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Die Commerzbank Arena 19.12.2009Montag 21.12.2009 09:53 PM

Mein Besuch in der Commerzbank-Arena – oder: BIN ICH BALD DA?

Zunächst mal, es ist keine besonders gute Idee im Dezember ein Fußballspiel zu besuchen, aber was tut man nicht alles, um seine Lieblinge zu sehen und anzufeuern?
Vorab informiert man sich natürlich auf der Homepage des gegnerischen Vereins, über Anfahrtsmöglichkeiten und andere wichtige Dinge.
Ich stieß auf folgenden Satz (sinngemäß wiedergegeben): „ an unseren zahlreichen Imbissbuden bleibt beim Nationalgetränk „Äppelwoi“ auch der Austausch mit unseren tollen Anhänger nicht aus.“
Heute möchte ich darunter schreiben:
„ Austausch? – von Schimpfwörtern? Denn von diesen fielen reichlich. Und statt den „zahlreichen“ Imbissbuden wären ein oder zwei mehr Toiletten sicher angenehm gewesen. Und, der Äppelwoi riecht schon so furchtbar, dass ich ihn gar nicht erst probiert habe!“
Aber ich will mal von vorn anfangen.
Der Besuch startete mit der Fahrt in der S-Bahn zum Frankfurter Hauptbahnhof, die man, was sehr gut ist, mit der Eintrittskarte kostenlos nutzen kann.
Nach scheinbar endloser Fahrt endlich am Bahnhof angekommen, mit der Absicht in die nächste Bahn einzusteigen, wurde mir doch etwas mulmig, als einige Frankfurter lauthals grölend auf mich zustürmten und ich doch deutlich in der Unterzahl war.
Netterweise standen dort vier Polizisten, zu denen ich flüchtete, das fanden diese aber nur höchst belustigend, von wegen Freund und Helfer!
Gut, dann kam doch eine Bahn. Nein, ein Kurzzug. Aufregung am Gleis. Ich hatte mich auch eigentlich schon damit abgefunden, die nächste zu nehmen, schlüpfte dann aber doch noch rein, sind ja nur zwei Stationen. Schlimm, vor allem die belustigten Männer von der DB-Sicherheit, sehr nett, oder so.
Nächster Halt, Frankfurt am Main Stadion (immer dieser Zusatz, wer bis jetzt noch nicht gemerkt hat, dass hier keine Oder fließt…), alles klar, hier muss ich wohl raus.
Gesagt, getan, raus mit der Masse und los getrabt.
Aber wohin? Ringsrum nur Wald, alles klar, das Ding hieß doch mal Waldstadion, oder? Und ich weiß jetzt warum. Einfach der Masse hinterher.
Am Stadion angekommen, beginnt die Verwirrung erneut sich breit zumachen.
Muss ich in den blauen, grünen, gelben oder roten Bereich? Gefühlt natürlich in den grünen. So, Karte rausgraben, Block suchen, ah blauer Bereich. Und auf zum ersten Abtasten.
Noch schnell ein überteuertes Stadionmagazin gekauft und auf zum Block.
Und immer dieser Spruch: „Oh, guck mal, ein Wolfsburger!“ (Hey, ich bin ein Mädchen und demnach „WolfsburgerIN!) Ehrlich, beim zehnten Mal nervts. Also entgegnete ich stets:
„Ja, die anderen 99 sind noch unterwegs!“
Meist hatte ich dann meine Ruhe.
Vom weiten Weg erschöpft, eine Fanta gekauft (3,70¤!!) und in den Block gedüst, doch halt, nicht ohne ein zweites Abtasten, man kann ja was eingesteckt haben, bloß was? Schnee?
So gegen 14Uhr kam ich im Block an. Doch wo sind die Massen denn jetzt hin? Das ganze Stadion leer, gut es war sehr kalt, aber ich wollte ja das ganze Programm mitbekommen.
Ja Pustekuchen, nix mit Programm. Stattdessen lief ein Spiel der zweiten Liga, ach und der Sicherheitsbeauftragte hat sich vorgestellt.
Ich gesellte mich zu einer netten Gruppe (fühlt euch gegrüßt), die auch schon in der Kälte ausharrte.
Die Zeit schien jedoch nicht zu vergehen! Die rettende Idee kam, die Damentoilette. Und jetzt wird’s gemein, denn um dorthin zukommen, muss man raus aus dem Block und sich beim reinkommen wieder abtasten lassen. Ich kam auf fünf Abtastungen. Rekord!
Eine Gästefan-Toilette wäre sehr nett gewesen!
.Das Stadion füllte sich dann doch langsam und in der Kälte dann die Erkenntnis, Wolfgang Stark (du alte Pfeife) pfeift. Toll -.-
Es kamen dann doch ca. 41.000 Zuschauer. Und es war sehr imposant ein ganzes Stadion (außer dem Gästeblock natürlich) hüpfen zu sehen. Dafür ein Lob, aber bei dem einen bleibt es. Denn nach unserem Ausgleichstreffer wurde es richtig haarig. Nach dem eine Rauchbombe gezündet wurde (warum überhaupt) kamen noch mehr Ordner, als ohnehin schon da waren. (nur mal so, sind wir als so aggressiv bekannt? Heißen wir heimlich Rostock 2?) Die zugeholten Ordner waren wirklich Schweine, die ohne Grund provozierten und unschuldige Leute rauswarfen. Eine Rangelei zog weitere Rausschmisse mit sich.
Mittlerweile führten wir auch und ich sah Micha. Ging zu ihm hin um hallo zu sagen. Wenn dann immer der Ausgleich fällt, geh ich nie wieder hallo sagen!
Nach dem Abpfiff wollte ich bloß raus aus der Kälte, also auf zur S-Bahn, die nach Plan bloß alle halbe Stunde fahren sollte. Es kamen aber dann doch mehrere Züge, schnell in einen reingesprintet, bevor die Massen kommen.
Hätte man sich sparen können, der Zug stand eh noch mindestens zehn Minuten und ich war umringt von Feinden.
Nun denn, am Ende lässt sich sagen, einmal und nur ganz vielleicht wieder.
Und die Moral von der Geschicht, warm ists im Winter nicht.

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