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Das Blitzlichtgewitter war grenzenlos, als Ruud van Nistelrooy am Montag im Pressekonferenzraum des HSV vorgestellt wurde. Zwar zeigte sich der holländische Stürmer-Star noch nicht auf dem Trainingsplatz, dennoch hetzte der 33-Jährige von Termin zu Termin. hsv.de begleitete van Nistelrooy an seinem ersten Tag in Hamburg.

Das Stenogramm:

13.25 Uhr: Mit einer Privatmaschine landet van Nistelrooy aus Madrid Torrejon kommend mit gut zehnminütiger Verspätung auf dem Flughafen Hamburg Fuhlsbüttel. Neben ihm sind auch seine Ehefrau Leontine und sein Berater Roger Linse an Bord. Nachdem er das erste Mal in seinem Leben Hamburger Boden berührt, muss der Stürmer bereits auf dem Rollfeld die ersten Autogramme schreiben und für Fotos posieren. Auch unter dem Bodenpersonal gibt es reichlich HSV-Fans. Gelassen und ohne Eile erfüllt er alle Wünsche, bevor es dann direkt am Flugzeug im vom HSV bereitgestellten Minibus weiter geht.

13.30 Uhr: Neben van Nistelrooy und seinen Begleitern nehmen auch die HSV-Team-Manager Jürgen Ahlert und Marinus Bester im Wagen Platz. Am Gebäude des Geschäftsfliegerzentrums wartet die großen Horde Journalisten und ein paar Rothosen-Anhänger, doch die bekommen den Holländer nur im vorbeifahrenden Auto zu Gesicht. Van Nistelrooy winkt mit einem leichten Lächeln - ein neues Kapitel in seiner großen Karriere hat begonnen.
Auf der gut 20minütigen Fahrt Richtung Elysée Hotel erzählt van Nistelrooy, wie er seinen Abschied aus Madrid erlebt hat. "Die Fans sind nach dem Spiel nicht aus dem Stadion gegangen und haben auf mich gewartet. Das war ein sehr emotionaler Abschied für mich. Meine Frau hat alles mit der Kamera festgehalten. Ich freue mich, mit so einer großen Geste verabschiedet worden zu sein".

13.45 Uhr: An der Rothenbaumchaussee lässt sich der Torschützenkönig aus Holland, England und Spanien im Vorbeifahren den Ort der ehemaligen Spielstätte der Rothosen zeigen. Jürgen Ahlert erklärt dem Neu-Hamburger kurz, dass sich die Spieler über die Straße zum Platz begeben mussten. Van Nistelrooy erzählt vom Telefonat mit seinem Vater, als er diesen vom Wechsel nach Hamburg informierte. Seine einzige Antwort sei Uwe Seeler gewesen. „Mehr hat er dazu nicht gesagt. In Holland habe ich früher immer um 18.00 Uhr die Sportschau gesehen", berichtet er weiter.

13.50 Uhr: Bei der Ankunft am Elysée heißt es zunächst wieder für ein Foto posieren. Hinter der Eingangstür warten dann sein Vater sowie seine Schwiegereltern. Sie hatten sich zusammen bereits gestern Nachmittag auf den Weg von Nijmegen nach Hamburg gemacht. Nach gut vier Stunden erreichten sie am Vorabend die selbst gebuchte Unterkunft im Rosengarten. O-Ton van Nistelrooy: "Da mischen wir uns nicht ein, das machen die alles selber".

13.57 Uhr: Nach einem kurzen Plausch mit den Familienangehörigen begibt sich der 33-Jährige kurz auf sein Zimmer. Auf die Aussage, falls es ihm dort nicht gefalle, solle er sich melden, lautet sein sympathischer Kommentar: "Ich brauche nur ein Bett. Der Rest ist egal".

14.25 Uhr: Vom Elysée geht es zur Arena. Dort warten bereits über ein Dutzend Kamerateams und gut 200 Journalisten auf den Nationalspieler, der das Ziel WM in Südafrika noch nicht aus den Augen verloren hat, wie er berichtet. In den nächsten Tagen möchte er sein Programm mit Athletiktrainer Markus Günther absolvieren, um möglichst schnell ins Mannschaftstraining einzusteigen. Vielleicht reicht es für das Spiel gegen den 1. FC Köln.

14.40 Uhr: Der Wagen rollt an der Autobahn-Auffahrt Volkspark vorbei. Der erste Buchstabe der HSH Nordbank Arena ist zu sehen. Bislang kennt er das Stadion nur aus dem Fernsehen. Seine Frau sagt scherzhaft, dass sie durch die großen Buchstaben den Weg zum Stadion finden würde. Ihr Ehemann fügt mit einem Lachen hinzu: "Und hier rechts geht es nach Hannover" und spielt damit auf die Freundschaft zu Arnold Bruggink von Hannover 96 ab.

14.42 Uhr: Der Van mit der kostbaren Fracht fährt direkt in die Buseinfahrt, von dort geht es umringt von den Journalisten zunächst ins Büro von Vorstandvorsitzenden Bernd Hoffmann. Mit Trainer Bruno Labbadia, der während des Tages noch auf der Trainertagung in Frankfurt weilt, wird sich die neue Rothose am Abend im Hotel treffen.

14.58 Uhr: Van Nistelrooy betritt mit Pressesprecher Jörn Wolf und Bernd Hoffmann den vollbesetzten Pressekonferenzraum. Auch viele Mitarbeiter haben sich dort eingefunden, um einen ersten Blick auf die neue Sturmhoffnung zu erhaschen. In gutem deutsch und mit dem typisch holländischen Humor beantwortet er gut 30 Minuten die Fragen der Medienvertreter.

15.24 Uhr: Nach der Pressekonferenz schaut sich der zweifache Familienvater erst einmal das Trainingszentrum des HSV an. Dort wartet bereits sehnsüchtig Co-Trainer Ricardo Moniz, der zunächst einige Worte mit seinem neuen Schützling wechselt.

15.35 Uhr: Im Physioraum begrüßt van Nistelrooy mit Romeo Castelen einen weiteren Landsmann. Zeugwart Mario Mosa zeigt der neuen Nummer 22 seinen Platz in der Kabine. Er wird direkt zwischen Paolo Guerrero und Zé Roberto Platz nehmen.

15.45 Uhr: Ein erster Blick in das neue Wohnzimmer. In der HSH Nordbank Arena möchte "Van the Man", wie der Niederländer in England liebvoll genannt wurde, die Fans mit Toren entzücken. Vielleicht bekommen ihn diese ja zum Heimspiel gegen Frankfurt das erste Mal auf dem Rasen zu Gesicht.

15.55 Uhr: In der Gästekabine werden die ersten Portrait-Fotos abgelichtet. Flugs schwingt sich der Modelathlet in die drei Trikots seines neuen Clubs. Auch in Lackschuhen lässt sich ohne Probleme ein Ball jonglieren, wie uns der Techniker eindrucksvoll zeigt.

16.25 Uhr: Abfahrt ins Hotel. Zusammen mit seiner Frau, seinem Vater und den Schwiegereltern soll noch schnell ein Kaffee getrunken werden. Morgen fahren bzw. fliegen diese bereits wieder nach Hause. Sein beiden Kinder und seine Frau wollen, sobald ein geeignetes Haus gefunden wurde, nach Hamburg ziehen. Und auch seine Eltern werden sicherlich schon bald wieder auf der Matte stehen, wenn es in der HSH Nordbank Arena heißt: Mit der Nummer 22....Ruuuuuud.....van Nistelrooy!

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