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Melonenlord

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HerzkreislaufsystemSonntag 16.05.2010 05:24 PM

Herz – Cor
Herz-Kreislauf-System – kardiovaskuläres System
Lungenkreislauf ( kleiner Blutkreislauf )
Körperkreislauf ( großer Blutkreislauf )
Mediastinum ( zwischen den beiden Lungenflügeln )
Größe, Gewicht und Form des Herzens – ca. so groß wie eine geschlossene Faust
- ca. 300g schwer
- ähnelt einem abgestumpften Kegel
Vorhof – Atrium
Kammer – Ventrikel
Herzscheidewand – Septum cardiale
Vorhofseptum – Septum intercardiale
Kammerseptum – Septum interventrikulare
Halsschlagader – Aorta carotis
Stamm der Lungenschlagadern – Truncus pulmonalis
Aufteilung der Aorta – Aortenbifurkation
Beckenschlagader – Aorta ilica
Oberschenkelschlagader – Aorta femoralis
Obere Hohlvene – Vena cava superior
Untere Hohlvene – Vena cava inferior
Lungenschlagader – Truncus pulmonalia
Segelklappen – AV-Klappen Atrio-Ventrikular-Klappen
li. Segelklappe - Mitralklappe
re. Segelklappe – Trikuspidalklappe
Herzskelett – Anulus fibrosus
li. Vorhof – Atrium sinistrum
re. Vorhof – Atrium dextrum
Brustbein - Sternum
ICR – Interkostralraum; Unterrippenraum
Zusammenziehung – Systole
Ausdehnung – Diastole
Kammerschenkel – Tawaraschenkel
EKG – Elektrokardiogramm
Schlüsselbein – Clavicula

Das Herz ( Cor ) ist die zentrale Pumpe des Kreislaufs und transportiert mit Hilfe der Blutgefäße Sauerstoff, Nährstoffe, Stoffwechselprodukte und Kohlendioxid durch den Körper ( kardiovaskuläres System ) .

Sauerstoffarmes Blut => Venen => re. Herzhälfte => Lungenkreislauf => Sauerstoffreiches Blut => li. Herzhälfte => Aorta => Körperkreislauf

Das Herz sitzt zwischen den beiden Lungenflügeln im Mediastinum. Hinten grenzt es an Speiseröhre und Aorta, vorne bis an die Hinterfläche des Brustbeins und unten sitzt es dem Zwerchfell auf. Die Herzachse verläuft diagonal von rechts hinten oben nach links vorne unten.

Das Herz ist ein Hohlmuskel mit vier verschieden Innenräumen.
Die Herzhälften haben jeweils einen kleinen muskelschwachen Vorhof, der das Blut aus dem Körper zunächst „einsammelt“ und eine Kammer, die das Blut aus dem Vorhof erhält und wieder in den Körper bzw. Lungenkreislauf presst.

Die Herzscheidewand ( Septum cardiale ) ist unterteilt in Vorhofseptum (Spetum intercardiale)und Kammerseptum ( Septum interventrikulkare )

Die Herzklappen liegen zwischen den Vorhöfen und Kammern ; den Kammern und Aorta / Stamm der Lungenschlagadern. Sie lassen sich physiologisch nur in eine Richtung öffnen.
Feine Sehnenfäden verbinden die drei Zipfel der Segel beider Klappen mit den Pappilarmuskeln (dicke Muskelzapfen der Herzkammern ). Dadurch wird verhindert, dass sie bei der Systole in die Vorhöfe ( Atrien ) zurückschlagen.

Die Taschenklappen liegen zwischen den Kammern und den großen Schlagadern
zw. li. Kammer und Aorta (Aortenklappe)
zw. re. Kammer und Truncus pulmonalis (Pulmonalklappe)

Klappenebene: Alle vier Klappen werden von einem Brindegewebsgerüst zusammengehalten ( Anulus fibrosus ) . Das His-Bündel durchdringt die Klappenebene rechts neben der Aorta.

