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Freitag 12.06.2009 02:00 AM

Der Ballspielverein Borussia 09 e. V. Dortmund (kurz: Borussia Dortmund, BVB oder BVB 09) ist ein Fußballverein[1] aus Dortmund. Der Verein zählt zu den erfolgreichsten Clubs Deutschlands: Neben sechs deutschen Meisterschaften und zwei DFB-Pokalsiegen gewann der BVB 1966 den Europapokal der Pokalsieger (und damit als erster deutscher Verein überhaupt einen Europapokal) und 1997 die Champions League. Im selben Jahr konnte auch der Weltpokal nach Dortmund geholt werden. Die erste Herrenmannschaft der Borussia spielt aktuell in der Fußball-Bundesliga und belegt in deren ewiger Tabelle den 5. Platz.[2] Obwohl Borussia Dortmund ursprünglich als Fußballverein gegründet wurde, besitzt der Club heute auch erfolgreiche Handball- und Tischtennisabteilungen sowie eine gleichberechtigte Fan- und Förderabteilung, die die Belange der Anhänger des Vereins vertritt. Die Zahl der Vereinsmitglieder beläuft sich auf etwa 33.000.[3] Seit November 1999 sind die Lizenzspielerabteilung der Borussia sowie die zweite Mannschaft und die A-Jugend in die börsennotierte Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA ausgelagert.[4] Inhaltsverzeichnis [Verbergen] * 1 Vereinsgeschichte o 1.1 1909 bis 1911 – Die Gründung des Vereins o 1.2 Geschichte der Fußballabteilung + 1.2.1 1911 bis 1936 – Die frühen Vereinsjahre + 1.2.2 1936 bis 1945 – Erste Erfolge in der Gauliga + 1.2.3 1946 bis 1963 – Der Aufstieg zur deutschen Spitzenmannschaft + 1.2.4 1963 bis 1972 – Europapokalsieg und schleichender Niedergang + 1.2.5 1972 bis 1988 – Sportlich wie finanziell schwierige Zeiten + 1.2.6 1988 bis 1997 – Pokalsieg, Meisterschaft und Champions League + 1.2.7 1997 bis 2004 – Die sechste deutsche Meisterschaft und das Ende der Ära Niebaum + 1.2.8 Seit 2004 – Finanzielle Konsolidierung und sportliches Mittelmaß + 1.2.9 Jugendarbeit o 1.3 Geschichte der anderen Abteilungen des Vereins + 1.3.1 Leichtathletikabteilung + 1.3.2 Handballabteilung + 1.3.3 Boxabteilung + 1.3.4 Tischtennisabteilung o 1.4 Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA * 2 Erfolge * 3 Spieler und Trainer der Fußballabteilung o 3.1 Erste Mannschaft + 3.1.1 Bundesligakader der Saison 2008/09 + 3.1.2 Trainer- und Betreuerstab der Saison 2008/09 o 3.2 Zweite Mannschaft o 3.3 Bedeutende ehemalige Spieler * 4 Stadien o 4.1 Weiße Wiese o 4.2 Rote Erde o 4.3 Westfalenstadion/Signal Iduna Park o 4.4 Trainingsgelände Brackel * 5 Zuschauer und Fankultur o 5.1 Die Fans des BVB + 5.1.1 Fan-Freundschaften + 5.1.2 Fan-Rivalitäten o 5.2 Vereinslieder * 6 Trikotsponsoren * 7 Literatur * 8 Verweise * 9 Weblinks Vereinsgeschichte 1909 bis 1911 – Die Gründung des Vereins Die Wiege der Borussia: Die Dreifaltigkeitsgemeinde in der Dortmunder Nordstadt Im November 1901 wurde die katholische Jünglingssodalität „Dreifaltigkeit“ als Jugendorganisation der gleichnamigen Gemeinde in der Flurstraße im Dortmunder Nordosten gegründet. Die Gemeinde war kurz zuvor im Zuge der Immigration polnischer Arbeitskräfte entstanden und diente der Integration der Zugezogenen ins protestantisch geprägte Dortmund.[5] Die Mitglieder der Sodalität waren zum großen Teil junge Stahlarbeiter und Bergleute, die sich nicht nur am kirchlichen Leben beteiligten, sondern sich auch sportlich betätigten, zunächst beim Turnen und in der Leichtathletik. Aber spätestens seit 1906 wurde auf den Feldern und Wiesen rund um den Borsigplatz auch regelmäßig Fußball gespielt. Im selben Jahr wurde Kaplan Hubert Dewald Vorsitzender der Jünglingssodalität und wandte sich energisch sowohl gegen das „rohe“ und „wilde Treiben“ auf dem Fußballplatz als auch gegen das kulturelle Umfeld rund um den Sport. So setzte er unter anderem sonntags nachmittags eine zusätzliche Andacht an, um das Fußballspielen zu unterbinden, und verlangte von den Fußballern, ihre Treffen nicht mehr im Wirtshaus „Zum Wildschütz“ in der Oesterholzstraße 60 abzuhalten, sondern das Pius-Gemeindehaus dafür zu nutzen. Die schwelenden Konflikte zwischen der Leitung der Sodalität und den jungen Sportlern gipfelten schließlich in der Gründung der Borussia. Am 19. Dezember 1909, dem vierten Adventssonntag, trafen sich ca. 50 Mitglieder der Sodalität in einem Nebenraum des Wildschützes, um über die Gründung eines von der Kirche unabhängigen Vereins zu beraten. Während des Treffens wurde heftig über die Trennung von der Gemeinde debattiert, eine Reihe der Teilnehmer verließ nach etwa einer Stunde die Sitzung und informierte Kaplan Dewald über die bevorstehende Gründung des Vereins. Dieser traf wenig später vor der Gaststätte ein, um die Sitzung aufzulösen, der Zutritt wurde ihm jedoch verweigert. Die 18 verbliebenen Personen – Franz und Paul Braun, Heinrich Cleve, Hans Debest, Paul Dziendzielle, Franz, Julius und Wilhelm Jacobi, Hans Kahn, Gustav Müller, Franz Risse, Fritz Schulte, Hans Siebold, August Tönnesmann, Heinrich und Robert Unger, Fritz Weber sowie Franz Wendt – gründeten noch am selben Abend den Verein.[6] Da die Gründung spontan und unvorbereitet ablief, gab es vor Beginn der Versammlung keine Namensvorschläge. Einer Anekdote zufolge wurde der Zusatz „Borussia“ gewählt, weil es sich um den Namen des im Wildschütz ausgeschenkten Bieres der Borussia-Brauerei handelte, die unweit des Borsigplatzes ihren Sitz hatte. Die Namenswahl ist daher wohl nicht als bewusster Ausdruck eines Nationalstolzes zu verstehen, auch wenn „Borussia“ die latinisierte Bezeichnung für Preußen ist.[7] Nachdem Kaplan Dewald die Mitglieder der Borussia in der Messe am Heiligen Abend der Spaltung der Dreifaltigkeitsgemeinde bezichtigte und sie aus der Sodalität ausschloss, verließen einige der Gründungsmitglieder den Verein wieder, die Borussia blieb aber bestehen. Der erste Vorsitzende wurde Heinrich Unger, der bereits Mitte 1910 von diesem Amt zurücktrat. Nach einem sechswöchigen Intermezzo von Franz Risse folgte ihm Franz Jacobi, der den Verein bis 1923 leitete. Obwohl der Hauptgrund für die Gründung des Vereins die fehlende Erlaubnis des Kaplans zur Ausübung des Fußballsports war, besaß die Borussia nicht nur eine Fußball-, sondern auch eine Leichtathletikabteilung. Diese wurde bereits am 19. Juni 1910 in den Westdeutschen Spielverband (WSV) aufgenommen, am 3. Dezember folgte ihr die Fußballabteilung.[8] Der Aufnahme der Leichtathletikabteilung in den Verband kam dabei die Funktion eines „trojanischen Pferdes“[9] zu, da zu dieser Zeit aufgrund der großen Zahl an Gründungen von Fußballvereinen regelmäßig Aufnahmestopps seitens des WSV verhängt wurden. Das erste reguläre Spiel fand am 15. Januar 1911 gegen den VfB Dortmund statt und wurde 9:3 gewonnen. Die offizielle Spielkleidung bestand zu diesem Zeitpunkt aus einem blau-weiß gestreiften Hemd mit einer roten Schärpe und schwarzer Hose. Das erste Meisterschaftsspiel bestritt die Borussia am 10. September 1911 in Rauxel gegen die Fußballmannschaft Spielabteilung des Turnerbundes Rauxel und gewann ebenfalls, diesmal mit 1:0. Geschichte der Fußballabteilung 1911 bis 1936 – Die frühen Vereinsjahre Saison Platz Liga 1911/12 1. Platz C-Liga 1912/13 3. Platz B-Klasse 1913/14 1. Platz B-Klasse 1914/15 2. Platz A-Klasse 1918/19 2. Platz A-Klasse 1919/20 3. Platz A-Klasse 1920/21 1. Platz* A-Klasse 1921/22 9. Platz 1. Kreisliga 1922/23 1. Platz 1. Kreisliga 1923/24 13. Platz 1. Kreisliga 1924/25 1. Platz 1. Kreisliga 1925/26 2. Platz 2. Bezirksklasse 1926/27 9. Platz 1. Bezirksklasse 1927/28 2. Platz 2. Bezirksklasse 1928/29 7. Platz 2. Bezirksklasse 1929/30 4. Platz 2. Bezirksklasse 1930/31 7. Platz 1. Bezirksklasse 1931/32 1. Platz 1. Bezirksklasse 1932/33 2. Platz 1. Bezirksklasse 1933/34 6. Platz Bezirksklasse 1934/35 1. Platz Bezirksklasse 1935/36 1. Platz Bezirksklasse *Zweiter in der Endrunde um die Kreismeisterschaft gelb unterlegt: Spielzeit in der Erstklassigkeit Der Verein