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Das Mädchen mit dem Industriestahlherzen | Invisible Misfitsgirl
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Stranger.Core Teil 2Dienstag 21.08.2007 11:09 PM

Stimmen. Ein wirres durcheinander Männlicher Stimmen dröhnt ihr an die Ohren.
Ihr erster Gedanke war, das es sich anhörte als hätte man die Stimmen durch den Mixer gejagt und mit Karamell übergossen damit sie aneinander kleben blieben. Konnte jemand noch undeutlicher sprechen?
„...und was machen wir jetzt mit ihr?!“
Julie blinzelte. Blau-Grüne Augen starrten in die Leere vor sich. Vor ihr warfen drei Männer große Schatten an die Wand. Die Tür. Sie war offen.
„Wir sollten sie einfach gehen lassen. Sie hat keinen von uns gesehen...“
Sie brummte leise, versuchte sich zur Tür zu drehen, wenigstens einen kleinen Blick zu erhaschen. Diese einfache kleine Drehung, schien nie zu vergehen und war anstrengender als alles was das junge Mädchen bisher erlebt hatte.
„Wir können sie nicht einfach gehen lassen! Und jetz mach die verdammte Tür zu!“
//...Verdammt!...//
Gerade als sie es geschafft hatte, verschwand das Licht, dass aus dem Nebenraum hereingestrahlt war. Zurück blieb Dunkelheit. Es war wohl spät geworden. Wie lange hatte sie dort nur gelegen? Wieviel zeit war vergangen? Was war hier überhaupt los?
Dumpfes Streiten war noch zu hören. Durch den kleinen Spalt zwischen Boden und Tür kroch noch ein winziges bisschen des goldenen Schimmers von Kerzen.
„...ver...dammt...“
Nur Langsam kehrte die Kraft in Julies Gliedmaßen zurück. Wie eine kaputte Puppe zog sie Arme und Beine an ihren schmerzenden Körper, musste immer wieder inne halten, da sich Splitter in eben diese bohrten. Es fühlte sich an, als würden viele kleine Spritzen hineingestochen und genüsslich hin und her bewegt. Die Vorstellung, dass es so sein könnte, erschauderte das Mädchen. Gänsehaut. Tränen schossen in Julies Augen und sie begann zu wimmern. Das zarte Stimmchen erklang im ganzen Raum, indem sonst nur das Murmeln der Männer zu hören war.
Mit einem Ruck wollte die Dunkelhaarige sich abstoßen, schrie laut auf. So einen Schrei kannte man nur aus Filmen. So voller Kraft und Energie. Das Adrenalin, dass sie gerade noch geputscht hatte verflüchtigte sich zu schnell.
Die Tür sprang auf. Die Augen des jungen mannes weiteten sich, als er ihre Hand sah.
Aus der Mitte der linken Handfläche floss schwarzes Blut. Ihre blasse Haut schien grau zu sein...es war so finster dort.
„...Hey...kommt schnell! Wir haben ein problem!“
Julie sah noch, wie zwei weitere Schatten in die Tür traten, bevor das Bewusstsein zu schwinden drohte. Mit aller Kraft versuchte sie sich wach zu halten, doch der Schmerz betäubte ihre Sinne. Es tat weh, als ihr Kopf erneut auf die Dielen prallte...

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