Klappenstenose: Die Segel bzw. Taschen öffnen sich nicht weit genug/ die Lichtung der Klappen ist zu eng. Das Herz baut mehr Druck auf um das Blut durch die kleiner Öffnung zu pumpen. Dies kann die Leistungsfähigkeit des Herzens übersteigen, so dass eine Herzinsuffizienz entsteht.

Klappenininsuffizienzen Sind die Sehnenfäden/Pappilarmuskeln durch Schädigung narbig verkürzt schließt sie folglich nicht mehr dicht. Nun strömt bei jeder Herzaktion ein Teil des Blutes entgegen der physiologischen Blutflussrichtung zurück. Das hin und her pendelnde Blut verursacht schließlich eine kaum zu leistende Mehrarbeit für das Herz, welche zu Herzinsuffizienz führt.

Bioprothesen Xenografts (tierisch) halten 7-12 Jahre
Allografts (menschlich) halten 10-15 Jahre
Für Kinder sind nur Allografts geeignet. Antikoagulation ist bei Bioprothesen nur wenige Monate nötig.
Mechanische Prothesen theoretisch 100-300 Jahre haltbar, jedoch hohe Trombosegefahr und lebenslange Einnahme von Antikoagulationsmedikamenten.

Aufbau der Herzwand
Endokardcard 1mm dick; Innenhaut
Myokardcard 1-11mm dick; Muskelschicht
Epikardcard 1mm dick; Außenhaut
+Bilden gemeinsamden Herzbeutel
Perikardcard 1mm dick

Echokradiographie – Ultraschalluntersuchung des Herzens
Je nach Fragestellung wird der Schallkopf entweder auf den Brustkorb aufgesetzt oder transösophageal ( in die Speiseröhre ) eingeführt. Beurteilt werden können: Größe, Struktur und Wandstärke der Kammern und Vorhöfe, sowie die Klappen einschließlich ihrer Bewegungsabläufe.

In Kombination mit dem Doppler-Ultraschall können auch noch Ströhmungsrichtung , - geschwindigkeit, das Ströhmungsvolumen im Herz und den abgehenden Gefäßen und die Widerstände in den Gefäßen erfasst werden.

Farbdoppler - blau, wenn sich der Blutfluss vom Schallkopf wegbeweg
- rot, wenn sich der Blutfluss auf den Schallkopf gerichtet ist
Die Farbintensität informiert über die Flussgeschwindigkeit.

Das Endokard ist eine sehr dünne und glatte Epithelschicht, die ähnlich einer Tapete beide Vorhöfe und Kammern auskleidet und die Klappen überzieht.

Endokarditis ist eine infektiöse oder durch Autoantikörper bedingte Entzündung des Endokards. Sie wirkt sich vor allem an den Klappen aus.

Herzmuskelhypertrophie
Der Herzmuskel kann sich an lang andauernde Belastung anpassen, indem die einzelnen Muskelfasern länger und dicker werden ( hypertrophieren ) .
Physiologisch : mäßige Herzmuskelhypertrophie erzeugt vor allem bei Sportlern eine höhere Leistungsfähigkeit.
Pathologisch : bei Bluthochdruck/Klappenstenosen wegen dem Anarbeiten gegen den hohen Druck.

Perikarditis ist eine Entzündung des Herzbeutels. Sie erzeugt schmerzhafte Reibung.
Ein Perikarderguss ist eine Flüssigkeitsansammlung zwischen dem Epikard und dem Perikard (inneres und äußeres Blatt des Herzbeutels)

Herzzyklus: ca. 70 Schläge pro Minute d.h. 0,6 sek. Pro Schlag.