startete zur Saison 1911/12 in der C-Klasse, der dritten und untersten Spielklasse. Dort belegte man zum Saisonende den ersten Platz und stieg in die B-Klasse auf. Da der Aufnahmestopp des Westdeutschen Spielverbandes weiterhin Gültigkeit besaß, schlossen sich im Sommer 1912 die drei Dortmunder Vereine Rhenania, Britannia und Deutsche Flagge der Borussia an. Zugleich wechselte der BVB die Vereinsfarben, am 14. Februar 1913 billigte der WSV das zitronengelbe Hemd mit dem schwarzen „B“ als Spielkleidung der Borussia. Die zweite Spielzeit endete mit dem dritten Platz, in der folgenden Saison 1913/14 stieg Borussia Dortmund erstmals in der Vereinsgeschichte in die damals höchste Spielklasse, die A-Klasse, auf. Da selbst auf westfälischer Ebene kein einheitliches Ligensystem vorhanden war und nur wenige Vereine zum Einzugsbereich der A-Klasse gehörten, konnte man zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht von einer nationalen Bedeutung der Borussia sprechen. Weil die Saison 1914/15 wegen des Ersten Weltkriegs abgebrochen werden musste, konnte die Borussia ihren schnellen Aufstieg zunächst nicht fortsetzen. Es fanden jedoch Freundschaftsspiele zugunsten des Roten Kreuzes statt. Neun der 18 Vereinsgründer erlebten das zehnjährige Jubiläum des BVB nicht, da sie im Krieg starben. Bei Wiederaufnahme des Spielbetriebs in der Spielzeit 1917/18 war die Borussia aufgrund der Kriegswirren noch nicht vertreten, in der Saison 1918/19 spielte man dann wieder in der A-Klasse. 1919 trug sich Borussia Dortmund in das Vereinsregister ein, gleichzeitig wurde die erste Satzung nebst einer Spielordnung verfasst. Der Grund für die am 24. Mai erfolgte Aufnahme in das Vereinsregister war insbesondere der geplante Ausbau der Weißen Wiese, für die der Verein Rechtssicherheit benötigte.[10] Trotz Platz drei in der Abschlusstabelle der A-Klasse war die Borussia ab der Saison 1919/20 nur noch zweitklassig, da die Bezirksklasse als neue Liga eingeführt wurde. Diese umfasste die besten Mannschaften aus den acht Bezirken Bergisch-Mark, Niederrhein, Rhein, Mittelrhein, Ruhr, Südwestfalen, Hessen-Hannover und Westfalen. In der folgenden Saison 1920/21 verpasste der BVB den Aufstieg in die Bezirksklasse erneut nur knapp, im Entscheidungsspiel um den zweiten Platz unterlag man dem Lokalrivalen vom SV 08. In den folgenden Spielzeiten änderte sich nichts an der Zweitklassigkeit der Borussia, der Verein gehörte stets der neu geschaffenen zweiten Bezirksklasse bzw. später der Kreisliga Mark an, verpasste jedoch durchweg den Aufstieg. Für die weitere Entwicklung bedeutsamer war der Wechsel an der Vereinsspitze, als Franz Jacobi 1923 als Vorsitzender zurücktrat und durch Heinz Schwaben ersetzt wurde. Dieser war Direktor der Union-Brauerei und verfügte über die nötigen finanziellen Ressourcen, die einen Ausbau der Weißen Wiese zum „Borussia-Sportplatz“, einem Stadion für 10.000 Besucher, möglich machten. 1926 gewann der BVB dann die Vizemeisterschaft in der 2. Bezirksklasse und stieg erneut in die höchste Spielklasse auf, die Ruhrbezirksklasse Dortmund-Gelsenkirchen. Trotz der Verpflichtung neuer Akteure aus anderen Dortmunder Mannschaften wurde die Spielzeit 1926/27 zu einem Misserfolg für die Borussia, denn das Entscheidungsspiel gegen den punktgleichen SV Langendreer 04 wurde mit 1:3 nach Verlängerung verloren, so dass der Verein wieder zurück in die Zweitklassigkeit musste. Die Saison 1927/28 endete in der 2. Bezirksklasse mit einem zweiten Platz hinter den Sportfreunden Dortmund, was nicht zum Aufstieg reichte. Im Sommer 1929 wurde das Ligensystem um eine weitere Spielklasse, die Sonderklasse, ergänzt. Weder für diese noch für die 1. Bezirksklasse konnte sich Borussia Dortmund in der Spielzeit 1928/29 qualifizieren, so dass man 1929/30 nur noch drittklassig war. Allerdings gelang in diesem Jahr als Vierter der Aufstieg in die 1. Bezirksklasse, der die Borussia bis zur Saison 1935/36 ununterbrochen angehörte. Sportlich wurde diese Zeit von August Lenz geprägt, der 1935 in einem Spiel gegen Spanien als erster Borusse das Nationaltrikot tragen durfte. Lenz stieß während der Saison 1927/28 als Jugendspieler zu den Schwarz-Gelben und entwickelte sich früh zum wichtigsten Spieler seiner Mannschaft. 1933 unterlag Borussia Dortmund im Entscheidungsspiel um die Gruppenmeisterschaft in der Bezirksklasse dem Lokalrivalen von Arminia Marten mit 1:2 nach Verlängerung; selbst bei einem Sieg hätte man jedoch nicht aufsteigen können, da im selben Sommer mit der Einführung der Gauligen eine Neuordnung des Ligensystems einherging. Erst 1935/36 gelang dem BVB der Wiederaufstieg in die Erstklassigkeit. Auch beim BVB machte sich in den frühen 1930er Jahren die beginnende Herrschaft der Nationalsozialisten bemerkbar. 1934 wurde der Schlosser August Busse Vereinspräsident, der dieses Amt bereits von 1928 bis 1933 innehatte. Egon Pentrup, der 1933 das Amt von Busse übernommen hatte, war als Katholik und politisch Neutraler nicht für das Amt des „Vereinsführers“ geeignet, das gemäß dem Führerprinzip eingerichtet werden musste. 1936 bis 1945 – Erste Erfolge in der Gauliga Saison Platz Tore Punkte 1936/37 3. Platz 39:37 19:17 1937/38 2. Platz 45:28 26:10 1938/39 3. Platz 46:40 20:16 1939/40 9. Platz 35:60 11:25 1940/41 4. Platz 62:50 24:20 1941/42 2. Platz 58:38 24:12 1942/43 6. Platz 46:46 17:19 1943/44 3. Platz 45:21 24:12 Zeitgleich zu dem bis dato größten Erfolg des Vereins mit dem Aufstieg in die Gauliga musste die Borussia Abschied vom Vereinsgelände im Nordosten der Stadt nehmen. Für den Bau des Hoeschparks durch den Reichsarbeitsdienst wurden das Stadion Weiße Wiese und das zugehörige Vereinsgelände von der Stadt entschädigungslos enteignet. Daraufhin musste der Verein 1937 in die Kampfbahn Rote Erde im bürgerlichen Süden Dortmunds umziehen. Sportlich hatte man bereits zwei Jahre zuvor die Weichen zur Professionalisierung des Vereins gestellt: Fritz Thelen, ein Schwager Ernst Kuzorras, wurde erster Trainer der Borussia und schaffte in seiner Tätigkeit während der Saison 1935/36 den Aufstieg in die höchste Klasse. Ersetzt wurde er zur Saison 1936/37 durch den Wiener Ferdl Swatosch, der den BVB im ersten Jahr seiner Zugehörigkeit zur Gauliga direkt auf Platz vier der Abschlusstabelle führte. Zugleich erreichte man im Tschammerpokal, dem Vorläufer des DFB-Pokals, das Viertelfinale und unterlag Waldhof Mannheim nur knapp mit 3:4. In den folgenden Spielzeiten konnte sich der BVB in der Gauliga etablieren und auch mehrfach die Vizemeisterschaft hinter dem „Abonnementmeister“ aus Gelsenkirchen erringen. Zunächst wurde man 1938 unter Trainer Willy Sevzik mit acht Punkten Rückstand auf Schalke Zweiter in der Endabrechnung, ein Jahr später erreichte man den dritten Platz. In der Saison 1939/40 wurde die Borussia nur Neunter und entging dem Abstieg bloß aufgrund der Aufstockung der Liga auf zwölf Mannschaften. Es folgten bis zum Ende des Kriegs eine weitere Vizemeisterschaft 1942 sowie ein dritter (1944), ein vierter (1941) und ein sechster Platz (1943). Ferner gewann die A-Jugend des BVB 1939 die Westfalenmeisterschaft und die westdeutsche Meisterschaft. Überschattet wurden die Erfolge der Borussia in dieser Zeit allerdings vom Zweiten Weltkrieg und der Diktatur des Dritten Reichs. Auch wenn die Vereinsführung um Präsident August Busse den Nationalsozialisten nahe stand, blieb der Verein tief im Milieu der Dortmunder Nordstadt, die eine Hochburg der Antifaschisten war, verwurzelt. So arbeiteten bis in die späten Kriegsjahre Nationalsozialisten, Kommunisten, Sozialdemokraten und Bürgerliche zum Wohl des Vereins zusammen.