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|Nicki|

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Wo Rosen blüh'nSonntag 06.05.2012 07:39 PM

Wo Rosen blüh'n
Eine Feder fiel vom Himmel. Schneeweiß glänzte sie im fahlen Licht der Sterne. Der Mond war nicht zu sehen… und er würde auch nicht mehr zu sehen sein, nie wieder, denn diese Nacht würde nie mehr ändern. Etwas war vom Himmel gefallen oder viel mehr jemand. Eine Wesenheit mit schneeweißen reinen Flügeln, die von überall das Licht nahm. Sogar aus Herzen nahm diese Kreatur Licht. Dieser Engel konnte Glück nicht leiden und aus Glück entstand nunmal Helligkeit, Freude… Oder war es anders rum?

Ohne Schlaf irrte er herum, auf der Suche nach erneutem Glück, doch die Menschen und die Tiere, ja sogar die Pföanzen wussten, dass dieser Engel ihnen nur wieder das Glück nehmen würde. Und so hörrten sie auf glücklich zu sein.

Die Welt war dunkel. Keine Liebe, kein Glück, nur noch einsame Seelen die versuchten jedes Glück zu vermeiden. Es gab nur noch Hass, Einsamkeit und Tod. Das Leben auf der Erde wurde immer weniger, bis irgendwann nur noch der Engel auf der Welt herumirrte. Er vergewissterte sich, dass wirklich alle Lebewesen die Erde verlassen hatten und es wirklich kein Licht mehr gab.

Der Engel sah nur noch kalte Steine, egal wohin er ging. Doch nun suchte er einen schönen Ort, genau jenen schönen Ort an den er so fest glaubte… Und so dachte er sich: “Wo Rosen blüh’n da will ich sein!” Und schon bald fand er an einem Friedhof diesen Ort. Er hatte lange nach ihm gesucht, doch nun endlich hatte er ihn gefunden. Er ging den langen Gang hinunter, diesem leuchtend rotem Ort entgegen. Die Blumen bogen sich und gaben eine steinerne Platte frei.

Der Engel legte sich auf sie hinauf und gleich darauf schlangen sich die dornigen Ranken der Rosen um ihn. Seine Flügel sogen sich voll von dem Blut und färbten sich in ein rot, das der Farbe der Rosen glich. Bald hatten sich alle Rosen um ihn herumgerankt, bis nur noch sein bleiches Gesicht zu sehen war. Mit den schmalen, geschlossenen, dunklen Augen.

Und schon bald geschah das, worauf er so lange gewartet hatte. Gott selbst erschien über ihn und fragte den Engel warum er das ganze Leben auf der Erde vernichtet hatte. Und da antwortete ihm der Engel: “Nun, ich habe keines der Leben vernichtet. Sie vernichteten sich alle selbst, schließlich habe ich ihnen nicht das Glücklich sein genommen, sie hätten immer wieder glücklich sein können, aber irgendwann wollten sie nicht mehr.”

Das machte Gott nachdenklich und er fragte den Engel: “Und warum hast du das gemacht Luzifer?”
Mit seinen hellen Augen sah der gefallene Lichtbringer Gott an und sprach in einem bitteren Tonfall: “Nur um dir zu zeigen, dass wir Engel oben nicht ewig allein sein wollen wie du es uns verbietest. Du prangst es als Sünde an, aber deine Menschen nimmst du trotzdem noch in den Himmel auf? Ich wollte dir zeigen, dass deine Schöpfung nicht vollkommen ist und sie sich selbst dafür entscheiden können sich zu vernichten. Wir Engel möchten auch lieben dürfen und nicht nur deine Diener sein um auf deine wunderbaren Schöpfungen aufzupassen. Du bist stolz auf sie, aber uns erwähnst du keineswegs…”

Da Gott kein Selbstkritiker war, lachte er über Luzifers Meinung und verbannte ihn in die Hölle mit den Worten, er solle dort seine perfekte Welt erschaffen. Und so verbannte er auch jene Engel die Luzifers Meinung teilten.

Wo Rosen blüh’n hat mich irgendwie dazu inspiriert…Und Angelus. Beide Titel sind von Subway to Sally.

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