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JenJen

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Schwarze Loch der Gesellschaft

O Romeo! Romeo...Dienstag 26.09.2006 05:41 PM

soo... gestern gings endlich ins theater... Romeo und Julia wurde aufgeführt... hach... ich liebe dieses Drama :3 ich fand die Darstellung und aufführung ziemlich gut und verständlich vom text... nur schade das manches einfach zu leise gesagt wurde :( und auch manche textpassagen die vom englischen übernommen wurden, waren unverständlich, da die schauspieler zu sehr genuschelt haben :S
naja.. um hier mal ein bissel das literarische Niveau zu heben, will ich doch mal ein bissel aus Romeo und Julia hier reinspammen XD und ich denke auch mal, dass das die berühmtesten szenenteile sind, die jeder eigentlich kennt XD

3.Aufzug, 5.Szene

(Juliens Zimmer)

Julia. Willst du schon gehen? Der Tag ist ja noch fern. Es war die Nachtigall udn nicht die Lerche. Die eben jetzt dein banges Ohr durchdrang; Sie singt des Nachts auf dem Granatbaum dort. Glaub, Lieber, mir: es war die Nachtigall.
Romeo. Die Lerche war's, die Tagverkünderin, nicht Philomele, sie den neid'schen Streif, der dort im Ost der Frühe Wolken säumt. Die Nacht hat ihre Kerzen ausgebrannt, der muntre Tag erklimmt die dunst'gen Höhn; Nur Eile rettet mich, Verzug ist Tod.
Julia. Trau mir, das Licht ist nicht Tages Licht, die Sonne hauchte dieses Luftbild aus, deine Fackelträger diese Nacht zu sein, dir auf dem Weg nach Mantua zu leuchten; Drum bleibe noch: zu gehen ist nicht not.
Romeo. Lass sie mich greifen, ja , lass sie mich töten! Ich gebe gern mich drein, wenn du es willst. Nein, jenes Grau ist nicht des Mrogens Auge, der bleiche Abglanz nur con Cynthias Stirn.
Das ist die Lerche, deren Schlag hoch über uns des himmels Wölbung trifft. Ich bleibe gern; zum Gehen bin ich verdrossen. - Willkommen, Tod! hat Julia dich beschlossen. - Nun, Herz? Noch tagt es nicht, noch plaudern wir.
Julia. Es tagt, es tagt! Auf! eile! fort von hier! Es ist die Lerche, die so heiser singt und falsche Weisen, rauen Misston gurgelt. Man sagt, der Lerche Harmonie sei süß; Nicht diese: sie zerreißt die unsre ja.
Die Lerche, sagt man, wechselt mit der Kröte die augen: möchte sie doch auch die Stimme! Die Stimm' ist's ja, die Arm aus Arm uns schreckt, dich von mit jagt, da sie den Tag erweckt. Stets hell und heller wird's: wir müssen scheiden.
Romeo. Hell? Dunkler stets und dunkler unsre Leiden!
(Die Wärterin kommt herein)
[...]


5. Aufzug, 3. Szene

[...]
Julia. Geh nur, entweich! denn ich will nicht von hinnen. - Was ist das hier? Ein Becher, festgeklemmt in meines Trauten Hand? - Gift, seh ich, war sein Ende vor der Zeit. - O Böser! alles zu trinken, keinen güt'gen Tropfen mir zu gönnen, der mich zu dir brächt'? - Ich will dir deine Lippen küssen. Ach, vielleicht hängt noch ein wenig gift daran und lässt mich an deiner Labung sterben.
(sie küsst ihn)
Deine Lippen sind warm. -
[...]
Julia. Wie? Lärm? - dann schnell nur. -
(sie ergreift Romeos Dolch.)
O willkommener Dolch. Dies werde deine Scheide.
(ersticht sich.)
Roste da, und lass mcih sterben.
(sie fällt auf Romeos Leiche und stirbt.)
[...]

dieser Szenenteil war wirklich sehr ergreifend und wunderbar dargestellt... mir kamen fast die Tränen als ich es sah.

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