[11] Profiliertester Vertreter der NSDAP in den Reihen des BVB war Willi Röhr, der als Mitglied der SA über gute Kontakte zur Parteiführung verfügte und beispielsweise in der Lage war, wichtige Spieler für die Spiele der Borussia von ihrer Tätigkeit bei der Wehrmacht oder dem Arbeitsdienst loszueisen. Der offiziellen Festschrift zum 30-jährigen Jubiläum des Vereins ist zu entnehmen, dass ferner im ersten Kriegsjahr 80 Prozent der Spieler der Gauligamannschaft der SA angehörten[12]; das NSDAP-Mitglied Lenz tat außerdem Dienst in der Organisation Todt des damaligen Reichsministers für Bewaffnung und Munition.[13] Auf der anderen Seite war bis zuletzt eine Reihe aktiver Clubmitglieder im Widerstand gegen die Nationalsozialisten tätig und nutzte dabei auch die Infrastruktur des Vereins, speziell die Druckmaschinen zur Vervielfältigung von Flugblättern. Diesen mutigen Einsatz bezahlten einige von ihnen mit ihrem Leben, unter anderem Heinrich Czerkus, der Vereinswart des Stadions und der Vereinsanlagen bis zu deren Enteignung, und Franz Hippler, Vorsitzender der Handballabteilung. Beide wurden noch am Karfreitag 1945 von der Gestapo ermordet; ihrer und der vielen anderen Opfer dieses Massakers wird seitdem jedes Jahr am Mahnmal in der Bittermark gedacht. 1946 bis 1963 – Der Aufstieg zur deutschen Spitzenmannschaft Saison Platz Tore Punkte Zuschauerschnitt 1945/46 3. Platz* 49:33 19:13 1946/47 1. Platz* 54:18 29:7 1947/48 1. Platz 62:22 36:12 24.400 1948/49 1. Platz 79:30 38:10 21.900 1949/50 1. Platz 76:36 43:17 19.000 1950/51 3. Platz 52:36 39:21 20.000 1951/52 4. Platz 79:53 34:26 19.200 1952/53 1. Platz 87:36 46:14 22.600 1953/54 5. Platz 60:54 32:28 19.700 1954/55 5. Platz 63:57 30:30 11.600 1955/56 1. Platz 78:36 45:15 17.900 1956/57 1. Platz 73:33 41:19 18.900 1957/58 5. Platz 67:44 35:25 16.700 1958/59 5. Platz 59:47 35:25 20.900 1959/60 3. Platz 81:62 35:25 19.200 1960/61 2. Platz 70:46 39:21 21.900 1961/62 8. Platz 67:51 32:28 15.900 1962/63 2. Platz 77:39 40:20 26.700 *Spielzeit in der Westfalenliga grün unterlegt: Gewinn der deutschen Meisterschaft orange unterlegt: Endspielniederlage um die deutsche Meisterschaft Nach dem Krieg begann der Wiederaufbau der Vereinsstrukturen in Deutschland, viele Clubs hatten einen Großteil ihrer Spieler und Funktionäre verloren. Dem BVB erging es nicht anders als anderen Vereinen in der britischen Besatzungszone: er musste zunächst seine Wiederzulassung erwirken. Diese wurde bereits im Juli 1945 erteilt, die Militärregierung setzte Willi Bietzek als Vorsitzenden des Vereins ein. Ab August wurde im Hoeschpark wieder Fußball gespielt, der BVB wurde 1946 in der zweiten Staffel der neu gegründeten Landesliga West, die aus den Teams der ehemaligen Gauligisten bestand, Vierter. Zugleich war im Mai der erste „echte“ Vorstand der Borussia nach dem Krieg gewählt worden, Präsident wurde Rudi Lückert. Der größte Erfolg der bis dato fast vierzigjährigen Vereinsgeschichte wurde in der zweiten Nachkriegssaison erreicht: Nachdem die Borussia mit drei Punkten Vorsprung vor der Spielvereinigung Erkenschwick Staffelsieger geworden war, kam es im Herner Stadion am Schloss Strünkede zum Endspiel um die Westfalenmeisterschaft gegen den FC Schalke 04. Der 3:2-Sieg der Borussia am 18. Mai 1947 ging als die Wende im Westen in die Fußball-Geschichte des Ruhrgebietes und Westdeutschlands ein, da die fußballerische Vormachtstellung des FC Schalke 04 im Revier gebrochen wurde. Der BVB übernahm nach diesem historischen Sieg die Führung im westdeutschen Fußball und stieg zum erfolgreichsten Verein der neu gegründeten Oberliga West auf. Bereits in den ersten beiden Spielzeiten 1947/48 und 1948/49 wurde die Borussia Meister, 1949 gelang dem BVB unter Trainer Edy Havlicek sogar erstmals der Einzug ins Endspiel um die Deutsche Meisterschaft, das in der „Stuttgarter Hitzeschlacht“ gegen den VfR Mannheim jedoch trotz zweimaliger Führung durch Herbert Erdmann mit 2:3 nach Verlängerung verloren ging. Spieldaten des Endspiels um die Deutsche Meisterschaft 1949 Nachdem man sich 1949/50 zum dritten Mal in Folge die Westmeisterschaft gesichert hatte, traf die Borussia im Achtelfinale um die Deutsche Meisterschaft erneut auf den VfR Mannheim. Wiederum verlor der BVB gegen die Kurpfälzer, diesmal mit 1:3. In den beiden folgenden Spielzeiten wurde man West-Dritter (1951) und -Vierter (1952), in der Saison 1952/53 gelang dann der Gewinn des vierten Oberligatitels. Die Qualifikation für das Finale um die Deutsche Meisterschaft wurde jedoch verpasst, hinter dem VfB Stuttgart belegte der BVB aufgrund des schlechteren Torquotienten nur den zweiten Platz in seiner Endrundengruppe. Nach einem vierten (1954) und einem fünften Platz (1955) wurde die Saison 1955/56 zur bis dato erfolgreichsten in der Vereinsgeschichte der Borussia. Nicht nur wurde unter Trainer Helmut Schneider die fünfte Westmeisterschaft gewonnen, es folgte auch der erneute Einzug ins Finale um die Deutsche Meisterschaft. Dort besiegte der BVB im Berliner Olympiastadion vor 75.000 Zuschauern den Karlsruher SC mit 4:2 und wurde zum ersten Mal Deutscher Meister. Spieldaten des Endspiels um die Deutsche Meisterschaft 1956 Im Europapokal der Landesmeister schied die Borussia bereits in der zweiten Runde gegen Manchester United aus, erfolgreich wurde die Saison dennoch. In derselben Aufstellung wie im Vorjahr besiegte man im Endspiel um die deutsche Meisterschaft 1957 den Hamburger SV mit 4:1, zuvor hatte man sich die bis dato sechste Westmeisterschaft gesichert. Trainer Schneider verzichtete im Endspiel auf den jungen Nationalspieler Aki Schmidt, weil er die Vorjahresmeisterelf nicht verändern wollte. Nie wieder sollte eine deutsche Mannschaft mit derselben Endspielmannschaft deutscher Meister werden. Spieldaten des Endspiels um die Deutsche Meisterschaft 1957 Als Meister qualifiziert, schied man im Europapokal erneut in der zweiten Runde aus, diesmal gegen den AC Mailand. Nach diesen Meisterschaften erreichte die Borussia 1958 und 1959 nur noch zwei fünfte Plätze bei den Westmeisterschaften, die Mannschaft war mittlerweile überaltert. Max Merkel, dessen deutsche Trainer-Karriere in Dortmund begann, nahm ab dem Sommer 1958 die Verjüngung der Mannschaft in Angriff und baute junge Spieler wie „Hoppy“ Kurrat, Charly Schütz, Timo Konietzka und Lothar Emmerich in die Mannschaft ein – und das mit Erfolg, denn nach einem dritten Platz 1960 reichte es bereits in der Saison 1960/61 wieder zum Einzug ins Finale um die deutsche Meisterschaft. Die junge Dortmunder Mannschaft war dort jedoch ohne Chance und unterlag dem 1. FC Nürnberg in Hannover mit 0:3. Spieldaten des Endspiels um die Deutsche Meisterschaft 1961 Merkel verließ nach der Endspielniederlage den BVB, und Borussia sicherte sich die Dienste von Trainer Hermann Eppenhoff, der als Spieler mit dem Revierrivalen aus Schalke drei Mal deutscher Meister gewesen war. 1962 wurde man mit dieser im Umbruch befindlichen Mannschaft nur Achter der Oberliga West. In der letzten Saison vor der Einführung der Bundesliga wurde man 1963 hinter dem 1. FC Köln Zweiter der Oberliga und qualifizierte sich wieder für die Endrunde der deutschen Meisterschaft. Nach einem ersten Platz in der Endrundengruppe zog der BVB erneut ins Endspiel ein, wo man auf die favorisierten Kölner traf, die in Stuttgart mit 3:1 bezwungen werden konnten. Auch im DFB-Pokal dieses Jahres erreichte Dortmund, erstmals in der Vereinsgeschichte, das Finale; doch dieses Endspiel verlor man in Hannover gegen den Hamburger SV mit 0:3. Spieldaten des Endspiels um die Deutsche Meisterschaft und des Pokalendspiels 1963 1963 bis 1972 – Europapokalsieg und schleichender Niedergang Saison Platz Tore Punkte Zuschauerschnitt Saison 63/64 4. Platz 73:57 33:27 22.113 Saison 64/65 3. Platz 67:48 36:24 24.078 Saison 65/66 2. Platz 70:36 47:21 24.906 Saison 66/67 3. Platz 70:41 39:29 26.104 Saison 67/68 14. Platz 60:59 31:37 21.877 Saison 68/69 16. Platz 49:54 30:38 23.096 Saison 69/70 5. Platz 60:67 36:32 18.709 Saison 70/71 13. Platz 54:60 29:39 17.974 Saison 71/72 17. Platz 34:83 20:48 16.011 In der Premierensaison der Fußball-Bundesliga, deren