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liebe...!Dienstag 21.08.2007 05:07 PM

"Mein Herz ich will Dich fragen:
Was ist denn Liebe? sag'!
"Zwei Seelen und ein Gedanke,
Zwei Herzen und ein Schlag!"
Und sprich woher kommt Liebe?
"Sie kommt uns sie ist da!"
Und sprich wie schwindet Liebe?
"Die war's nicht, der's geschah!"
Und was ist reine Liebe?
"Die ihrer selbst vergisst!"
Und wann ist Lieb am tiefsten?
"Wenn sie am stillsten ist!"
Und wann ist Lieb am reichsten?
"Das ist sie, wenn sie gibt!"
Und sprich wie redet Liebe?
"Sie redet nicht, sie liebt!"


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Leidend lieb' ich, liebend leb' ich,
Jede Nacht wird Morgenrot;
So verweil' ich, so verschweb' ich
Leid und Freude raubt ein Tod


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Es scheinet die Freude, es dauert kein Leid;
Die Jahre verrauschen im Sturme der Zeit;
Die Sonne wird sterben, die Erde vegehn;
Doch Liebe muss ewig und ewig bestehn!


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Lustig tanzen muntre Jugendschiffe
Auf des Lebens Ozeane; frei,
Leicht und glücklich führt an jedem Riffe
Sie der Jugend goldner Wahn vorbei.

Dennoch sieht man sie zum Hafen steuern;
"Landen, Landen!" ist das Losungswort;
Herzen jubeln, wenn die Schlünde feuern
Das "Willkommen!" im willkommnen Port.

Wohl Euch Glücklichen! Ihr seid geborgen!
Schon winkt Euch der Leuchtturm aus der Fern,
Und vergessen sind die Liebessorgen,
Golden blinket schon der Hochzeitsstern!

Landet Ihr nun in dem Port der Freude
Lasset mich dann nicht an Bord allein!
Nein, lasst mich zu Lande auch, Ihr Leute,
Euern treuesten Begleiter sein!


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Am Händchen der Liebe, da geht sich's so gut:
Er drückt es, Sie lächelt ihm Freude.
Es waltet in beiden ein fröhlicher Mut,
Ein Genius leitet sie beide.

Im Arme der Liebe, da hält man so gern
Einander mit Wonne umfangen;
Da schwinden die Wolken des Lebens so fern
Und röter erglühen die Wangen.

Im Busen der Liebe, da ruht sich's so schön:
Entzücken durchströmet die Seelen.
Wo pochende Herzen einander versteh'n,
Wie könnte der Himmel das fehlen!

Ihr, teuren Geliebten! wir zeichnen ein Bild
Und jauchzen: getroffen, getroffen!
Ein Mädchen, das lieblich und freundlich und mild,
Ein Mann, der so bieder und offen!

Das wird nun ein Pärchen, so wacker wie eins,
Beschützt von Hymen, dem Treuen.
O, selige Tage des künftigen Seins,
Wenn unsere Wünsche gedeihen.


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Manch frommer Wunsch, der mir im Herzen bebet,
Du, gutes Brautpaar! für Dein Erdenglück,
Nicht länger hält die Brust ihn, und er schwebet
Zum Himmel an und fleht für Dein Geschick.
Wer wollt' auch heute am Verlobungsfeste
Für Euch erflehen nicht der Gaben beste!

Denn welche Jungfrau schmücket, wie Dich, Holde!
Mehr Sinn für Tugend und für Häuslichkeit;
Ein Diadem, gefasst in reinem Golde:
Das ist ein Bild von Deiner Lieblichkeit!
Wo solche Tugenden im Herzen wohnen,
Da kann sie treue Liebe nur belohnen.

Und diesen Lohn, den möge Gott Dir spenden
Von diesem festlich schönen Tage an.
Der Liebe Höchstes wird er stets Dir spenden,
Der sich mit Dir verlobt, der edle Mann:
Er wird voll Sorgfalt zärtlich Dir erziehen
Der Treue Blümlein, die so freundlich blühen.

Dich aber, biederster der Erdensöhne!
Begrüßet heut' ein namenloses Glück,
Des Lebens Höchstes, alles Große, Schöne
Erhebt sich heut' vor deinem trunknen Blick:
Was Elternliebe wusste zu entfalten
So reich und schön, wirst Du fortan verwalten.

Bald naht der Tag, bald steht Ihr an dem Ziele,
Wo Euch vereint für eine Ewigkeit
Des Priesters Hand; mit lohnendem Gefühle
Wird jeder dann durch Euer Glück erfreut,
Und liebend tönt der biedern Eltern Segen
Am Traualtar freudig Euch entgegen.



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