend wie verwirrend. „Für so kranke Menschen wie sie gibt es keine soft Behandlung!!“ Moment mal, krank? Ich? Ich mein ok meine Mutter sagt seit Jahren ich sei nicht ganz normal im Kopf, aber das ich mir das von einem Polizisten sagen lassen muss war mir doch neu.

Da traff auch schon der Friedhofsgärtner ein und rannte auf uns zu. Mit einem verachtungsvollen Blick lief er an mir vorbei zum Truck. Klar! Der Truck war schon ne geile Sache, aber so ein Theater deswegen zu veranstalten? Doch er lief am Truck vorbei und kam erst beim Ende des Anhängers zu stehen. Er entfernte das weisse Tuch, welches meiner Meinung nach Werkzeug abdecken sollte und zum vorschein kam ein schwarzen Sarg. Ach du Scheisse. Ich habe nicht nur einen Truck mit Anhänger geklaut sondern auch noch einen leeren Sarg. Ups, sagte ich leer? Der Gärtner öffnete sogleich den Deckel und schien sichtlich erleichtert. „Äusserlich sieht die Leiche noch vollständig aus.“ Ich wurde kreidebleich. Ich hatte doch nicht etwa... in dem Moment rammte mir der kleine dicke drecks Bulle seinen Schlagstock in den Magen. Mit schmerzverzerrtem Gesicht versuchte ich mich wieder aufzurichten. Er packte mich an meinen langen schwarzen Haaren, zog meinen Kopf an sich ran und schrie: „Na du kleine perverse Sau gefällt dir das?“ Als wäre es nicht genug, dass aus einem Streich eine Straftat, welche sicherlich schwere Folgen für mich haben würde, geworden ist. Nein, der Kerl leckte mir übers Gesicht. Baaaah!!! Wer war nun die kranke Sau! Er wollte nicht aufhören er leckte immer weiter und mit letzer Kraft riss ich mich aus seinem Griff und fiel nacht hinten wo ich heftigst den Kopf anschlug. Oaaah. Ich öffnete die Augen. Vor mir Stand meine Mutter und mit unserem Hund. Oh man. Das alles war nur ein Traum. Erleichtert streichelte ich meinen Hund und freute mich sichtlich ihn zu sehn.

Anschliessend stand ich auf ging duschen und machte mich auf den Weg. Wie ihr wisst, wohne ich direkt beim Friedhof. Muss daher, jeden Tag da durch laufen. Ihr könnt euch nicht vorstellen wie bleich ich wurde als am Ende vor der Kapelle ein schwarzer Truck mit einem 2 meter langen Anhänger stand.....

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