Gründungsmitglied der BVB als amtierender deutscher Meister war, gehörte die Borussia zu den Favoriten auf den Titel. Am Ende reichte es trotz 73 Treffern jedoch nur zu einem vierten Platz. Im Europapokal der Landesmeister gelangte der BVB bis ins Halbfinale, wo man Inter Mailand, dem späteren Cupsieger, unterlag. Zuvor schlug man den Favoriten Benfica Lissabon um Stürmerstar Eusebio in der zweiten Runde mit 5:0. Ein Jahr später wurden die Borussen Dritter in der Bundesliga, gleichzeitig erreichten sie zum zweiten Mal das Finale des DFB-Pokals. Dort wurde, erneut in Hannover, Alemannia Aachen mit 2:0 besiegt. Im Messepokal schied man bereits in der zweiten Runde gegen Manchester United mit 1:6 und 0:4 aus. Gegen die mit späteren Weltmeistern gespickte Mannschaft um Bobby Charlton und George Best hatte der BVB keine Chance. Spieldaten des Pokalendspiels 1965 In der Bundesliga holte man unter Trainer Willi Multhaup 1966 die Vizemeisterschaft, das bis dahin und für lange Zeit beste Ergebnis; durch eine Heimniederlage gegen den späteren Meister 1860 München am vorletzten Spieltag – vielleicht auch bedingt durch die Belastungen aus dem Europapokal – verspielte man die Meisterschaft. Dafür konnte der Club seinen bis dahin größten Triumph feiern, als er im Europapokal der Pokalsieger zum ersten deutschen Europapokalsieger überhaupt wurde. Bereits im Viertelfinale gegen Atletico Madrid (1:1 in Madrid, 1:0 in Dortmund) und im Halbfinale gegen Titelverteidiger West Ham United (2:1 in London, 3:1 zuhause) gelangen der Borussia überraschende Siege, die den BVB zur erst dritten deutschen Mannschaft machten, die ein Europapokalfinale erreichen konnte. Im Hampden Park von Glasgow wurde dann der FC Liverpool trotz Feldvorteilen der Engländer mit 2:1 nach Verlängerung besiegt. In der 106. Minute war es Stan Libuda vorbehalten, mit einem kuriosen Tor die Entscheidung herbeizuführen. Libuda schoss aus 30 Metern in hohem Bogen über Torwart Lawrence den Ball an die Querlatte. Von dort prallte der Ball gegen den Körper von Verteidiger Yeats und danach ins Tor. Dieser erste Sieg einer deutschen Mannschaft im Europapokal wurde in Dortmund am folgenden Tag mit einem Autokorso durch die Innenstadt begeistert gefeiert. Spieldaten des Endspiels um den Europapokal der Pokalsieger 1966 Historisches Logo (etwa 1970) Als Titelverteidiger automatisch qualifiziert, ging es in der neuen Saison in der ersten Runde des Europapokals erneut nach Glasgow gegen die Rangers. Dort verlor man mit 1:2. Im Rückspiel in der Roten Erde gelang es den Borussen vor 40.000 Zuschauern nicht, ein Tor zu schießen, so dass man nach dem 0:0 ausschied. In der Bundesliga wurde man nur Dritter. Bereits im Vorfeld dieser Spielzeit begann der allmähliche Niedergang der Borussia, als die Vereinsführung um Präsident Willi Steegmann zunächst Trainer Multhaup vorzeitig nach Köln wechseln ließ und mit Heinz Murach einen ligaunerfahrenen Trainer verpflichtete, der bis dahin beim Fußballverband Niederrhein beschäftigt war. Gleichzeitig wurden ausschließlich Spieler mittelmäßiger Qualität eingekauft, und auch aus der traditionell starken Jugend der Borussia rückten kaum gute Aktive nach. Folgerichtig wurde Borussia Dortmund 1968 nur Tabellenvierzehnter, ein Jahr später konnte man als Sechzehnter den Abstieg erst am letzten Spieltag verhindern, als man in der Roten Erde mit 3:0 gegen Kickers Offenbach gewann. Der Wechsel an der Vereinsspitze zu Walter Kliemt im Winter 1967/68 hatte wenig an den internen Strukturen des BVB verändert, zudem blieben aufgrund der sportlichen Misserfolge die Zuschauer aus. Nach einem zwischenzeitlich Hoch in der Saison 1969/70, als man überraschend Fünfter wurde, begann als Konsequenz aus dem eingetretenen Finanzengpass „der große Ausverkauf“. Bereits 1969 war Lothar Emmerich ohne gleichwertigen Ersatz abgegeben worden, 1970 beendete Wolfgang Paul, der langjährige Kapitän der Mannschaft, seine Karriere. Ein Jahr später wurden nach einem 13. Platz in der Tabelle die Leistungsträger Wosab, Neuberger, Weist und Held verkauft. Es folgte 1972, nach einem 17. Platz mit nur 20 Punkten, 36 Jahre nach dem Aufstieg in die höchste Spielklasse der Abstieg in die Regionalliga West. 1972 bis 1988 – Sportlich wie finanziell schwierige Zeiten Saison Platz Tore Punkte Zuschauerschnitt Saison 72/73 4. Platz 77:45 41:27 10.600 Saison 73/74 6. Platz 63:50 37:31 8.900 Saison 74/75 6. Platz 65:44 46:30 25.400 Saison 75/76 2. Platz 93:37 52:24 26.800 Saison 76/77 8. Platz 73:64 34:34 42.400 Saison 77/78 11. Platz 57:71 33:35 36.764 Saison 78/79 12. Platz 54:70 31:37 27.403 Saison 79/80 6. Platz 64:56 36:32 34.243 Saison 80/81 7. Platz 69:59 35:33 33.120 Saison 81/82 6. Platz 59:40 41:27 27.409 Saison 82/83 7. Platz 78:62 39:29 26.031 Saison 83/84 13. Platz 54:65 30:38 20.306 Saison 84/85 14. Platz 51:65 30:38 24.512 Saison 85/86 16. Platz 49:65 28:40 22.573 Saison 86/87 4. Platz 70:50 40:28 32.129 Saison 87/88 13. Platz 51:54 29:39 27.921 violett unterlegt: Spielzeit in der Zweitklassigkeit Im ersten Jahr als Zweitligist konnte Borussia Dortmund als Vierter der Regionalliga West den direkten Wiederaufstieg nicht erreichen, Tiefpunkt der Saison war trotz eines 9:0-Erfolgs gegen Preußen Münster die miserable Zuschauerzahl von knapp 1.500 Zuschauern am letzten Spieltag. Da sich der Kader in der Saison 1972/73 nur punktuell von demjenigen aus der Abstiegssaison unterschied, wurde der fällige Schnitt in der Mannschaft erst zur Spielzeit 1973/74 vollzogen. Unter Trainer Bedl wurde der Verein jedoch nur Sechster, finanziell und sportlich lag die Borussia nun praktisch am Boden. Umso wichtiger war der Wechsel in der Vorstandsetage von Walter Kliemt zu Heinz Günther, der den längst fälligen Sanierungskurs bei der Borussia einläutete. Dennoch fehlten selbst nach dem Verkauf des vereinseigenen Geländes an der Brackeler Straße immer noch rund 1,3 Millionen Mark zur Erteilung der Lizenz für die neu geschaffene zweite Fußball-Bundesliga, die auf vielfältige Weise beschafft werden mussten. Neben Kürzungen der Spielergehälter sorgte die finanzielle Unterstützung der öffentlichen Hand wie der lokalen Industrie letztlich für das Überleben des Vereins. Die Stadt übernahm Bürgschaften, und Hoesch stellte dem Verein neben Geld die Trainingsplätze am Hoeschpark sowie den medizinischen Apparat zur Verfügung. Aus Dank zierte das BVB-Trikot auf dem Rücken der Schriftzug „Dortmund“ und auf der Brust ein Kreis mit dem Dortmunder Fernsehturm, Blumen und einem Fußball. Der Schriftzug „Dortmund“ ist bis heute geblieben. Ebenso wichtig für die Zukunft des Profifußballs in Dortmund war die Eröffnung des Westfalenstadions, das für die Fußball-Weltmeisterschaft 1974 an der Westseite der Roten Erde errichtet wurde. Die neue Arena lockte trotz Zweitklassigkeit und einem enttäuschenden sechsten Platz in der Abschlusstabelle im Schnitt 25.000 Zuschauer zur Borussia, was für spürbare Entspannung in der Vereinskasse sorgte. Gleichzeitig wurde das Halbfinale im DFB-Pokal erreicht, in dem der BVB erst in der Verlängerung gegen Duisburg mit 1:2 unterlag. Der Wiederaufstieg gelang der Borussia dann in der folgenden Saison, dank des zweiten Platzes in der Abschlusstabelle und zweier Siege in den Entscheidungsspielen um den Aufstieg gegen die Mannschaft des 1. FC Nürnberg. Kurioserweise entließ man vor den Aufstiegsspielen den Trainer Horst Buhtz, der im Laufe der Saison Otto Knefler abgelöst hatte, weil dieser bereits mit dem Relegationskonkurrenten Nürnberg für die neue Saison einig war. Der Vorstand wollte mit dieser Maßnahme verhindern, dass der Aufstieg in Gefahr geriet. Neuer Trainer wurde Otto Rehhagel. Vor und während der Saison 1976/77 verpflichtete der BVB wichtige neue Spieler wie Ente Lippens und Manni Burgsmüller und erreichte einen sicheren achten Rang. Insbesondere der Zuschauerschnitt von 40.000 Besuchern macht den