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"Okay, ich werde gehen! Ich hab die Situation beurteilt und entschieden zu gehen."

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Bewusstsein: Weisheiten von Eckhart TolleFreitag 13.04.2012 10:56 PM

Menschen beginnen bereits als Kleinkinder, sich mit bestimmten Gedankenstrukturen und -formen zu identifizieren. Die erste Identifizierung ist der Name, dann der Besitz "mein Spielzeug". Dabei ist das Spielzeug selbst nicht entscheidend, sondern der Gedanke von "meinem" Spielzeug. Das heißt, Kinder fangen an, sich mit dem gegenständlichen Bewusstsein zu identifizieren. Darüber hinaus nimmt das Kind noch viele weitere Identifikationen aus der eigenen Kultur auf. Es wird durch seine Eltern, Lehrer und die Gesellschaft konditioniert und identifiziert sich im Laufe seines Lebens meist vollständig mit gesellschaftlichen Rollen. Diese Rollen - als Mutter, Vater, nicht gut genug, arbeitslos, erfolgreich - hält es für seine wahre Identität, ohne zu erkennen, dass es sich dabei lediglich um Gedankenformen handelt. Jede Rolle ist nur eine Gedankenform. Die meisten Menschen sind mit diesem Selbst, das aus den Gedankenformen entstanden ist, vollständig identifiziert. Sie kennen den Teil, der über dieses Selbst als "Ich als meine Rolle" hinaus geht, gar nicht. Dieses begrenzte Bewusstsein beinhaltet ein tiefes Gefühl von "noch nicht genug zu haben" und "noch nicht vollkommen zu sein" und das Gefühl, für die eigene Vollkommenheit noch etwas zu benötigen. Darum versuchen Menschen alle möglichen Dingen anzuhäufen, um mehr sie selbst zu sein und vollkommener zu werden. Es beinhaltet ein "mehr" auf allen Ebenen. Es beinhaltet auch, dass ich glaube, die Zukunft zu benötigen, um mich wohl zu fühlen. Der Mensch ist mit sich selbst und seiner eigenen vergangenen Geschichte unzufrieden. Kommt es zu einer Befriedung - wie zum Beispiel, wenn man verliebt ist - dann ist sie kurzlebig. Es entsteht das Gefühl, dass ich erst durch die Person, in die ich mich verliebt habe, vollkommen werde. Nach einiger Zeit stellt sich aber heraus, dass dieses Gefühl eine Illusion war. Dann entsteht erneut der Glaube, einen anderen Menschen zu brauchen, der einem in der Zukunft begegnen könnte und einem das Gefühl der Vollkommenheit vermitteln wird. Dieses Selbst, das aus den Gedankenformen entstanden ist, lehnt den gegenwärtigen Moment ab, denn es ist nur an der Vergangenheit und der Zukunft interessiert. Dadurch ist der Mensch verdammt - es herrscht ein permanenter Zustand von Unzufriedenheit.



Wenn man mit dem Bewusstsein des gegenwärtigen Moments verbunden ist, realisiert man, dass der gegenwärtige Moment, das JETZT immer der Gleiche ist und sich nur die Form des Momentes ändert. Es ist nicht der gegenwärtige Moment, der uns unglücklich macht, sondern der Widerstand, mit dem wir dem JETZT begegnen. Der Widerstand dem JETZT gegenüber sind die Gedankenformen, die das JETZT ablehnen, es kritisieren, sich darüber beschweren, die damit unglücklich sind und die Emotionen, die damit einhergehen, wenn wir es beurteilen. Im JETZT selbst ist nichts gut oder schlecht, aber unsere Gedanken machen es dazu. Der jetzige Moment ist, wie er ist. Je mehr ein Mensch versucht, aus einer Situation herauszukommen, desto tiefer muss das bedingungslose Ja dazu sein. In einigen sehr extremen Lebenssituationen war ein einziges Ja genug, um eine tiefe Transformation mit sich zu bringen. Die Veränderung des Bewusstseins findet im JETZT statt.

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