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MikoMilano

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Die Hand voller Asse, doch die Welt spielt Schach..

Schweig still mein HerzSamstag 14.06.2008 03:39 PM

Einsamkeit. Das ist nur ein Wort.
Ein Wort ohne Bedeutung. Eine Beschreibung?
Die Beschreibung eines Gefühls?
Einsamkeit.
Nur ein Wort, dessen Bedeutung mir erst zu spät klar wurde.
Erst nachdem ich die Einsamkeit verbannte die mich in einer Fremde befiel.
Ich dachte einsam wäre der, der nachts vergessen durch die Straßen zieht und das Leben sucht.
Doch schlimmer noch, als diese Leere in einem Haus, die man als Einsamkeit ansieht, so ist die Leere im Herzen.

Einsamkeit.
Das ist nicht nur ein Wort. Ein Wort ohne Bedeutung.
Es ist ein Gefühl. Ein Gefühl voller Trauer und Schmerz.
Eine Sehnsucht.
Die schlimmste Einsamkeit überkam mich, als ich Zurück kehrte.
Zurück in das Haus, wo ich einst zu Hause war.
Die Stimmen erfüllten die Räume, schallten von den Wänden wider.
Die Klänge des Lebens verweilten am Ort, an dem ich mich einst sicher fühlte.
Doch die Einsamkeit umfasste mein Herz, klammerte sich fest an mich.
Denn so laut die Stimmen auch wurden, so hell die Sonne auch hinab schien.
Ihr Licht erreichte mich nicht.

Und so saß ich stumm da.
Umgeben von Leben und doch… einsam.
Und das Lächeln auf meinen Lippen strafte mich Lügnerin.
Die Tränen die ich nicht weinen konnte, schnitten in meine Seele.
Sie ließen mein Herz verbluten.
Obgleich die Menschen mich auch ansahen.
Sie sahen durch mich hindurch.
Wie ein Glas mit glitzerndem Wasser so kam es mir vor.
Doch stille Wasser sind tief.
Und die Kälte am Grund ließ mich erfrieren.
Mich und mein Herz.

Hohles Lachen.
Die Geräusche drangen wie durch Watte gefiltert an mein Ohr.
Nur dieses Lachen.
Dieses falsche Lachen.
Es zerriss mich.
Mir war nach schreien doch meine Lippen verließ kein Ton.
Schweig still mein Herz.
Niemand hört dein Wehklagen.
Schweig still.

Einsamkeit.
War es nur ein Wort, welches sich tief in mich hinein brannte.
Und doch erfror ich an ihr.
Der Einsamkeit.
Umgeben von so vielen Menschen.
Nicht allein.
War mein Herz doch einsam.

Erzitterte unter der Schuld.
War ich schuldig?
Schuldig nicht dazu zu gehören.
Schuldig keine Tränen zu zeigen, wenn mir doch nach weinen war.
Eine Lügnerin im Angesicht der Sonne.
Sie wollte mich wärmen.
Wollte mir Leben schenken.
Neuen Mut.
Neue Kraft.

Blieb ich doch im Dunkeln, bewahrte mir die Trauer über das Leben.
Erst jetzt erkannte ich.
Erst jetzt verstand ich es.
Einsamkeit. Das ist das Gefühl.
In mitten von Tausenden einsam zu sein.
Schweigend zu zusehen.
Unbeachtet.

Und ich flehte die Sterne an.
Ich flehte mein Herz an.
Schweig still mein Herz.
Schweig still.

Und es schwieg…

…für immer…

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