BVB plötzlich zu einem der wohlhabendsten Vereine Deutschlands. Mit entsprechend hohen Erwartungen ging es in die Spielzeit 1977/1978, die jedoch mit einem enttäuschenden 11. Platz und dem blamablen 0:12 am letzten Spieltag gegen Borussia Mönchengladbach endete. Mit der höchsten Niederlage der Bundesligageschichte endete die Ägide von Otto Rehhagel beim BVB, der letztlich den Kopf für diese Niederlage hinhalten musste. Auch im folgenden Jahr blieb der BVB Mittelmaß, unter Trainer Uli Maslo schloss man die Saison 1978/79 als Zwölfter ab. Wichtiger war, dass im März 1979 der Rechtsanwalt Reinhard Rauball Präsident der Borussia wurde, der den aufgrund fehlender Erfolge und ausbleibenden Zuschauern schlingernden BVB wieder in ruhigere Fahrwasser brachte. Ein Paukenschlag war im Sommer 1979 die Verpflichtung von Udo Lattek als Trainer, der bis dahin in München und Mönchengladbach erfolgreich tätig gewesen war. Neben Platz sechs im Abschlussklassement wurde das Halbfinale des DFB-Pokals erreicht, wo man gegen den späteren Sieger Fortuna Düsseldorf mit 1:3 verlor. Latteks erste Zeit beim BVB ging jedoch bereits während der Saison 1980/81 wieder zu Ende, als er die Borussia in Richtung FC Barcelona verließ. Nach Lattek begann eine Phase ständiger Trainerwechsel. In den fünf Jahren zwischen dem Frühjahr 1981 und dem Frühjahr 1986 waren zehn verschiedene Übungsleiter beim Verein tätig. Zunächst kam Branko Zebec vom Hamburger SV, unter dem sich das Team vor allem in taktischer Hinsicht verbesserte und 1981/82 Sechster der Bundesliga wurde. Durch diesen Erfolg qualifizierte sich die Borussia erstmals seit 1966 wieder für einen Europapokalwettbewerb; Zebec musste den BVB jedoch aufgrund seiner augenscheinlichen Alkoholprobleme verlassen, auf ihn folgte Karl-Heinz Feldkamp. Unter ihm erreichte man im folgenden Jahr nur den siebten Platz, zudem schied der BVB im UEFA-Pokal bereits in der ersten Runde gegen die Glasgow Rangers aus. Im September 1982 war Rauball aus beruflichen Gründen als Präsident zurückgetreten, was nicht nur ein Machtvakuum im Vorstand hinterließ, sondern auch eine sportliche wie finanzielle Talfahrt zur Folge hatte. Unter Präsident Friedhelm Cramer hatte sich der Verein schließlich mit 8,3 Millionen Mark dermaßen verschuldet, dass das Amtsgericht Dortmund am 22. Oktober 1984 einen Notvorstand ernennen musste.[14] Präsident wurde erneut Rauball, als Vizepräsident wurde ihm Gerd Niebaum zur Seite gestellt, der 1986 das Amt des Präsidenten übernahm. Erneut war es mit Hilfe lokaler Sponsoren möglich, den Lizenzentzug abzuwenden, sportlich blieb die Lage der Borussia in den nächsten Jahren jedoch prekär. 1984/85 konnte man sich noch auf den 14. Platz retten, in der darauf folgenden Saison musste man als Sechzehnter jedoch in die Relegation. Nach einer 0:2-Niederlage bei Fortuna Köln war die Borussia im Rückspiel gezwungen, mit zwei Treffern Unterschied zu gewinnen, was erst in der Nachspielzeit durch das 3:1 von Jürgen Wegmann gelang. Man erwirkte so ein Entscheidungsspiel auf neutralem Platz, das Borussia Dortmund im Düsseldorfer Rheinstadion mit 8:0 für sich entscheiden konnte. Mehr als 30.000 Anhänger begleiteten damals ihren Verein zu diesem Schicksalsspiel in die Landeshauptstadt. Der in letzter Minute abgewendete Abstieg sollte sich letztlich als „heilsamer Schock“ für die Borussia herausstellen. So wurden vor der Saison 1986/87 mit Frank Mill, Norbert Dickel und Thomas Helmer wichtige Stützen verpflichtet, unter Trainer Reinhard Saftig erreichte man am Ende der Saison Platz vier und somit die Teilnahme am UEFA-Pokal. Einen kleinen Dämpfer erhielt die neue Euphorie durch Platz 13 in der folgenden Saison, im UEFA-Pokal erreichte man nach dem Ausschalten von Celtic Glasgow (1:2 und 2:0) und Velez Mostar (2:0 und 1:2) allerdings das Achtelfinale, wo man nach einem begeisternden 3:0 zuhause mit 0:5 nach Verlängerung beim FC Brügge ausschied. 1988 bis 1997 – Pokalsieg, Meisterschaft und Champions League Saison Platz Tore Punkte Zuschauerschnitt Saison 88/89 7. Platz 56:40 37:31 29.176 Saison 89/90 4. Platz 51:35 41:27 34.810 Saison 90/91 10. Platz 46:57 34:34 33.564 Saison 91/92 2. Platz 66:47 52:24 41.188 Saison 92/93 4. Platz 61:43 41:27 40.028 Saison 93/94 4. Platz 49:45 39:29 40.381 Saison 94/95 1. Platz 67:33 49:19 40.914 Saison 95/96 1. Platz 76:38 68 41.886 Saison 96/97 3. Platz 63:41 63 51.516 grün unterlegt: Gewinn der deutschen Meisterschaft Vor der Saison 1988/89 wurden als weitere „Korsettstangen“ für die Mannschaft das Frankfurter Talent Andreas Möller und der Münchener Michael Rummenigge verpflichtet. Im Trainingslager vor der Saison verließ Reinhard Saftig nach Streitigkeiten um den Mannschaftskapitän den Club. Ihm folgte Horst Köppel. Unter Köppel erreichte der BVB mit dem DFB-Pokal 1989 seinen ersten Titel seit 23 Jahren. Im Finale besiegte Borussia Dortmund Werder Bremen mit 4:1, Torschützen waren nach der Bremer Führung Norbert Dickel mit zwei Treffern, Frank Mill und Michael Lusch. Während des Spiels war die Borussia von etwa 40.000 Fans[15] im mit 76.000 Zuschauern ausverkauften Berliner Olympiastadion angefeuert worden, etwa 200.000 Menschen empfingen die Mannschaft am nächsten Tag in Dortmund. Dieser Titelgewinn stellte bis 2008 die letzte Teilnahme der Borussia an einem Pokalfinale dar; in der Folgezeit schied man mit Ausnahme der Saison 1995/96 regelmäßig in den ersten drei Runden aus. Spieldaten des Pokalendspiels 1989 Trotz des Zweitrundenaus gegen Sampdoria Genua im Europapokal der Pokalsieger konnte sich die Borussia mit einem guten vierten Platz in der Saison 1989/90 in der oberen Hälfte der Bundesliga festsetzen, gleichzeitig wurde mit der Verpflichtung Michael Meiers als Manager eine weitere zukunftsweisende Personalentscheidung getroffen. Erster wichtiger Einkauf zur neuen Saison war Flemming Povlsen, der für die damalige Rekordsumme von 4,1 Millionen DM aus Eindhoven zum BVB kam. Dennoch belegte man zum Saisonende nur einen enttäuschenden 10. Platz, eine eklatante Heimschwäche mit nur vier Siegen im Westfalenstadion hatte eine bessere Platzierung verhindert. Köppel wurde daher durch den in Deutschland damals relativ unbekannten Ottmar Hitzfeld vom Grasshopper-Club Zürich ersetzt, was sich als echter Glücksgriff für die Borussia herausstellen sollte. Zudem wurde mit Stephane Chapuisat von Bayer Uerdingen ein Spieler verpflichtet, der sich in den 90er Jahren als durchschlagskräftigster Stürmer der Borussia erweisen sollte. Schon in der ersten Saison unter Hitzfeld war man dem vierten Meistertitel der Vereinsgeschichte sehr nahe, denn die Borussia spielte ihre erfolgreichste Runde seit Bestehen der Bundesliga. Der mögliche Meistertitel wurde erst am letzten Spieltag verloren, als der VfB Stuttgart in der Schlussphase sein Spiel bei Bayer 04 Leverkusen mit 2:1 gewinnen konnte. Bis dahin hätte dem BVB der 1:0-Erfolg beim MSV Duisburg zum Titelgewinn gereicht. Trotz der unglücklichen Vizemeisterschaft wurde im Laufe der folgenden Saison weiter in die Mannschaft investiert, mit Stefan Reuter und Matthias Sammer konnten deutsche Nationalspieler aus Italien ins Ruhrgebiet gelockt werden. Von 1981 bis 1998 als Spieler aktiv, heute Manager beim BVB: Michael Zorc (2005) Entsprechend erfolgreich gestaltete sich daher die folgende Spielzeit. Neben einem vierten Platz in der Bundesliga erreichte der BVB das Finale des UEFA-Pokals gegen Juventus Turin. Zuvor hatte man sich im Halbfinale gegen die AJ Auxerre im Elfmeterschießen durchgesetzt, das Dortmunder „Eigengewächs“ Stefan Klos wehrte den letzten Schuss der Franzosen ab. Im Endspiel zeigte sich Juventus Turin als zu stark: Nach einem 1:3 vor heimischer Kulisse verlor man auch das Rückspiel mit 0:3. Durch die lange UEFA-Cup-Saison schwang sich der BVB aufgrund der hohen Fernsehgelder für die Übertragungen zum finanzstärksten Verein der Liga