Systole
Anspannungsphase: Die Kammern sind mit Blut gefüllt und die Klappen sind geschlossen. Durch Kontraktion der Muskelschicht wird Druck auf das Blut aufgebaut. Der Druck ist jedoch nicht groß genug, um die Klappen aufzustoßen.
Austreibungsphase: Bei zunehmender Kontraktion übersteigt der Druck der Kammern schließlich den Druck in der Lungenarterie und der Aorta, das heißt die Taschenklappen werden aufgestoßen und das Blut fließt in die Gefäße, während dessen saugen sich die Vorhöfe wieder mit Blut voll.
Diastole
Erschlaffungsphase: Alle klappen sind geschlossen. Die Muskulatur erschlafft.
Füllungsphase: wenn der Druck in den Vorhöfen größer ist als in den Kammern, öffnen sich die Segelklappen, so dass das Blut aus den Vorhöfen in die Kammern fließt.





Das EKG ( auch Spannungs-Zeit-Kurve )
Bei einem EKG werden Spannungen im Bereich weniger Minivolt aufgezeichnet. Da sich die Spannungen im Zeitverlauf ändern, werden die Spannungswerte fortlaufend in Abhängigkeit von der Zeit auf einen Papierstreifen aufgezeichnet.
Der bei der EKG-Aufzeichnung entstehende charakteristische Kurvenverlauf ist zum einen abhängig von der Art der Ableitung , zum anderen vom Ort der Erregung (in Vorhof oder Kammer ).
Die Bezeichung der Kurven und Zacken erfolgt in alphabetischer Reihenfolge (P,Q,R,S,T und ggf. U)
P-Welle = Vorhöfe erregt/Vorhofmuskulatur kontrahiert.
Q-,R-,S-Zacke = QRS-Komplex beschreibt die Kammererregung, -kontaktion
T-Welle = entspricht der Erregungsrückbildung in den Ventrikeln und der gleichzeitigen Erschlaffung der Kammermuskulatur.
U-Welle = Bedeutung noch nicht entgültig geklärt.
Die zwischen den Wellen bzw. Zacken liegenden Strecken werden mit dem jeweiligen Buchstaben bezeichnet, bei dem sie beginnen und enden. Z.B. PQ-Strecke oder ST-Strecke.
Bei der Auswertung eines EKG prüft der Arzt ob alle Kurven, Zacken und Strecken im Normbereich liegen. Dies kann bei erfahrenen Ärtzen mit dem bloßen Auge, oder bei Unklarheiten mit einem EKG-Lineal erfolgen.

Angina pectoris
deutsch: Brustenge, Herzschmerz, ist ein anfallsartiger Schmerz in der Brust, der durch eine Druchblutungsstöhrung des Herzens ausgelöst wird. Meist beruht diese auf einer Engstelle (Stenose) eines Herzkransgefäßes.
beginnen typischerweise plötzlich und dauern Sekunden bis zu Minuten,
werden oft als Brennen, „Sodbrennen“, Reißen oder krampfartiger Druck in der Herzgegend beschrieben,
werden oft hinter dem Brustbein empfunden, häufig ausstrahlend in beide Brustkorbseiten, seltener auch in beide Schultern und Oberarme, in den Oberbauch und Rücken, über den Hals bis hin zum Unterkiefer sowie in den ganzen linken Arm bis in die Hand,
können auch nur zwischen den Schulterblättern, in der Magengegend und in der rechten Brustkorbhälfte auftreten.

Herzinfarkt: Rund 280.000 Menschen erleiden im Jahr einen Herzinfarkt. Männer doppelt so häufig wie Frauen. Symptome sind akut einsetzende, ausstrahlende und oft anhaltende retrosternale Schmerzen, Atemnot, Angst, Vernichtungsgefühle, Blässe, kalter Schweiß und das Gefühl eines „eisernen Reifens um die Brust“. Die Diagnose wird über das EKG und durch abgestorbene Muskelproteine im Blut vorgenommen.

Stent: Ein Stent ist ein feines, röhrenförmiges Drahtgeflecht, das in die verengte Stelle der Arterie eingesetzt wird, um sie zu schützen und offen zu halten.Er wird innerhalb eines Monats mit einer dünnen Schicht von Gefäßzellen überzogen, die die Arterien auskleiden. Nach einiger Zeit stellt er somit einen Teil der Arterienwand dar.

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