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BûrzTarbaam

BûrzTarbaam

Die Tage ziehen so schnell vorbei und keiner kommt zurück

Ein kleines MärchenDienstag 22.11.2011 07:49 PM

Einst, vor gar nicht so langer Zeit strich der böse Wolf einsam durch einen ihm fremden Wald.
Da hörte er Wort die so süß zu ihm klangen, wie frischer Honig der aus einer Wabe fließt.
So kroch er neugierig, was wohl diesen Wohlklang gebahr, unter den tiefen, dichten Ästen der dunklen Tannen her und sah ein rotes Käppchen.
Unter dem Käppchen wurden diese liebreizenden Klänge geboren.
So lag er dort und lauschte bis das Käppchen sich entfernte und in einem kleinen Häuslein verschwand.
So strich er wieder davon, doch vergessen konnte er solch süße Worte nicht und kehrte am nächsten Tag wieder um der Süße erneut zu lauschen.
Da wurde das Käppchen vom Kopfe gestrichen und der böse Wolf wurde eines Anklitzes gewahr, so schön wie er es vorher noch nie gesehen hatte.
Haar dunkel aber fließend und glänzend wie Seide, Lippen verführerisch geformt und weich wie Samt, Haut so weiß wie der volle Mond zur Winterzeit und Augen so tief wie ein Brunnen aber leuchtend und bunt wie der Frühling.
Das Mädchen mit dem schönen Gesicht sah ihn an und erschrak nicht, wie alle anderen die ihn erblickten.
Nein, sie schenkte ihm ein so bezauberndes Lächeln, das er gar nicht erst auf die Idee kam sie zu fressen.
"Guter Wolf komm doch hervor unter den dunklen Zweigen, denn verstecken musst du dich nicht.", sagte sie.
"Oh schöne Jungfer so wag' ichs nicht denn mein Gesicht würde euch ängstigen und so mag ich eure Schönheit nicht entstellen!", antwortete der böse Wolf beschämt.
So trat die Jungfer auf ihn zu und streckte eine Hand aus nach ihm und der betörende Duft den sie verströmte ließ den bösen Wolf alles vergessen und er Trat auf die Lichtung des Häuschens.
Da kraulte ihm die Jungfer das Fell und diese Berührung war so schön, so neu und doch so vertraut, dass er nicht mehr ging.
Jeden Tag lag er nun an dem Häuschen und weidete sich an dem Liebreiz der Jungfer und des Nächtens lag er vor ihrer Tür und wachte über ihren ruhigen Schlaf.
Nachdem viele Tage so vergangen waren sagte die schöne Jungfer sie wolle ab nun mit dem Wolf draußen schlafen.
Und so schliefen sie gemeinsam draußen vor dem Häuschen, die Jungfer fest an den Wolf geschmiegt damit sie nicht fröre.
Doch eines Nachts kam Nebel auf um das Häuschen und der Nebel sah die Jungfer und erkannte wie der Wolf ihre Schönheit.
So umschmiegte auch er sie und flüsterte Träume in ihr Ohr so sie schlief.
Und da geschah es dass die Jungfer erwachte und den Nebel sah.
Und sie fand ihn schön, so weiß und geheimnisvoll er war und immer neues zu versprechen schien.
Da folgte sie dem Nebel und ließ sich von ihm all die Wunder der Nacht zeigen die nur der Nebel kannte und vor den ersten Sonnenstrahlen kehrte sie mit einer Neugier im Herzen zurück zum Häuslein wo der Wolf schlief.
Der Wolf war schon lang nicht mehr böse denn die Jungfer hatte ihm gezeigt wie schön das Leben doch sein konnte ohne grausame Gedanken zu haben und er liebte sie.
Doch als er erwachte Stand die Jungfer vor ihm und sagte:
"Guter Wolf schön waren die Tage mit dir doch ich fand etwas das mich noch mehr umschmiegte und meine Neugier noch mehr schürte als du es vermochtest.
So bitte ich dich nun zieh deiner Wege und lass mich entdecken was der Nebel mir zeigte."
Da rannte der Wolf in den Wald tiefer und tiefer um die Pfade zu finden die er beschritten hatte bevor er solch Liebreiz vernommen hatte. Doch er fand sie nicht so rollte er sich unter einem Baum zusammen und weinte bitterliche Tränen wie einer dessen Leben am Ende war.
Und die Jungfer blickte ihm nach als er davon lief bis er zwischen den düstren Zweigen verschwand und nur noch auf ihre Lichtung sollte die Sonne scheinen und den Rest des Waldes im dunklen lassen.Oder bemerkte der Wolf die Sonne nur nicht mehr?
So streift der Wolf heut durch den Wald ohne Ziel und ohne Weg bis er das Häuslein der Jungfer wiederfindet oder jemand seines Weges kommt der ihm die Sonne auf grünen Feldern wieder zeigen kann und das dunkel aus seinem Herzen nimmt.
Bis dahin wandert er allein und meidet den Nebel wo immer er ihn sieht, denn er weiß gegen solch einen Meister ist er ohne Chance.

Das ist für dich holde Jungfer für dich allein und für deinen Platz im Herzen des Wolfes.

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