IRC-Galerie

Immer und immer wieder sah sie die Bilder ihres Traumes. Immer und immer wieder hallte der Schuss in ihrem Kopf. Sie sah Jay. Wie er auf dem Stuhl saß. Wie diese Mistkerle ihn töteten.

Nur die Sirenen des Krankenwagens konnte man in der Stille des Morgens hören. Er raste mit hoher Geschwindigkeit zum Krankenhaus. Der Grund: Alyshia.
Jay hatte sie gefunden wie sie bewusstlos auf dem Bürgersteig lag. Ihr Fieber jedoch wollte nicht sinken. Im Gegenteil. Es stieg.
„Wenn wir ihr Fieber nicht sinkt, wird es lebensgefährlich für sie.“, stellte einer der Sanitäter fest. Doch niemand erwiderte etwas. Nur Jay blickte besorgt auf das Mädchen vor ihm.
„Du musst wieder gesund werden Alyshia. Bitte. Lass diese Schweine nicht gewinnen!“, flehte Jay in Gedanken. Doch Alyshia zeigte keine Reaktion. Einzig ihr Fieber stieg immer weiter. „Wir müssen schneller fahren!“, rief plötzlich einer der Männer. Sogleich konnte man spüren, dass der Wagen beschleunigte.
Am Krankenhaus angekommen, brachte man Alyshia auch gleich in ein Zimmer und behandelte sie. Unmengen von Kühlpflastern wurden ihr gebracht. Ebenso wie Kühlakkus und Eisbeutel.
Jay jedoch wich nicht von ihrer Seite. Er wollte bei Alyshia bleiben, bis sie die Augen wieder öffnen würde. Diese jedoch blieben den ganzen Tag geschlossen.
„Jay du musst nach Hause. Du musst morgen in die Schule.“, sagte Alyshias Mutter besorgt. „Ich will sie nicht allein lassen. Ich KANN sie nicht allein lassen!“, widersprach Jay jedoch ernst. Doch Alyshias Eltern sahen ihn nur bittend an. „Wir geben dir auch sofort Bescheid wenn sie wach wird. Versprochen. Aber es nützt doch nichts, wenn du jetzt wegen ihr die Schule verpasst.“, sagte Alyshias Vater. Doch nur mit schwerem Herzen gab Jay sich geschlagen und ging nach Hause.
Jedoch ohne zu wissen was am nächsten Tag in der Schule anbahnte.

„SEAN!“
Jay schrie über den ganzen Schulhof. Ihm war es egal wer ihn hören würde oder nicht. „Na so was. Wollen wir ein paar Narben mehr haben oder gleich sterben?“, fragte Sean überlegen als Jay vor ihm stand.
„Wegen euch liegt Alyshia jetzt im Krankenhaus! Ihr habt sie so fertig gemacht, dass sie zusammengebrochen ist! Denkt ihr vielleicht auch einmal daran, dass die Polizei langsam skeptisch wird?“, gab Jay wütend von sich. Doch als Sean Alyshias momentanen Zustand erfuhr, breitete sich ein hinterhältiges Lächeln auf seinem Gesicht aus.
Dieses Grinsen brachte das Fass zum Überlaufen.
Sogleich hatte Jay mit der Faust ausgeholt. Diese hinterließ bei Sean eine stark blutende Nase.
„LASST SIE ENDLICH IN RUHE! Sie ist doch stumm. Ihr habt doch was ihr wolltet!“, den letzten Satz flüsterte er Sean nur zu. Keiner sollte erfahren, dass Alyshia gezwungen wurde zu schweigen.
Kochend vor Wut ging Jay von Sean weg. Ließ ihn einfach dort stehen mit seiner blutenden Nase.
Der Tag ging vorbei. Jay hatte jedoch keinen Ärger wegen Sean. Erst spät am Abend realisierte er, dass der Tag eigentlich schon vorbei war. Nur das Klingeln seines Handy riss ihn in die Wirklichkeit zurück.
„Ja?“, fragte Sean. „Es wird ein Nachspiel haben.“, sagte eine Stimme am Ende der Leitung. Sofort erkannte Jay die Stimmen. „Was soll ein Nachspiel haben?“, fragte Jay jedoch. Er wusste nicht, dass Sean ihn verraten hatte. „Deine Aktion in der Schule. Kaum ist die kleine Sängerin nicht bei dir, wirst du gewalttätig. Das Blut das du vergossen hast, wollen wir wieder!“, sagte Avery. Doch bevor Jay fragen konnte was dies zu bedeuten hatte, war nur noch ein Tuten zu hören.
Stutzig legte Jay das Handy weg. Doch nur wenige Minuten später klingelte es erneut.
„Alyshia ist wach.“, die Stimme ihrer Mutter klang aus dem Hörer. Sofort legte Jay auf und wenige Minuten später war er bereits auf dem Weg zum Krankenhaus.
„Alys!“, brachte Jay nur heraus als er in ihr Zimmer stürmte. Die jedoch lag friedlich in ihrem Bett und sah ihn nur müde an. „Sie ist noch nicht ganz bei Kräften. Doch ihr Fieber ist Gott sie Dank gesunken.“, bemerkte ihre Mutter. Jedoch ließ Jay seinen Blick nicht von Alyshia ab. Alyshias Mutter blickte kurz zwischen den Beiden hin und her, danach zu ihrem Mann und verschwand mit ihm.
„Wie geht es dir?“, fragte Jay besorgt und setzte sich auf einen Stuhl. Alyshia jedoch lächelte nur kurz. Jay wollte ihr nicht von dem Vorfall in der Schule erzählen. Es würde ihr nicht gut tun – geschweigedenn ihre Gesundheit steigern.
So blieb Jay noch eine ganze Weile bei Alyshia. Verschwieg ihr den Vorfall in der Schule. Doch schon bald, sollte sie es selbst erfahren...

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