auf. Folgerichtig wurde gemäß dem Motto „Wir investieren in Steine und Beine“ zur Saison 93/94 mit Karl-Heinz Riedle ein weiterer Nationalspieler verpflichtet. Dennoch verlief die Saison mit einem vierten Platz eher ernüchternd, hatte man doch – schon aufgrund der personellen Verstärkung – das Ziel Meisterschaft ausgegeben. Spieldaten der Endspiele um den UEFA-Pokal 1993 Borussia blieb dem Motto treu und investierte erneut stark in die Mannschaft, unter anderem kam der „verlorene Sohn“ Andreas Möller gemeinsam mit Júlio César von Juventus Turin an den Borsigplatz. Und nach einer spannenden Saison 1994/95 sicherte sich der BVB am letzten Spieltag den Titel vor Werder Bremen. Die erste nationale Meisterschaft des BVB nach 32 Jahren wurde von Zehntausenden auf dem Rasen des Westfalenstadions gefeiert, am Tag nach dem Titelgewinn wurden Spieler und Trainer am Dortmunder Rathaus von über 500.000 Fans bei der größten Meisterfeier der deutschen Fußballgeschichte[16] empfangen. Auch 1995/96 konnte Borussia Dortmund den Titel erringen, den man sich bereits am 33. Spieltag durch ein 2:2 beim TSV 1860 München sicherte. Zur bisher erfolgreichsten Saison der Vereinsgeschichte avancierte die Spielzeit 1996/97, als die Borussia aufgrund der Mehrfachbelastung durch die Champions League zwar nur einen dritten Platz in der Liga belegte, auf europäischer Bühne aber das Finale erreichte. Im ausverkauften Münchener Olympiastadion konnte der hohe Favorit Juventus Turin diesmal mit 3:1 besiegt werden; legendär ist der letzte Treffer der Partie durch den jungen Lars Ricken, der unmittelbar nach seiner Einwechslung mit einem Fernschuss aus 30 Metern für die Entscheidung sorgte. Im Dezember 1997 gewann man zudem den Weltpokal durch ein 2:0 gegen Cruzeiro Belo Horizonte in Tokio. Spieldaten des Endspiels der Champions League und des Weltpokalfinales 1997 1997 bis 2004 – Die sechste deutsche Meisterschaft und das Ende der Ära Niebaum Saison Platz Tore Punkte Zuschauerschnitt Saison 97/98 10. Platz 57:55 43 52.274 Saison 98/99 4. Platz 48:34 57 62.992 Saison 99/00 11. Platz 41:38 40 58.791 Saison 00/01 3. Platz 62:42 58 61.318 Saison 01/02 1. Platz 62:33 70 62.221 Saison 02/03 3. Platz 51:27 58 67.858 Saison 03/04 6. Platz 59:48 55 79.647 grün unterlegt: Gewinn der deutschen Meisterschaft Nach den großen Erfolgen Mitte der 1990er kam mit dem Gewinn der Champions League der Umbruch. Ottmar Hitzfeld legte sein Traineramt nach der Saison 1996/97 nieder und begann seine Arbeit als Sportdirektor beim BVB. Seine Nachfolge trat der Italiener Nevio Scala an. Gleichzeitig verließen verdiente Spieler den Verein, die zumeist durch teure Profis ersetzt wurden, welche in Dortmund nicht an die Leistung bei anderen Clubs anknüpfen konnten. So spielte der 1998 verpflichtete Welt- und Europameister Thomas Häßler nur ein Jahr beim BVB, und auch die für zweistellige Millionenbeträge gekauften Fredi Bobic und Victor Ikpeba konnten in Dortmund nicht an vorherige Leistungen anknüpfen. Insgesamt wurden in dieser Zeit über 80 Millionen DM in neue Spieler investiert, die sportlichen Erfolge fielen jedoch vergleichsweise mager aus. In der Spielzeit unter Scala erreichte die Borussia lediglich einen enttäuschenden 10. Platz in der Bundesliga, in der Champions League gelang dem BVB allerdings der Einzug ins Halbfinale. Dort schied man gegen den späteren Sieger Real Madrid aus. Legendär ist das Hinspiel wegen des „Torfalles von Madrid“, als ein Torpfosten abbrach und das Spiel erst mit neunzigminütiger Verzögerung angepfiffen werden konnte. Scala verließ aufgrund der Misserfolge den Club vorzeitig, zudem wechselte Sportdirektor Hitzfeld auf die Trainerbank des FC Bayern München. Als Ersatz übernahm der bis dahin als Nachwuchstrainer und Jugendkoordinator beim BVB tätige Michael Skibbe den Cheftrainerposten zur Saison 98/99. Skibbe führte die Mannschaft in seiner ersten Saison auf einen respektablen vierten Platz, welcher seinerzeit zur Teilnahme an der Qualifikation zur Champions League berechtigte. Die Spielzeit 1999/2000 begann für den BVB höchst erfolgreich, endete aber letztlich fast mit dem zweiten Abstieg aus der Bundesliga nach 1972. Gestartet war man mit sechs Siegen aus den ersten acht Spielen und einer souveränen Tabellenführung, von den folgenden 23 Partien wurde jedoch nur noch eine gewonnen. Nach einer Niederlage im ersten Spiel nach der Winterpause war Trainer Skibbe beurlaubt und durch den ehemaligen Borussen Bernd Krauss ersetzt worden. Dieser konnte in den elf Spielen unter seiner Regie keinen Sieg einfahren und wurde nach nur zwei Monaten wieder entlassen. Der Verein schwebte in höchster Abstiegsgefahr, als Trainer-Urgestein Udo Lattek für seine letzte Station im Profi-Fußball reaktiviert wurde. Ihm zur Seite stand Matthias Sammer als Co-Trainer. Dieser hatte nach einer Infektion im Kniegelenk 1998 seine Karriere als Spieler beenden müssen. Beide führten den BVB schließlich auf einen 11. Platz in der Abschlusstabelle. Langjähriger Manager der Borussia: Michael Meier (2005) Im selben Jahr wurde die Umwandlung großer Teile des Vereins in eine börsennotierte Gesellschaft beschlossen. Am 28. November 1999 stimmte die Mitgliederversammlung des BVB der Ausgliederung der Lizenzspielerabteilung in die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA zu. Als bislang einziger Fußballbundesligist ging Borussia Dortmund dann am 31. Oktober 2000 an die Börse. Der Ausgabekurs der BVB-Aktie lag seinerzeit bei 11 Euro. Man platzierte 13,5 Millionen Aktien an der Börse, die netto einen Emissionserlös von 130 Millionen Euro einbrachten.[17] Auf sportlicher Ebene sollte zur Saison 2000/01 der junge Trainer Matthias Sammer einen Aufschwung bewirken. Trotz wenig spektakulärer Neuverpflichtungen (erst in der Winterpause kam das tschechische Ausnahmetalent TomᨠRosický zum BVB) wurde diese „neue“ Mannschaft unter Sammer Dritter der Bundesliga und qualifizierte sich für die Champions League. Nach der Saison investierte Borussia dann wieder intensiv in neue Spieler, für zweistellige Millionenbeträge kamen Jan Koller und Marcio Amoroso nach Dortmund, später wurde noch Ewerthon verpflichtet. Diese Investitionen führten dazu, dass der BVB 2002 seine sechste und bis heute letzte deutsche Meisterschaft erringen konnte, als die Mannschaft mit drei Siegen an den letzten drei Spieltagen die um bereits fünf Punkte enteilten Leverkusener noch einholen konnte. In derselben Saison erreichte die Borussia auch das UEFA-Pokal-Finale, in dem man Feyenoord Rotterdam knapp mit 2:3 unterlag. Zuvor war im Halbfinale der AC Mailand ausgeschaltet worden, das 4:0 im Hinspiel in Dortmund gilt als bestes Spiel unter der Ägide Matthias Sammers. Spieldaten des Endspiels um den UEFA-Pokal 2002 In der folgenden Sommerpause wurden weitere Spieler nach Dortmund gelockt, prominentester Einkauf war Torsten Frings, der für 9 Millionen Euro aus Bremen kam. Die Jahre nach 2002 gestalteten sich jedoch weit weniger erfolgreich als die Meistersaison. In der Champions League war 2003 bereits nach der Zwischenrunde Endstation, und in der Liga erreichte man nur einen enttäuschenden dritten Platz. In der folgenden Champions-League-Qualifikation schied man zudem gegen den FC Brügge im Elfmeterschießen aus und erreichte damit „nur“ den UEFA-Pokal. Dort war bereits in der zweiten Runde der FC Sochaux zu stark für die Schwarzgelben. In der Bundesliga verpasste der Verein sogar die Qualifikation für den UEFA-Pokal und wurde nur Sechster. Als Konsequenz trennte sich der Verein von Matthias Sammer und ging mit dem neuen Cheftrainer Bert van Marwijk in die neue Saison. Seit 2004 – Finanzielle Konsolidierung und sportliches Mittelmaß Saison Platz Tore Punkte Zuschauerschnitt Saison 04/05 7. Platz 47:44 55 77.235 Saison 05/06 7. Platz 45:42 46 72.658 Saison 06/07 9. Platz 41:43 44 72.782 Saison 07/08 13. Platz 50:62 40 72.510 Saison 08/09 6. Platz 60:37 59 74.788 Durch die letzten Misserfolge litt der Verein unter erheblichen finanziellen Lasten. Allein im Geschäftsjahr 2003/04 erwirtschaftete die KGaA ein Minus von über 65 Millionen Euro, der Schuldenstand erhöhte sich auf mehr als 118 Millionen Euro.