IRC-Galerie

Endstille

Endstille

Der Schwan - ein Traum

In Gedenken an GoetheMittwoch 04.02.2009 05:36 PM

Ich war in einem Zustande der tiefsten Verzweiflung. Mein Herz schien zu verdürren, wie vom Winde gepeitschte Mohnblumen auf offenem, weitem Feld. Der warme, aber unerbittlich stürmende Wind zerrte an den Blüten meines Nervenkleides. Ohne Erbarmen riss er an den schwachen Wurzeln des Verstandes, der vor noch nicht allzu langer Zeit der meine gewesen war. Nun erkannte ich ihn beinahe nicht mehr, so sehr drang die drohende Düsternis des Abends in ihn hinein.
Der hell leuchtende Himmel vor Sonnenuntergang, noch einmal erstrahlte die Sonne in ihrem letzten Licht, bevor sie den von Dunkelheit dominierten Stunden weichen würde. Ein letztes Aufbäumen.
Wie der Schatten der Nacht wird mein Verstand umwölkt, erschüttert und gepeinigt vom Tosen des Windes, der die Wärme der Sonnenstrahlen abhält. So wie auch ich abgehalten werde meiner Verzweiflung zu entfliehen.
Einsam und alleine, ohne Schutz und ohne Hoffnung, könnte ich nur in das Heulen des Windes einsteigen. Meiner Verzweiflung Ausdruck verleihen. Doch ich bin die Mohnblume, die in stiller, atemloser Verzweiflung versucht sich zu erhalten. Still kämpfend, auf ein Ende hoffend. Ein Ende ,das es geben wird. Blütenlos und kahl, in Mitten der verdorrten Heide.

Du bist noch kein Mitglied?

Jetzt kostenlos mitmachen!

Als registrierter Nutzer könntest du...

...Kommentare schreiben und lesen, was andere User geschrieben haben.