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perfect loveDienstag 12.08.2008 03:25 PM

Schon seit Adam und Eva ist das Bildnis einer perfekten Partnerschaft populär und scheint für jeden Menschen, ja sogar manche Tiere dieses Planten, erstrebenswert. Doch der Spruch “Der Schein trügt”, der in so vielen Bereichen des täglichen Lebens oft Recht behält, entfaltet auch hier wieder seinen vollen Wahrheitsgehalt - eine Partnerschaft mit vertrauensvoller, romantischer, aufreizender, entspannender und “sich fallen lassen könnender” Atmosphäre gleicht eher einem Idyll; vergleichbar mit dem “Auge des Sturms” im Herzen eines Tornados - aus der Ferne betrachtet scheint er unvergleichbar schön, doch es ist nahezu unmöglich ihn zu erreichen.

Betrachtet man nun noch die Entwicklung des Partnerschafts- und Sexualverhaltens, so stützt dies auch die These, dass all das Gerede über die perfekte Partnerschaft Unsinn ist - alles nur Wunschdenken und zum Teil auch Illusion.
Beginnen wir bei unseren nächsten Verwandten, den Primaten.
Ein Paradebeispiel sind hier die Schimpansen. Von Partnerschaft kann hier keine Rede sein, denn das Männchen kehrt erst dann zu einem Weibchen wieder zurück, nachdem es alle anderen Weibchen der Gruppe mit seinem Samen beglückt hat.
“Das sind ja auch nur Tiere!”, könnte jetzt ein, möglicherweise sogar berechtigter, Einwand lauten.
Gut - gehen wir also stammesgeschichtlich ein wenig weiter und landen bei unseren Vorfahren:
Homo Erectus, Aferensis oder wie sie alle heißen.
Sie lebten in Gruppen in Höhlen, die Männer jagten, die Frauen kümmerten sich um den Nachwuchs - nebenbei bemerkt: hier sieht man an welch alten und verrosteten Vorstellungen das heutige moderne Homo Sapiens Sapiens-Männchen hängt - auch hier nahm man es mit der Monogamie nicht so ernst: die Männchen nahmen dann wohl auch jede, die nicht schnell genug laufen konnte.
Einige tausend Jahre später befinden wir uns im finstersten Mittelalter: wunderschöne Burgbauten, wunderschöne Burgfräulein, Betrug, Mord, Krieg, Vergewaltigung - der ganz normale Alltag.
Falls der einfache Mann mit seiner Frau unglücklich war: die Prostitution hatte hier ihre Blütephase.
Der Adel musste noch nicht einmal bezahlen: im Schloss liefen schließlich genug junge oder alte, hübsche oder eben nicht, Mädchen herum, die man bitten konnte oder sie einfach nahm, wenn sie sich nicht bitten ließen.
“Die Männer haben sich verändert”, wird nun wahrscheinlich gerufen.
Also schön: der moderne Mann im 21. Jahrhundert.
Wir sind nun also im Hier und Jetzt angekommen : der Mann geht monogame Beziehungen ein! Diese nennt sich Ehe und wird von der christlichen Kirche als heilig gesehen: “ der heilige Stand der Ehe”.
Nun ja, betrachten wir dieses Konstrukt etwas näher:
Zwei Menschen lernen sich kennen und gehen nach einer Zeit eine Beziehung ein.
Erster Stolperpunkt: Fremdgehen.
Eine Studie besagt, dass nahezu 60% bereits mindestens ein Mal betrogen worden sind: Monogamie? - keine Spur!
Die restlichen 40% überstehen die ersten Jahre und wollen es nun verewigen. Durch die Ehe.
Wunderschöne Hochzeit in weiß, viele geladene Gäste, erinnerungswürdiger Tag!
Meist 2-5 Jahre später : Scheidung.
Owe! Was ist da bloß schief gelaufen?
Aber immerhin können wir noch froh sein, dass die Zahl der Heiraten noch größer ist als die der Scheidungen.

Warum um alles in der Welt gehen Menschen denn dann überhaupt eine Partnerschaft ein? Sie scheint überschattet von Unglück.
Wie überall gibt es auch hier eine zweite Seite der Medaille: und diese beginnt meiste mit Sympathie, leichtem Bauchkribbeln, einem Lächeln auf den Lippen. Man hat das Gefühl, das Leben ist leicht und man kann alles schaffen, wenn man es nur will.
Es steigert sich zu Herzklopfen, wenn man den anderen sieht, Sehnsucht, wenn er uns nicht nahe ist - kurz: die Hormone spielen verrückt.
Doch warum?
Weil uns ein Lächeln, ein Funkeln in den Augen, eine zaghafte Berührung, eine Umarmung, ein Wort, ein Kuss, das Gefühl der Nähe, der Versinken in den Augen für all das Leid, dass das Leben bringt, entschädigt.
Mit Liebe ist das Leben nun mal einfacher zu ertragen.
Und es ist wichtig für unser Seelenheil - denn wer ist schon gern alleine? Jeder sehnt sich nach einem Partner, der ihn liebt und den er lieben kann.
Wir lieben im Hier und Jetzt - das Alte ist vergangen, das Zukünftige noch ungewiss - also genieße !
Denn Liebe ist etwas wundervolles

By EugY

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