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CarstiSaurus

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Quantum Flux
Am 21. Dezember 2012 nach Sonnenuntergang endet der Maya-Kalender. Die Venus geht im Westen unter, gleichzeitig gehen die Plejaden im Osten auf. Das ist für die alten Maya das eindeutige Zeichen, dass wieder ein Zyklus zuende geht, eine Zivilisation vergeht und einen neue Zeit beginnt. Das Internet ist voll mit Berichten und Weissagungen zu diesem Termin.
Aber auch die Geschichte ist voll mit Weltuntergangs-Terminen
Gibt es aber nun nicht wirklich genug Hinweise, dass die Welt jetzt aber wirklich untergeht?

Man kann jeden beliebigen Tag in der Menschheitsgeschichte nehmen. Immer wird man eine ähnlich lange Liste mit Indizien finden, die darauf hindeuten, dass es so nicht mehr lange weitergehen kann. Und immer haben die Menschen Mittel und Wege gefunden, diese Dinge in den Griff zu bekommen und doch noch einmal die Welt zu retten.

Heute gibt es so viele Menschen auf der Welt, wie es der Planet Erde wohl niemals in seiner endlos langen Geschichte erlebt hat. Mit einer zunehmenden Zahl von Menschen gibt es natürlich auch eine zunehmende Zahl von Problemen, die zu bewältigen sind. Allerdings gibt es natürlich auch entsprechende viele Köpfe, die zerbrochen werden, um auch diese Probleme in den Griff zu bekommen.

Gegen die Natur lässt sich relativ wenig ausrichten, wie wir in der Vergangenheit eindrucksvoll erleben konnten. Das komplexe Ökosystem der Erde stellt das Gleichgewicht immer wieder her, wobei es nur eine realistische Möglichkeit gibt, alle über 6 Milliarden Erdenbewohner auf einen Schlag auszulöschen. Die Erde müsste auseinanderbrechen.

Ist es nicht der Wunsch, dass alles Böse auf der Welt ausgerottet wird und wir dann in Frieden und Glück auf einem Planeten leben, den man dann auch "Paradies" nennen könnte? Ist dieser Wunsch nicht genauso naiv, wie der eines Kindes, das jeden Tag nur noch Schokopudding essen möchte?

Ich möchte das einmal am Beispiel von Tibet verdeutlichen:

Es gab ein abgeschiedenes kleine Land, in dem sich durch kontinuierliche Geistesarbeit und Meditation ein großer und wertvoller Schatz an Weisheit und Erkenntnis angesammelt hat. Leider kannte damals kaum jemand dieses Land und so konnte auch niemand von diesem Wissen profitieren. Irgendwann kam die Besetzung Chinas, die dazu führte, dass dieser Diamant gesprengt und die einzelnen Stückchen über die ganze Welt verteilt wurden, von wo aus sie ihr jahrhundertealte Wissen direkt in die Menschheit bringen konnte. Immer wenn ich ein Buch eines dieser Meister lese, bin ich froh und dankbar dafür, dass sie ihre Erkenntnisse in unsere westliche Zivilisation gebracht haben.

War diese zerstörerische und sprengede Kraft der Chinesen vielleicht notwendig? War die Zeit einfach reif, dass sich die Lehre der Tibeter über die Welt verbreiten musste? Kann man aus diesem Blickwinkel sagen, das war wirklich schlecht für die Menschheit?

Warum ist es geradezu notwendig, dass Menschen sterben müssen und nicht ewig leben können? Könnte es einfach daran liegen, dass viele Menschen mit zunehmenden Alter immer starrer und unflexibler werden? Dass ihre Kräfte nicht mehr reichen, sich immer wieder neu anzupassen und sich in die neuen Zeiten hineinzudenken? Ist es da nicht besser, immer wieder ganz neu anzufangen? Mit einem neuen Körper und von allem Ballast befreiten Geist?

Trifft dies nicht auch für ganze Völker und Zivilisationen zu?

Die Natur basiert doch geradezu auf diesem Prozess des ständigen Entstehens und Vergehens. Das Entstehende lebt vom Vergehenden. Alle 100 Jahre sind so ziemlich alle Menschen auf diesem Planeten vollständig ausgetauscht. Heute lebt kaum noch jemand, der 1906 gelebt hat und 2106 werden wir alle nicht mehr leben. Das bedeutet aber auch, dass in den nächsten 100 Jahren, so ungefähr 6 Milliarden Menschen sterben werden! Sollte man das verhindern?

Nein, die Welt wird wieder nicht untergehen. Sie wird sich Stück für Stück erneuern. Altes wird vergehen und Neues daraus entstehen. Immer wieder wird es Kämpfer und Pioniere geben, die das Notwendige durchsetzen.

Anstatt also Angst zu haben und keine Pläne mehr in Angriff zu nehmen, weil ja bald eh alles zu Ende geht, sollte man die Ärmel hochkrempeln und mithelfen, die Welt neu zu gestalten. Nue ein bißchen, dafür jeden Tag.

Und wenn die Welt dann doch untergeht, haben wir uns wenigstens alle Mühe gegeben, dass sie noch einmal so richtig schön ausgesehen hat

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