[18] Infolgedessen sah sich die KGaA gezwungen, wichtige Spieler abzugeben. Kritiker warfen der Vereinsführung unprofessionelles Handeln vor; der Verein habe sowohl Millionen aus dem Börsengang als auch die Einnahmen aus dem Verkauf des Westfalenstadions, das dem BVB nach dem Börsengang zu 75 Prozent gehört hatte und danach in mehreren Schritten an die Molsiris, eine Tochter der Commerzbank AG, verkauft wurde, „vernichtet“. Der Kurs der BVB-Aktie lag mittlerweile weit unter dem Ausgabekurs von 11 Euro. Sowohl für Klein- wie für institutionelle Anleger hat sich die Investition in das Wertpapier bisher nicht rentiert, Experten rechnen auf lange Sicht nicht mit einem baldigen Erreichen des Emissionspreises.[19] Die Krise führte zum Abtritt der Verantwortlichen um den langjährigen Präsidenten Gerd Niebaum, der im November 2004 als Präsident und im Februar 2005 als Geschäftsführer der KGaA zurücktrat. Niebaum hatte zuvor gemeinsam mit Manager Michael Meier einräumen müssen, dass der Verein Schulden in Höhe von 98 Mio. Euro angehäuft habe und der Fortbestand von Borussia Dortmund ernsthaft gefährdet sei. Meier wurde nach Auslaufen seines Vertrages am 30. Juni 2005 nicht mehr weiter beschäftigt. Die Nachfolge traten Reinhard Rauball als Präsident (bereits zum dritten Mal) und Hans-Joachim Watzke als Geschäftsführer an. Vor allem Watzke machte sich in den folgenden Jahren durch die erfolgreiche Sanierung der Borussia einen Namen; mehrere Kapitalerhöhungen sowie der Rückkauf des Stadions (verbunden mit der Umbenennung in „Signal Iduna Park“) unter finanzieller Unterstützung der US-Investmentbank Morgan Stanley ließen die Nettoverbindlichkeiten der KGaA auf „nur“ noch 27 Mio. Euro sinken. Gleichzeitig stieg die Eigenkapitalquote der KGaA von 20,7 % auf 34,5 %. Dies stellte die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA wieder auf solide Füße. Zudem wurde die wirtschaftliche Konsolidierung mit einer deutlichen Senkung des Etats für die Bundesligamannschaft verbunden; die letzten Stars des Vereins wechselten ins Ausland und wurden vorwiegend durch junge Spieler aus der eigenen Jugend ersetzt. Entsprechend konnte sich der BVB in den folgenden Spielzeiten nicht mehr in der Spitze der Bundesliga behaupten. Am Ende der turbulenten Saison 2004/05 zog der BVB mit dem 7. Platz und 55 Punkten in den UI-Cup ein. Nachdem die Mannschaft zum Ende der Hinrunde nur auf Tabellenplatz 14 gelegen hatte, absolvierte sie mit 37 Punkten die erfolgreichste Rückrunde in der Bundesligageschichte des Vereins. Im Folgejahr 2005/06 beendete die Borussia die Spielzeit nach einer Runde ohne große Höhepunkte ebenfalls als Tabellensiebter, in der Saison 2006/07 wurde die Mannschaft gar nur Neunter. Bereits zur Winterpause hatte sich der BVB als Neunter nur im Mittelfeld der Liga befunden, die dürftigen Leistungen insbesondere in Heimspielen brachten die sportliche Leitung um Trainer Bert van Marwijk scharf in die Kritik. Der Niederländer, dessen neuformierte Offensive fast ausnahmslos enttäuschte, verkündete nach der Partie gegen Wolfsburg zunächst seinen Rücktritt zum Saisonende. Am 18. Dezember, zwei Niederlagen später, gab die Geschäftsführung um Hans-Joachim Watzke allerdings dessen sofortige Beurlaubung bekannt. Nachfolger wurde einen Tag später Jürgen Röber, der einen Vertrag bis zum Saisonende erhielt. Unter Röber, der nach nur acht Spielen als Trainer seinen Rücktritt erklärte, setzte das Team seinen Abwärtstrend fort und geriet in den Abstiegskampf. Dieser wurde unter Röbers Nachfolger Thomas Doll nach einer Serie von zwölf Punkten aus fünf Spielen erfolgreich beendet. Insbesondere der Heimsieg im Revierderby gegen Schalke 04 am vorletzten Spieltag der turbulenten Spielzeit 2006/07 weckte im Dortmunder Umfeld eine neue Euphorie, die zum Bundesligarekord von 50.549 verkauften Dauerkarten in der Saison 2007/08 beitrug. Trotz einer überzeugenden Vorbereitung und zahlreichen Neuverpflichtungen landete Borussia Dortmund dennoch wieder nur im Mittelfeld der Tabelle und beendete die Saison auf einem enttäuschenden 13. Tabellenplatz – dem schlechtesten Ergebnis der letzten 20 Jahre. Trainer Doll trat nach der Saison in beiderseitigem Einverständnis zurück. Erfolgreicher verlief die Spielzeit allerdings im DFB-Pokal. Dort zog der BVB erstmals seit dem Pokalgewinn in der Saison 1988/89 wieder ins Finale ein. Im Endspiel unterlag man dem FC Bayern München mit 1:2 nach Verlängerung, konnte aufgrund der Meisterschaft der Bayern dennoch im UEFA-Pokal 2008/09 antreten. Spieldaten des Pokalendspiels 2008 In die Saison 2008/09 ging Borussia Dortmund mit dem früheren Mainzer Chefcoach Jürgen Klopp als neuem Trainer. Namhafte Neuverpflichtungen waren unter anderem der Mittelfeldspieler Tamás Hajnal aus Karlsruhe, Stürmer Mohamed Zidan vom Hamburger SV (für ihn wechselte Mladen Petrić an die Elbe), der Abwehrspieler Patrick Owomoyela aus Bremen sowie der Rückkehrer Nuri Şahin aus Rotterdam. Für diese Spielzeit wurden etwa 49.500 Dauerkarten verkauft. Zum Saisonende erreicht die Borussia wie schon zur Winterpause einen guten sechsten Rang, konnte sich dadurch aber nicht für das internationale Geschäft qualifizieren – einmalig bei 59 erreichten Punkten. Dagegen schied der BVB im DFB-Pokal im Achtelfinale aus, und im UEFA-Pokal war bereits nach der ersten Runde Endstation. Zwar konnte eine 0:2-Hinspielniederlage gegen Udinese Calcio auswärts wettgemacht werden, man scheiterte dann jedoch im Elfmeterschießen. Jugendarbeit Die größten Erfolge Borussia Dortmunds sind eng mit der systematischen Förderung junger Fußballer in den eigenen Jugendmannschaften verbunden. Sowohl in den späten 1950er und frühen 1960er Jahren als auch Mitte der 1990er waren Dortmunder „Eigengewächse“ Schlüsselspieler der großen Mannschaften des BVB. Die Geschichte wichtiger Dortmunder Jugendspieler beginnt mit August Lenz, der 1927 zum BVB stieß und zum ersten Nationalspieler der Borussia avancierte. Mit ihm erreichte die Borussia 1936 den Aufstieg in die Gauliga und konnte sich langfristig als eine der erfolgreichsten Mannschaft Westfalens (und später Deutschlands) etablieren. Da der BVB sich bis dahin weder sportlich noch infrastrukturell sonderlich von den vielen anderen Dortmunder Fußballvereinen unterschied, stellt Lenzens Eintritt in den Verein womöglich die entscheidende Weichenstellung zur Entwicklung zu einem deutschen Spitzenverein dar.[20] Die Titelgewinne der Borussia in der Oberliga West in den 1950ern lassen sich zu einem wesentlichen Teil auf eine hervorragende Talentsuche in der Region zurückführen. Fast alle Mitglieder der Meistermannschaft von 1956 und ’57 waren Kinder des Ruhrgebiets, die entweder bereits als Jugendliche (beispielsweise Helmut Bracht oder Herbert Sandmann) für den BVB aktiv waren oder zu Beginn ihrer Zeit als Senioren (unter anderem Willi Burgsmüller, Max Michallek und Adi Preißler) zur Borussia stießen. Diese erfolgreiche Talentsuche setzte sich bis Anfang der 1960er fort, als Spieler wie „Hoppy“ Kurrat oder „Timo“ Konietzka in die erste Elf der Borussia eingebaut wurden. Dass ab Mitte der 1960er Jahre die Jugendarbeit im Verein vernachlässigt wurde und die finanziellen Mittel nicht mehr in hochkarätige Talente aus der Region investiert wurden, gilt als Hauptgrund für den langsamen Abstieg des BVB nach dem Gewinn des Europapokals 1966.