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love remains the sameSamstag 18.04.2009 11:29 PM

Eine Rose die in der Wüste blüht. Unmöglich aber sie ist da und lebt. Sie wirkt unsterblich, denn dort ist dieser eine Sonnenstrahl und hält sie wach.

Ihre Stimme verfolgt mich. Tag und Nacht. Ich kann nicht ohne sie, denke immerzu daran wie sich ihre Haut anfühlt, ihre Haare riechen, ihre Lippen schmecken.
„Dyke!?“ Hilmar’s Stimme riss mich zu Boden. Wie ich mir jetzt wünschte neben einer der riesigen Lautsprecher zu stehen, um wenigstens so tun zu können, als könnte ich ihn nich verstehen.
„Hhm?“ Da stand sie.
„Kommst mit?“ Wie lange war unser letzter Kuss jetzt her? Mir war längst klar, dass ich auf zwei Hochzeiten getanzt hatte, doch aus Liebe zu Josie spielte ich nun sogar den Bräutigam.
„Wohin?“ Solange sich Josie nicht in der Nähe befand, war ich außer Gefahr. Ich wusste inzwischen dass sie mich bemerkt hatte. Sie brauchte nicht zu lächeln, ihre Augen sagten alles.
„Wir wollten vielleicht noch nach oben, ne Privatparty, wenn du verstehst…“, meinte Basti. Sie drehte sich um und ging den Gang hinaus.
„Mal schauen, ich geh erstmal noch eine rauchen…“ Ich ging durch die Menge Richtung Gang.
Der Gang war leer. Leer. Bis auf uns. Ich und Sie. Sie wollte gerade verschwinden.
„Warte!“ Sie blieb stehen. Ich ging auf sie zu, blieb nur einige Zentimeter entfernt von ihr stehen. Sie drehte sich um, und blickte genau in meine Augen. Es war ein Gefühl jenseits von Liebe und Hass, das mich überkam, mich durchströmte. Ich lies meine Hand in ihrem Haar verweilen und strich mit meinem Daumen vorsichtig über ihre Stirn. Auf einmal lag in ihrem Blick so viel wärme, wie ein Mensch nur empfinden konnte. Ich hielt inne, als sich vor meinem inneren Auge alles abspielte, was ich mit dieser Person erlebt hatte. Jede Szene, jedes Gefühl wurde aufgerufen, in nur Bruchteilen von Sekunden.
Ich küsste sie, oder küsste sie mich?
Ich schloss meine Augen, um all meine bisherigen Erinnerungen zu löschen, für diesen einen Augenblick.
„Komm mit nach oben…“ Bevor sie den Satz beendet hatte, zog sie mich bereits die Treppe hinauf.
Sie schloss die Tür hinter sich ab. Ihr Zimmer…Josie’s Zimmer, in dem ich schon tausend mal war, doch heute, in diesem Moment erschien es mir anders. Auf eine Weise kam es mir verboten vor, hier, allein, mit einem anderen Mädchen als ihr zu sein. Aber es war egal, immerhin war es auch ihr Zimmer. Sie lehnte an der Tür und ich küsste sie. Unbewusst glitten meine Hände unter ihr T-Shirt, fühlten ihre warme Haut. Erahnten den Rest ihres Körpers. Sie legte ihre Hände in meinen Nacken. Innerlich versuchte ich ruhig zu bleiben, obwohl mein Blut anfing zu kochen. Mein Herz raste. Ich wusste nicht mehr was in diesem Moment passierte. Meine Gedanken waren nicht mehr zusammenhängend…kaputte Wortfetzen kreisten in meinem Kopf. Ich hielt inne, atmete, tausende male in jeder Sekunde, sah in ihr Gesicht. Ich nahm ihre Hand, ging einige Schritte zurück. Ich war schon so oft hier gewesen, das ich mit Sicherheit auch mit verbundenen Augen sagen konnte, wie viele Schritte jedes einzelne Teil dieses Zimmers von einem anderen auseinander lag.
Langsam setzte ich mich aufs Bett. Sie setzte sich vorsichtig rittlings auf mich. Unsere Hände griffen ineinander. Mein Blut gefror. Für einen ewig langen Augenblick schauten wir uns an. Alles war still. Ich hörte mein Herz klopfen. Ich merkte wie ich anfing zu zittern.

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