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Juergen

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╚═► Jυєяgєη™ sagt: ¥€$ ! I'm a ★ fucker !

Voice vs. ViolenceDonnerstag 03.07.2008 01:24 PM


An anderer Stelle wurde es schon mal zart angedeutet: Stephan wird zum Pädagogen. Wir haben uns lange überlegt, wie man mit der von ihm und dem bremer Soziologen Cornelius Peltz (”Hesse trifft Hesse”) initiierten Aktion “Voice vs. Violence” umgehen solle. “Tue Gutes und sprich darüber” oder doch das Gan-ze auf der Sparflamme kochen? Da zahlreiche Nachfragen kamen und kürzlich der erste Ter-min stattgefunden hat, soll hier zumindest ein kleiner Bericht stehen, worum es geht und wie das Ganze aussieht. Klar ist: Aufmerksamkeit schadet nie, solange es nicht zum Selbstzweck wird. Wie auch immer, bleibt unter uns, okay?
voice vs. violence
Kaempfe fuer dich, nicht gegen andere
„Werd stark genug, deine Probleme anders als mit Hass und Gewalt zu lösen!“
Diese Message soll mit dem Projekt „voice vs. violence – Kämpf für dich, nicht gegen ande-re“ in die Schulen und Jugendclubs der Repu-blik getragen werden.
In drei Klassen der 8. und 9. Jahrgangsstufen diskutierten die Initiatoren jeweils 45 Minuten mit den Jugendlichen. Die „Dramaturgie“ war bewusst offen gehalten worden, es sollte ja ein Gedankenaustausch zwischen Schülern und Musiker werden. Stephan stellte seine Gewalt-karriere vor, skizzierte Einflüsse, Auslöser und Reaktionen. Und viel wichtiger: Wie gelingt der Absprung? Welche Erkenntnisse müssen reifen, um die Faust bei der nächsten Gelegen-heit nicht wieder kreisen zu lassen? Dass Ste-phan einen recht erklecklichen Erfahrungs-schatz im Umgang mit Gewalt sein Eigen nennt, muss an dieser Stelle nicht weiter erläu-tert werden. Und genau das ist der Hebel, mit dem die beiden – und darüber auch die betei-ligten Pädagogen – hoffen, bei den Betroffenen ansetzen zu können. Authentizität als Türöff-ner zur



Gedankenwelt potenzieller und bereits aktiver Schläger. Doch mit Gewalt ist gerade in diesen Jahrgangsstufen nicht nur die physische ge-meint. Ausgrenzung, Mobbing und sonstige Spielarten seelischer Grausamkeiten kommen im Alltag der Jugendlichen vor. Die Message der Aktion: Hass und Gewalt lösen keine Prob-leme, sondern kleistern sie bestenfalls für eine Zeit lang zu.
Was sich hier ein wenig wie Populärpädagogik mit Abenteuerfaktor anhört, scheint zumindest in der Hauptschule in Meinersen hier und da gefruchtet zu haben. Bestätigen auf jeden Fall die beteiligten Lehrer. Und auch Stephan und Cornelius glauben, wenigstens kurzfristig ein paar Denkanstöße gegeben zu haben.
Die Premiere an der Gesamtschule in Meiner-sen jedenfalls war für alle Beteiligten ein spannender Auftakt dieses Projektes. Wie es weiter geht? Es gibt noch keinen Stundenplan, allerdings wird es nach den positiven Rück-meldungen definitiv eine Fortsetzung geben. Anfragen gibt es jedenfalls schon genug.
Einige spannende Infos zu Cornelius Peltz
und seiner Arbeit findet ihr auf
www.demokratie-ist-pop.de.

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www.der-w.de
www.demokratie-ist-pop.de.

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