[21] Erst zu Beginn der 1980er Jahre brachte die Jugendabteilung der Borussia wieder namhafte Spieler hervor. Mit Michael Zorc und Ralf Loose gaben in der Saison 1981/82 zwei Juniorenweltmeister ihr Debüt in der Bundesliga, ersterer war später als Mannschaftskapitän das Herz der Meistermannschaft von 1995 und '96. Seit 1990 bringt der Verein regelmäßig große Talente in die Fußball-Bundesliga. Zunächst war es Stefan Klos, der zwischen 1991 und 1998 als Stammtorwart in allen wichtigen Spielen im Tor der Borussia stand, später war der „Babysturm“ um Lars Ricken (wie schon bei Klos und Zorc ist sein Stammverein der TuS Eving-Lindenhorst aus dem Dortmunder Stadtteil Eving) und Ibrahim Tanko entscheidend am Gewinn des Meistertitels 1994/95 beteiligt. Beleg für die hervorragende Jugendarbeit seit dieser Zeit sind die Erfolge bei deutschen Jugendmeisterschaften; so wurde die A-Jugend der Borussia zwischen 1994 und 1998 fünfmal deutscher Meister, die B-Jugend konnte den Titel 1993, 1996, 1998 und zuletzt 2005 erringen. Ein weiterer statistischer Beleg ist die Rangliste der jüngsten Bundesligatorschützen aller Zeiten, in der (zum Teil ehemalige) Spieler des BVB die ersten vier Plätze belegen. Neben Ricken und Tanko waren es zuletzt Marc-André Kruska und speziell Nuri Sahin, die mit jeweils 17 Jahren ihren ersten Treffer in der ersten Liga erzielten. Sahin ist zudem der jüngste Bundesligaspieler aller Zeiten. Aktuell spielt die A-Jugend der Borussia in der U19-Bundesliga, die B-Jugend ist in der U17-Bundesliga aktiv. Junge Talente kommen zudem regelmäßig in der zweiten Mannschaft des Vereins zum Einsatz, die aktuell in der Fußball-Regionalliga Nord spielt. A-Jugend und zweite Mannschaft sind ebenfalls in die Borussia Dortmund KGaA ausgegliedert. Geschichte der anderen Abteilungen des Vereins Neben der Fußballabteilung gab und gibt es in der Geschichte der Borussia auch verschiedene andere Sportabteilungen, die mit Ausnahme der Handballabteilung nicht annähernd so erfolgreich wie die Fußballer des Vereins waren. Leichtathletikabteilung Die Leichtathletikabteilung der Borussia bestand seit der Gründung des Vereins im Jahr 1909. Wie bereits oben angedeutet, wurde sie noch vor der Fußballabteilung in den Westdeutschen Spielverband aufgenommen und eröffnete dieser trotz bestehenden Aufnahmestopps die Teilnahme am Spielbetrieb. In dieser frühen Phase der Vereinsgeschichte waren die Mitglieder der Borussia zumeist in beiden Sportarten aktiv (und mäßig erfolgreich). Beispielsweise handeln die ersten Presseberichte über den Verein von der Teilnahme der Mitglieder an den Sedanspielen und der „Castroper Olympiade“[22]. Handballabteilung → Hauptartikel: Borussia Dortmund (Handball) Als dritte Abteilung des Vereins wurde 1924 die Handballabteilung des BVB ins Leben gerufen. Sie hat bis heute neben der Fußballabteilung die größten Erfolge vorzuweisen; ihre erste Frauenmannschaft gewann 1997 zunächst den DHB-Pokal (im Finale in Riesa wurde der TV Lützellinden mit 24:22 besiegt) und stand danach im Endspiel um den EHF-Pokal, wo sie Olimpija Ljubiljana aus Slowenien unterlag. Zudem wurde sie 1999 hinter dem VfB Leipzig Deutscher Vizemeister, zwischen 1996 und 1998 sowie 2000 belegte das Team den dritten Platz in der Abschlusstabelle. Letzter größerer Erfolg der Borussinnen war der Challenge-Cup-Sieg 2003 gegen den HC Selmont Baia Mare aus Rumänien. Die Erfolge der Handballerinnen sind eng mit dem Namen Gustl Wilke verbunden, der den BVB von 1990 bis 1999 als Trainer betreute. Unter seiner Ägide stieg das Team 1991 von der Regionalliga in die zweite Bundesliga auf, zwei Jahre später folgte der Aufstieg in die Handball-Bundesliga. Im März 2007 stieg der Verein nach 14 Jahren Zugehörigkeit zur ersten Liga ab, ein Jahr später erfolgte der direkte Wiederaufstieg. Im Frühjahr 2009 wurde ein Rückzug der Handballabteilung aus dem Profisport erwogen, der jedoch durch Bildung einer Sponsorengruppe aus acht Unternehmen aus der Region abgewendet werden konnte. Der Klassenerhalt in der Bundesliga wurde jedoch nur aufgrund des Lizenzentzugs der Rhein-Main Bienen erreicht.[23] Seine Heimspiele trägt Borussia Dortmund in der Sporthalle Wellinghofen aus. Zu den bekanntesten Spielerinnen der Borussia zählen die ehemaligen Nationalspielerinnen Michaela Erler und Franziska Heinz. Boxabteilung Neben der Handballabteilung wurde 1924 eine Boxabteilung gegründet. Diese existierte nur sieben Jahre lang und fusionierte 1931 mit den Sportlern von Germania 22 zum neuen Verein Punching 22 Dortmund. Tischtennisabteilung Die Tischtennisabteilung ist die jüngste eigenständige Sportabteilung der Borussia. Die Abteilung wurde im November 1947 gegründet, aktuell verfügt sie über sieben aktive Herrenmannschaften und ein Jugendteam. Die erste Herrenmannschaft konnte sich bereits wenige Jahre nach der Gründung der Abteilung bis in die Oberliga West, bis 1966 die höchste deutsche Spielklasse, emporspielen. Zur Aufstiegsmannschaft von 1963 gehörten damals unter anderem Wilfried Micke und Karl-Heinz Büttig. Sie hielt sich dort bis 1978, als sie als Tabellenelfter erstmals absteigen musste. Inzwischen spielt das Team seit der Meisterschaft in der Regionalliga im Jahr 1995 in der zweiten Bundesliga und konnte in der Saison 2003/04 mit dem Gewinn der Meisterschaft in der 2. Bundesliga Nord den größten Erfolg in der Abteilungsgeschichte verbuchen. Gespielt wird in der „kleinen Brügmannhalle“ in der Brügmannstraße, sportlicher Leiter ist momentan der langjährige Zweitligaspieler Thomas Brosig. Bekannte Spieler sind der Chinese Qi Wencheng (seit 1993) und der holländische Nationalspieler Ron van Spanje. Im Frühjahr 2009 wurde ein Rückzug der Tischtennisabteilung aus dem Profisport erwogen, der jedoch durch Bildung einer Sponsorengruppe aus acht Unternehmen aus der Region abgewendet werden konnte. Aus den genannten finanziellen Gründen wurde nach der erneuten Zweitligameisterschaft 2008/09 auf einen Aufstieg in die Bundesliga verzichtet.[24] Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA Borussia Dortmund GmbH & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien Unternehmensform GmbH & Co. KGaA[25] ISIN DE0005493092 Gründung 1. Juli 1999 Unternehmenssitz Dortmund, Deutschland Unternehmensleitung Hans-Joachim Watzke, Thomas Treß (Geschäftsführer) Gerd Pieper (Aufsichtsratsvorsitzender) Mitarbeiter 290[26] Umsatz 83.255.581,53 ¤[27] Bilanzsumme 181.034.586,87 ¤[28] Branche Unterhaltungsindustrie Produkte Professioneller Fußballsport Website www.borussia-aktie.de Am 28. November 1999 stimmte die Jahreshauptversammlung des Vereins dem Vorschlag der Vereinsführung zu, den steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb auszugliedern. Daraufhin wurde rückwirkend zum 1. Juli 1999 die Borussia Dortmund GmbH & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien gegründet. Komplementär ist die Borussia Dortmund Geschäftsführungs-GmbH, eine 100%-ige Tochter des Vereins. Mit der Struktur der GmbH & Co. KGaA wurde die Auflage des Ligaverbands sichergestellt, dass der Verein die Kontrolle über die Lizenzspielerabteilung besitzt. Auf der Jahreshauptversammlung des Vereins am 26. Februar 2000 wurde dann der Börsengang der KGaA beschlossen. Dieser erfolgte am 31. Oktober 2000 unter Führung der Deutschen Bank AG (gemeinsam mit der WGZ-Bank, Dresdner Kleinwort Benson, WestLB, Sparkasse Dortmund und Dortmunder Volksbank eG). Seit dem Börsengang sind mehrere Kapitalerhöhungen erfolgt, zuletzt im August 2006. Danach beträgt das Grundkapital 61.425.000 Euro. Bedeutende Kommanditaktionäre sind Morgan Stanley International Ltd. (16,25%), die BlueBay Asset Management Ltd. (9,99%), Bernd Geske (7,33%) und BV Borussia 09 e. V. Dortmund (7,24%). Die übrigen Aktien (59,19%) befinden sich in Streubesitz. (Stand: März 2009) [29] Hundertprozentige Tochterunternehmen der KGaA sind die BVB Merchandising GmbH, die goool.de Sportswear GmbH, die Sports & Bytes GmbH und die BVB Stadion GmbH. Weiterhin besitzt die KGaA Anteile an der B.E.S.T. Borussia.Euro Lloyd Sports.Travel GmbH (51%) und der Orthomed GmbH (33,4%).

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