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13.02.2010 Van the Man schlägt zuMontag 15.02.2010 09:40 PM

Der Hamburger SV hat am Samstag in der Bundesliga gewonnen. Berg und van Nistelrooy sorgen mit ihren Treffern für den Erfolg.
Der Hamburger SV hat am 22. Bundesligaspieltag gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia setzte sich am Samstagnachmittag (13.02.10) vor 42.000 Zuschauern in der ausverkauften Mercedes-Benz Arena mit 3:1 gegen den VfB Stuttgart durch. Der starke Marcus Berg hatte die Rothosen in der 23. Minute nach Steilpass von Guy Demel in Führung gebracht. Nach dem Seitenwechsel erzielte Träsch in der 55. Minute den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Gastgeber. Der eingewechselte Ruud van Nistelrooy stellte per Doppelschlag in der 75. und 77. Minute den 3:1-Endstand her.
Zum zweiten Auswärtsspiel in Folge reisten die Hamburger erneut mit Personalsorgen im Gepäck. Bei den wiedererstarkten Stuttgartern standen Boateng (Knöchelverletzung), Elia (Knöchelverletzung), Benjamin (Aufbautraining nach Kreuzbandriss), Reinhardt (Aufbautraining nach Muskelfaserriss), Stepanek (Aufbautraining), Castelen (Aufbautraining nach Knieoperation), Zé Roberto (Aufbautraining nach Sprunggelenks-Operation) und Guerrero (Reha nach Kreuzbandriss) nicht zur Verfügung. Trochowski rückte für Elia in die Startelf, ansonsten ließ Trainer Labbadia die gleiche Mannschaft ran wie beim 3:3 in Köln am vergangenen Wochenende. Auch der neue VfB-Trainer Christian Gross sah nach dem 2:1-Sieg beim 1. FC Nürnberg keinen großen Bedarf zu wechseln, er musste auch lediglich auf Lanig (Aufbautraining nach Kreuzbandriss), Cacau (Adduktorenprobleme) verzichten.Die Partie begann sehr ausgeglichen. Beide Teams standen kompakt, störten den Gegner früh im Aufbauspiel und hielten das Geschehen vom eigenen Tor fern. So dauerte es auch eine Viertelstunde, ehe der erste Ball den Weg in Richtung Tor fand. Rozehnal war es, der eine Trochowski-Ecke auf das Tor von Lehmann köpfte, doch der stand goldrichtig und konnte parieren. Und auch für den zweiten Torversuch zeichnete Rozehnal verantwortlich, erneut nach einem Eckball von Trochowski, dieses Mal klärte Molinaro kurz vor der Torlinie.Berg bersorgt die Führung
Doch bekanntlich sind ja aller guten Dinge drei - und dieses Mal ließen sie einen Stürmer ran, der denn auch gleich mehr Glück im Abschluss hatte. Demel schlug einen traumhaften 40 Meter-Pass in den Lauf von Berg, der der VfB-Defensive enteilte und volley an Lehmann vorbei ins linke Eck zum 1:0 vollendete (23.). Doch der VfB brauchte nicht lange, um diesen Schock zu verdauen, bereits kurz darauf musste Rost gleich doppelt sein ganzes Können aufbieten, um gegen Molinaro und anschließend gegen Tasci den Ausgleich zu verhindern. Doch auch Lehmann stand seinem Gegenüber in nichts nach und bewahrte sein Team nach einer halben Stunde mit einer Großtat gegen den platzierten Linksschuss von Trochowski vor einem höheren Rückstand. Bis zum Ende der ersten Halbzeit mussten beide Keeper noch zwei Mal eingreifen: Rost parierte die Schüsse von Khedira und Marica, während Lehmann in höchster Not gegen Berg und Trochowski klären konnte. Und da beide Torhüter sich schadlos hielten, ging es mit der knappen Hamburger Führung in die Pause.
Nach dem Wiederanpfiff konnten sich die Hausherrn ein Übergewicht erarbeiten, insbesondere über ihre linke Angriffsseite brachten sich die Schwaben immer wieder gefahrbringend in Szene. Und so fiel auch irgendwie folgerichtig der Stuttgarter Ausgleich nach diesem Schema, als Träsch ein feines Zuspiel von links aus knapp 20 Metern per Direktabnahme ins Netz bugsierte (55.). Also wieder alles offen. Und der VfB machte weiter Druck - Marica setzte einen Nachschuss nach Rost-Abwehr denkbar knapp neben den Pfosten -, während der HSV auf Konter setzte. Nach einem dieser schnellen Gegenstöße hatte Berg seinen zweiten Treffer auf dem Fuß, überwand mit einem Lupfer auch den herauseilenden Lehmann, doch der Ball hüpfte am langen Eck vorbei. Also weiter weiter alles offen, deshalb brachte Labbadia kurz darauf in der 65. Minute Ruud van Nistelrooy ins Spiel - und der schoss den HSV nur zehn Minuten später innerhalb von 120 Sekunden zum Sieg. Unfassbar, unglaublich, unmenschlich! Vier Ballkontakte, zwei Tore, ein Matchwinner! Erst verlängerte Tesche per Kopf auf Van the Man, Linkschuss, Tor. Dann ein Zuspiel von Berg auf Van the Man, Rechtsschuss, Tor. Erst die 75. Minute, dann die 77. Minute, aus 1:1 mach 3:1 - absolut unglaublich. Und diese beiden Treffer schoss der Neuzugang des HSV auch noch ausgerechnet in der größten Druckphase der Stuttgarter, die anschließend kein Bein mehr auf den Boden brachten, so dass der HSV dieses Mal den Zwei-Tore-Vorsprung souverän über die Zeit brachte und drei wichtige Punkte aus dem Schwabenland mit in die Hansestadt nahm.
Das Spiel in Statistiken:

VfB Stuttgart: Lehmann - Celozzi , Tasci , Delpierre, Molinaro (90. Boka) - Träsch, Khedira - Gebhart (55. Hilbert), Hleb (55. Kuzmanovic) - Marica, Pogrebnyak

Hamburger SV: Rost - Demel, Rozehnal, Mathijsen, Aogo (31. Torun) - Jarolim, Rincón - Trochowski (65. Tesche), Jansen - Petric (65. van Nistelrooy), Berg

Tore: 0:1 Berg (23.), 1:1 Träsch (55.), 1:2 van Nistelrooy (75.), 1:3 van Nistelrooy (77.)

Zuschauer: 42.000 (ausverkauft)

Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Oberasbach)

Gelbe Karten: Marica, / Jarolim

Gelb-Rote Karten: - / -

Rote Karten: - / -

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